CapaWood® Aqua TopOil
Produktdetails
Verwendungszweck / Eigenschaften
Wasserbasiertes, nicht schichtbildendes Holzöl für die Anwendung auf Holzbauteilen im Innen- und Außenbereich. Farblose oder farbgebende Beschichtung für alle nicht maßhaltigen und nicht statisch beanspruchten Holzbauteile gemäß Ö-Norm B 3801 wie zum Beispiel:
- Holzhäuser (außen)
- Fassadenschalungen
- Holzschindel
- Für Terrassenböden
- Sandgestrahlte Altholzoberflächen
Nicht zu verwenden für Holz in dauerhaftem Erd- und Wasserkontakt und für Holz, das in Kontakt mit unverpacketen Lebens- und Futtermitteln kommen kann. Nicht für tragende oder maßhaltige Bauteile als Alleinbeschichtung geeignet. Auch auf Lärchenholz anwendbar.
Für Anwendungen im Innenbereich CapaWood Aqua TopOil Pure verwenden.
In den Farbtönen Grey und Silver auch als Vorvergrauer im Außenbereich geeignet. Dabei lässt man die Holzoberfläche im Außenbereich in die natürliche Vergrauung übergehen.
Eigenschaften
- Große Farbtonvielfalt
- Zur Vorvergrauung geeignet
- Universelle Anwendung auf allen Hölzern, auch auf Lärche
- Edler Effekt durch hochwertige Pigmentkombination
- Hervorragender UV-Schutz
- Gute Penetration ins Holz
- Witterungsbeständig
- Für industrielle Beschichtung geeignet
- Filmgeschützt
Farbtöne
Alle Farbtöne gemäß CapaWood® Classic Farbtonfächer und CapaWood® Grey&Silver Farbtonfächer sowie Sonderfarbtöne über ColorExpress tönbar. Die Farbtöne auf den CapaWood Farbtonfächern sowie diversen Farbtonvorlagen dienen nur als Hinweis. Im Zweifel eine Probebeschichtung durchführen.
Holzeigenfärbung und Auftragsmenge beeinflussen den Farbton.
Musterflächen sind stets mit dem Originalprodukt und auf der originalen Holzoberfläche anzulegen, die auch bei der späteren Ausführung zum Einsatz kommt. Produkt- oder Untergrundabweichungen können trotz identischen Farbtons zu Farbunterschieden führen.
Glanzgrad
Matte (Basis farblos), transparente Silver-Effekt Oberfläche bzw. Grey-Effekt Oberfläche
Der Glanzgrad kann in Abhängigkeit von der Holzoberfläche, Verbrauch und zu beschichtendem Holz variieren.
Lagerung
- Kühl und verschlossen lagern.
- Vor Frost und hohen Temperaturen schützen.
Original verschlossene Gebinde sind mindestens 3 Jahre lagerstabil.
Verpackung / Gebindegrößen
- ColorExpress farblos: 0,7 l, 2,5 l, 5 l, 20 l
- ColorExpress Basis Grey: 0,7 l, 2,5 l, 5 l, 20 l
- ColorExpress Basis Silver: 0,7 l, 2,5 l, 5 l, 20 l
Geeignete Untergründe
Max. 18 % Holzfeuchte bei nicht maßhaltigen Bauteilen Ö-Norm / gemäß BFS-Merkblatt 18
Untergrundvorbereitung
Die Holzoberflächen müssen vor dem Beschichten von Staub, Schmutz, Harzgallen, Fetten, Ölen usw. gereinigt werden. Schleifstaub oder lose Reste von Altanstrichen gründlich abbürsten. Silikonreste führen zu Verlaufstörungen.
| Tragende Holzbauteile | Müssen mit CapaWood Protect Primer imprägniert werden. |
| Unbeschichtete Holzbauteile | Glatte und gehobelte Holzoberflächen gründlich reinigen. Austretende Holzinhaltsstoffe wie z. B. Harze und Harzgallen entfernen. Bei Bedarf in Faserrichtung schleifen. |
| Beschichtetes Holz/Wartungsanstrich | Nicht tragfähige Altbeschichtungen bis auf das Holz vollständig entfernen. Festhaftende Altbeschichtungen anschleifen, reinigen und auf Verträglichkeit mit CapaWood Classic prüfen. |
| Maseriersystem auf Altholzflächen | Zur Erzielung eines gleichmäßigen Erscheinungsbildes abgewitteter Holzoberflächen. Untergrundvorbereitung entsprechend Wartungsanstrich. Je nach Schadensbild, 1-2 x mit CapaWood RenoTech Maserierfarbton (entspricht Palazzo 205) beschichten. Für den Maserungseffekt (Maseriersystem) ist nachfolgend ein zweimaliger Anstrich mit CapaWood Classic im gewünschten Farbton erforderlich. |
Auftragsverfahren
Unverdünnt anwenden und nicht mit anderen Produkten mischen. Vor Gebrauch gut aufrühren.
