CapaWood® Iso ShieldPrimer
Produktdetails
Verwendungszweck / Eigenschaften
Wasserbasierte, kationische Grundierung für Holzbauteile im Innen- und Außenbereich. Für absperrende Grundanstriche auf Holz mit wasserlöslichen, braunfärbenden Inhaltsstoffen vor nachfolgenden Anstrichen mit CapaWood Color plus und Capacryl Lacken geeignet. Anwendbar auf maßhaltigen, begrenzt maßhaltigen und nicht maßhaltigen Holzbauteilen wie zum Beispiel:
¦Carports
¦Wintergräten
¦Untersichtschalungen
¦Wandvertäfelungen
Nicht verwenden: Für Holz in dauerndem Erd- oder Wasserkontakt und für Holz, das in Kontakt mit unverpackten Lebens- oder Futtermitteln kommen kann. Nicht für horizontale Oberflächen (z. B. Terrassenböden) geeignet.
Eigenschaften
¦Absperrend gegen wasserlösliche verfärbende Holzinhaltsstoffe
¦Hohe Haftfestigkeit
¦Diffusionsfähig
¦Umweltschonend
Bindemittelbasis / Wirkstoffe
Epoxiharzdispersion
Farbtöne
Weiß
Glanzgrad
Seidenmatt
Lagerung
¦ Kühl und verschlossen lagern.
¦ Vor Frost und hohen Temperaturen schützen.
Ab Herstelldatum mindestens 2 Jahre haltbar.
Verpackung / Gebindegrößen
- Weiß: 0,75 l, 2,5 l, 10 l
Geeignete Untergründe
Max. 15 % Holzfeuchte bei maßhaltigen Bauteilen im Außenbereich und max. 18 % Holzfeuchte bei begrenzt maßhaltigen und nicht maßhaltigen Bauteilen im Außenbereich Max. 12 % Holzfeuche bei maßhaltigen, begrenz maßhaltigen und nicht maßhaltigen Bauteilen im Innenbereich.
GemäßÖNORM 3430 / BFS-Merkblatt 18 Für Holzbauteile, die mit wasserverdünnbaren Acrylbeschichtungen beschichtet werden sollen und bei denen die Gefahr besteht, dass wasserlösliche Holzinhaltsstoffe gelöst werden und die Deckbeschichtungen verfärben.
Untergrundvorbereitung
Die Holzoberflächen müssen vor dem Beschichten von Staub, Schmutz, Harzgallen, Fetten, Ölen usw. gereinigt werden. Schleifstaub oder lose Reste von Altanstrichen gründlich abbürsten. Silikonreste führen zu Verlaufstörungen.
Neue Holzbauteile: Glatte und gehobelte Holzoberflächen in Faserrichtung schleifen, gründlich reinigen. Austretende Holzinhaltsstoffe wie z. B. Harze und Harzgallen entfernen.
Auftragsverfahren
Nicht mit anderen Produkten mischen und vor Gebrauch gut aufrühren und bei Bedarf mit max. 5 % Wasser verdünnen
Neues Holz mindestens zweimal unverdünnt streichen oder mit kurzfloriger Lackierrolle beschichten. Erstauftrag allseitig ausführen. Zwischenschleifen nach dem ersten Auftrag, nur wenn unbedingt erforderlich. Schleifstaub nicht einatmen. Anschließend noch 1 - 2 x unverdünnt beschichten.
Bei inhaltsstoffreichen Hölzern wie z.B. Eiche, kann es beim ersten Anstrich zu Verfärbungen im CapaWood Iso ShieldPrimer kommen. Diese Verfärbungen durch Holzinhaltsstoffe werden kationisch im Film gebunden. Eine zweifache Grundierung ist ggf. einzuplanen. Es ist jedoch wichtig, die dafür erforderliche Trockenzeit von ca. 12 Std. bis zur Überarbeitung mit nachfolgenden Beschichtungen einzuhalten.
