CapaWood® Color plus
Produktdetails
Verwendungszweck / Eigenschaften
Deckende, wasserbasierte, mittelschichtige Acryl-Holzfarbe für den Außenbereich. Anwendbar auf begrenzt maßhaltigen und nicht maßhaltigen Holzbauteilen wie zum Beispiel:
¦Holzhäuser
¦Fassadenschalungen
¦Untersichtschalungen
¦Carports
Nicht verwenden: Für Holz in dauerhaftem Erd- oder Wasserkontakt und für Holz, das in Kontakt mit unverpackten Lebens- oder Futtermitteln kommen kann. Nicht großflächig in Wohn- und Aufenthaltsräumen anwenden. Nicht für horizontale Oberflächen (z. B. Terrassenböden) geeignet.
Eigenschaften
¦Hohe Wetterbeständigkeit
¦Absperrend gegen Holzinhaltsstoffe
¦Sehr gute Farbstabilität
¦Blockfest
¦Große Farbtonvielfalt
¦Nicht gilbend
¦Diffusionsfähig
¦Hydroperleffekt
¦Filmgeschützt
Bindemittelbasis / Wirkstoffe
Acrylatdispersion
Farbtöne
Standardfarbtöne:
¦Mooßgrün RAL 6005
¦Lichtgrau RAL 7035
¦Reinweiß
Alle Farbtöne gemäß CapaWood Classic Farbtonfächer sowie weitere Farbtöne über ColorExpress tönbar. Die Farbtöne auf dem CapaWood Farbtonfächer sowie diversen Farbtonvorlagen dienen nur als Hinweis. Im Zweifel eine Probebeschichtung durchführen. Bei Verwendung von schwach deckenden Farbtönen (z. B. Rot, Orange, Gelb) empfehlen wir eine Grundbeschichtung im passenden Grundiersystemfarbton.
Glanzgrad
Seidenmatt
Der Glanzgrad kann in Abhängigkeit von der Holzoberfläche, Verbrauch und zu beschichtendem Holz variieren.
Lagerung
¦Kühl und verschlossen lagern.
¦Vor Frost und hohen Temperaturen schützen.
Mindestens 2 Jahre haltbar.
Verpackung / Gebindegrößen
¦Standard Farbtöne: 0,75 l, 2,5 l, 5 l, 20 l
¦ColorExpress Basis T: 0,56 l, 2,25 l, 4,5 l, 18 l
¦ColorExpress Basis Reinweiß: 0,7 l, 2,5 l, 5 l, 20 l
Geeignete Untergründe
Max. 18 % Holzfeuchte bei begrenzt maßhaltigen und nicht maßhaltigen Bauteilen Ö-Norm 3430.
Untergrundvorbereitung
Die Holzoberflächen müssen vor dem Beschichten von Staub, Schmutz, Harzgallen, Fetten, Ölen usw. gereinigt werden. Schleifstaub oder lose Reste von Altanstrichen gründlich abbürsten. Silikonreste führen zu Verlaufstörungen.
| Tragende Holzbauteile | wenn lt. ÖNorm 3802 erforderlich, mit Korasit NG10 vorbehandeln |
| Neue Holzbauteile | Glatte und gehobelte Untergründe gründlich reinigen. Harzgallen entfernen. |
| Wartung eines bestehenden Aufbaus mit CapaWood Color plus | Tragfähige Beschichtungen gründlich reinigen und anschleifen. Fpr unbekannte Holzarten bzw. Beschichtungen im Außenbereich wird ein lösemittelhaltiges Produkt z.B. CapaWood RenoTech empfohlen. |
Auftragsverfahren
Unverdünnt anwenden und nicht mit anderen Produkten mischen. Neues Holz mindestens zweimal unverdünnt streichen. Erstauftrag allseitig ausführen. Bei Wartungsanstrichen 1 – 2 x unverdünnt streichen. Zwischenschleifen nach dem ersten Auftrag, nur wenn unbedingt erforderlich. Schleifstaub nicht einatmen. Anschließend noch 1 - 2 x unverdünnt beschichten. Wasserbasierte Isolieranstriche können das Durchschlagen von Holzinhaltsstoffen vermindern aber nicht generell verhindern. Speziell im Grenzbereich von Ästen können optische Veränderungen auftreten. Die Mindestaufbringmenge muss eingehalten werden. Für die Spritzverarbeitung CapaWood Color Rapid Plus verwenden.
| Neues Holz | mindestens zweimal unverdünnt streichen, Erstauftrag allseitig ausführen |
| Wartungsanstrich | 1 - 2 mal unverdünnt streichen. Zwischenschleifen nach dem ersten Auftrag nur, wenn unbedingt erforderlich. Anschließend noch 1 - 2 mal unverdünnt streichen. |
Beschichtungsaufbau
Holz ist ein natürlicher Baustoff, der je nach Wuchsgebiet und Wuchsgeschwindigkeit ect. unterschiedlich ausfallen kann. Bei besonders harzreichen Hölzern, bzw. bei sehr astreichen Hölzern empfehlen wir eine kationische Absperrgrundierung, z.B. CapaWood IsoShield Primer.