Zwischenschleifen nach dem ersten Auftrag, nur wenn unbedingt erforderlich. Schleifstaub nicht einatmen.
Geeignet für Spritzapplikation. Bei der Spritzapplikation zusätzliche Vorgaben zur persönlichen Schutzausrüstung beachten. Hinweise dazu im CapaWood Sicherheitsdatenblatt.
CapaWood® Aqua TopOil Pure kann auch industriell verarbeitet werden wie z.B Vakuumatanlagen oder Sprühtunnel.
| Neues Holz | Mindestens zweimal unverdünnt streichen. Erstauftrag allseitig ausführen. |
| Wartungsanstriche | 1 - 2x unverdünnt streichen. Zwischenschleifen nac dem ersten Auftrag, nur wenn unbedingt erforderlich. Schleifstaub nicht einatmen. |
Verbrauch
Streichauftrag auf glatten Holzoberflächen:
Ca. 40 – 60 g/m²
Ca. 40 – 60 ml/m²
Streichauftrag auf sägerauen Holzoberflächen:
Ca. 90 – 110 g/m²
Ca. 90 – 110 ml/m²
Die Beschaffenheit des Untergrundes und die Holzfeuchtigkeit beeinflussen den Verbrauch sowie den Farbton. Exakte Verbrauchswerte sind nur durch vorherige Probebeschichtung zu ermitteln.
Verarbeitungsbedingungen
- Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur: mind. 5 °C (günstiger Bereich: 10 bis 25 °C)
- Relative Luftfeuchte: ≤ 80 %
Trocknung / Trockenzeit
Bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit:
- Grifffest: ca. 0,5 h
- Überstreichbar: ca. 1 h
- Regenfest: ca. 10 h
Die Trockenzeiten sind stark abhängig von der Aufbringmenge und den Trocknungsbedingungen. Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit oder geringem Luftwechsel, z. B. durch dichte Lagerung der Bauteile auf Hordenwagen verzögert sich die Trocknung.
Werkzeuge
Am besten eigenen sich für den Auftrag Pinsel mit Kunststoffborstenmischungen mit fein zulaufender Spitze, und rostfreiem Stahl (z.B. Caparol NatureLine oder Storch Aqua Top).
Werkzeugreinigung
Nach Gebrauch mit Wasser und ggf. Netzmittel (Spülmittel) reinigen und entsprechend dem Sicherheitsdatenblatt entsorgen. Es wird das Tragen von Nitril Handschuhen empfohlen.
Hinweise
Horizontale Flächen (z.B. Terrassen) verwittern insbesondere bei Gehbelastung naturgemäß relativ rasch. Aus diesem Grund wird eine Anstrichpflege der Oberfläche in kürzeren Zeitabständen empfohlen.
Geeignete Reiniger oder Holzentgrauer aus wässriger Basis verwenden.
Für die reinigende Vorbehandlung eignet sich z.B. der Glutoclean Intensiv Grundreinige oder der SynthoTop Intensivreiniger.
Rohes Holz im Außenbereich soll unmittelbar bevor es der Witterung (UV-Strahlung, Niederschlag, Wind) ausgesetzt wird, beschichtet werden. Ansonsten ist mit verminderter Anstrichhaftung, verursacht durch eine sich bildende Trennschicht, zu rechnen. Der Grad der Problematik dieser Trennschicht kann mit baustellenüblichen Prüfungen nicht ermittelt werden.
Verlängerung der Haltbarkeit von beschichteten Holzfassaden:
- Was an konstruktivem Holzschutz verabsäumt wurde, kann durch eine Beschichtung nicht kompensiert werden.
- An stark bewitterten Fassadenflächen ist die Verwendung von Rift- und Halbriftbrettern unbedingt zu empfehlen, da es bei Fladerbrettern im Zuge der Bewitterung zum Ablösen der obersten Holzschichten an der Oberfläche und somit zu großflächigen Beschichtungsschäden kommt.
- Eine senkrecht montierte Fassadenschalung ist gegenüber einer waagrechten Schalung zu bevorzugen.
- Bei Fassadenschalungen sind sägeraue Oberflächen gehobelten vorzuziehen.
- Bei der Beschichtung bzw. Renovierung von Holzoberflächen ist die Prüf- und Warnpflicht gemäß ÖNORM B 2230-1 zu beachten.
Weitere Informationen zum Thema Holzschutz und Wartungsintervalle entnehmen Sie dem CapaWood® Protection Planner.