Achtung: Durch die kationische Absperrwirkung entsteht bei direktem Kontakt zu wasserverdünnbaren Produkten eine Unverträglichkeit. Wichtig: Werkzeug, Pinsel / Rolle nach Gebrauch gründlich reinigen
Verbrauch
Streichauftrag auf glatten Holzoberflächen:
Ca. 100 – 130 g/m²
Ca. 75 – 100 ml/m²
Streichauftrag auf sägerauen Holzoberflächen:
Ca. 200 – 260 g/m²
Ca. 150 – 200 ml/m²
Die Beschaffenheit des Untergrundes und die Holzfeuchtigkeit beeinflussen den Verbrauch sowie den Farbton. Exakte Verbrauchswerte sind nur durch vorherige Probebeschichtung zu ermitteln.
Verarbeitungsbedingungen
- Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur: mind. 5 °C (günstiger Bereich: 10 bis 25 °C)
- Relative Luftfeuchte: ≤ 80 %
Trocknung / Trockenzeit
¦Grifffest: ca. 2 h
¦Überstreichbar: mind. 12 h
¦Durchgetrocknet: ca. 48 h
Die Trockenzeiten sind stark abhängig von der Aufbringmenge und den Trocknungsbedingungen. Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit oder geringem Luftwechsel, z. B. durch dichte Lagerung der Bauteile auf Hordenwagen verzögert sich die Trocknung.
Werkzeuge
Am besten eigenen sich für den Auftrag Pinsel mit Kunststoffborstenmischungen mit fein zulaufender Spitze, und rostfreiem Stah. (z.B. Caparol NatureLine oder Storch Aqua Top). Bei einem Auftrag mit der Rolle empfehlen wir ungeposterte Großflächenwalzen mit flusenfreiem Bezug aus Polyester- Endlosgarn. Die Größe des Werkzeuges sollte dem Objekt angepasst sein (z.B. Storch UniSTAR proFilt).
Werkzeugreinigung
Nach Gebrauch mit Wasser und ggf. Netzmittel (Spülmittel) reinigen und entsprechend dem Sicherheitsdatenblatt entsorgen. Es wird das Tragen von Nitril Handschuhen empfohlen.
Hinweise
Durch den auch im Innenbereich vorkommenden Feuchtewechsel der Raumluft kommt es an Holzdecken zu Quell- und Schwindbewegungen. So können insbesondere in der Heizphase unbeschichtet Bereiche zum Vorschein kommen, die zuvor verdeckt waren. Bei ineinander geschoben Holzbauteilen, wie z. B. Nut- und Federbrettern kann es darüber hinaus zur Blockbildung kommen. Dabei werden zwei oder mehrere Bretter durch den Lack miteinander verklebt, so dass beim Feuchtewechsel ein Riss im Federbereich oder im Brett entstehen kann. Das ist handwerklich nicht vermeidbar.
Wasserbasierte Bindemittel besitzen thermoplastische Eigenschaften. Das heißt, auch trockene Beschichtungen können bei höheren Temperaturen unter Belastung miteinander verkleben. Beim Vorliegen dieser Möglichkeit geeignete Maßnahmen beim Lagern oder Verpacken beschichteter Teile, z.B. durch Zwischenlagen aus Papier oder Kunststofffolien, treffen. Bei beschichteten maßhaltigen Bauteilen (Fenster oder Außentüren) nur weichmacherfreie Dichtungen verwenden und "Lack-aufLack-Flächen" vermeiden.
Besondere Hinweise
Dichte Holzarten wie z.B. Lärche und Tropenhölzer eignen sich nicht für wasserbasierte Holzbeschichtungen im Außenbereich, Fichten- und Tannen- und Kieferholz sind vorzuziehen. Mit Ausnahme von CapaWood Aqua Top Oil und CapaWood Aqua Top Oil Pure sind wasserbasierte Beschichtungen auf dichten Holzarten zu vermeiden. Detaillierte Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von unseren Fachberatern. Bei unbekannter Holzart für die Beschichtung im Außenbereich wird ein lösemittelhaltiges Produkt empfohlen. BFS-Fachregeln Nr. 18 beachten!
Rohes Holz im Außenbereich soll unmittelbar bevor es der Witterung (UV-Strahlung, Niederschlag, Wind) ausgesetzt wird, beschichtet werden. Ansonsten ist mit verminderter Anstrichhaftung, verursacht durch eine sich bildende Trennschicht, zu rechnen. Der Grad der Problematik dieser Trennschicht kann mit baustellenüblichen Prüfungen nicht ermittelt werden.