Verbrauch
Verbrauch auf Basis T und Mooßgrün:
Streichauftrag auf glatten Holzoberflächen:
Ca. 100 – 120 g/m²
Ca. 95 – 115 ml/m²
Streichauftrag auf sägerauen Holzoberflächen:
Ca. 145 – 170 g/m²
Ca. 135 – 160 ml/m²
Verbrauch Reinweiß, Lichtgrau und Basis W:
Streichauftrag auf glatten Holzoberflächen:
Ca. 100 – 120 g/m²
Ca. 75 – 95 ml/m²
Streichauftrag auf sägerauen Holzoberflächen:
Ca. 145 – 170 g/m²
Ca. 110 – 130 ml/m²
Die Beschaffenheit des Untergrundes und die Holzfeuchtigkeit beeinflussen den Verbrauch und die Deckkraft. Exakte Verbrauchswerte sind nur durch vorherige Probebeschichtung zu ermitteln.
Verarbeitungsbedingungen
¦Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur: mind. 5 °C (günstiger Bereich: 10 bis 25 °C)
¦Relative Luftfeuchte: ≤ 80 %
Trocknung / Trockenzeit
Bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit:
¦Grifffest: ca. 0,5 h
¦Überstreichbar: ca. 6 h
¦Blockfest: ca. 24 h
¦Regenfest: mind. 36 h
Die Trockenzeiten sind stark abhängig von der Aufbringmenge und den Trocknungsbedingungen. Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit oder geringem Luftwechsel, z. B. durch dichte Lagerung der Bauteile auf Hordenwagen verzögert sich die Trocknung.
Werkzeuge
Am besten eigenen sich für den Auftrag Pinsel mit Kunststoffborstenmischungen mit fein zulaufender Spitze, und rostfreiem Stahl (z.B. Caparol NatureLine oder Storch Aqua Top).
Werkzeugreinigung
Nach Gebrauch mit Wasser und ggf. Netzmittel (Spülmittel) reinigen und entsprechend dem Sicherheitsdatenblatt entsorgen. Es wird das Tragen von Nitril Handschuhen empfohlen.
Hinweise
Dichte Holzarten wie z.B. Lärche und Tropenhölzer eignen sich nicht für wasserbasierte Holzbeschichtungen im Außenbereich, Fichten- und Tannen- und Kieferholz sind vorzuziehen. Mit Ausnahme von CapaWood Aqua Top Oil und CapaWood Aqua Top Oil Pure sind wasserbasierte Beschichtungen auf dichten Holzarten zu vermeiden. Detaillierte Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von unseren Fachberatern. Bei unbekannter Holzart für die Beschichtung im Außenbereich wird ein lösemittelhaltiges Produkt empfohlen. BFS-Fachregeln Nr. 18 beachten!
Rohes Holz im Außenbereich soll unmittelbar bevor es der Witterung (UV-Strahlung, Niederschlag, Wind) ausgesetzt wird, beschichtet werden. Ansonsten ist mit verminderter Anstrichhaftung, verursacht durch eine sich bildende Trennschicht, zu rechnen. Der Grad der Problematik dieser Trennschicht kann mit baustellenüblichen Prüfungen nicht ermittelt werden.
Verlängerung der Haltbarkeit von beschichteten Holzfassaden:
¦Was an konstruktivem Holzschutz versäumt wurde, kann durch eine Beschichtung nicht kompensiert werden.
¦An stark bewitterten Fassadenflächen ist die Verwendung von Rift- und Halbriftbrettern unbedingt zu empfehlen, da es bei Fladerbrettern im Zuge der Bewitterung zum Ablösen der obersten Holzschichten an der Oberfläche und somit zu großflächigen Beschichtungsschäden kommt.
¦Eine senkrecht montierte Fassadenschalung ist gegenüber einer waagrechten Schalung zu bevorzugen.
¦Bei Fassadenschalungen sind sägeraue Oberflächen gehobelten vorzuziehen.
¦Bei der Beschichtung bzw. Renovierung von Holzoberflächen ist die Prüf- und Warnpflicht gemäß ÖNORM B 2230-1 zu beachten.
Weitere Informationen zum Thema Holzschutz und Wartungsintervalle entnehmen Sie dem CapaWood Chronographen.
Besondere Hinweise
Wasserbasierte Bindemittel besitzen thermoplastische Eigenschaften. Das heißt, auch trockene Beschichtungen können bei höheren Temperaturen unter Belastung miteinander verkleben. Beim Vorliegen dieser Möglichkeit geeignete Maßnahmen beim Lagern oder Verpacken beschichteter Teile, z.B. durch Zwischenlagen aus Papier oder Kunststofffolien, treffen. Bei beschichteten maßhaltigen Bauteilen (Fenster oder Außentüren) nur weichmacherfreie Dichtungen verwenden und "Lack-aufLack-Flächen" vermeiden.
Hinweise
Sofern es sich um ein kennzeichnungspflichtiges Produkt handelt, beachten Sie bitte das Sicherheitsdatenblatt auf unserer Website und die Hinweise auf dem Gebinde-Etikett.