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Synthesan Duparol-W

PGS 50 27 72

Alkaliresistente, daher unverseifbare, spannungsfreie, lösemittelhaltige Spezialfarbe, als Problemlöser für kritische Untergründe, mit einer Konservierung gegen Befall und Schädigung durch Pilze und Algen.
Dichte: ca. 1,20 g/cm³
Verdünnung bei Bedarf mit Capalac Streichverdünnung 200.

  • Color Express
Verbrauch: ca. 200 ml/m²/A
Art.-Nr.: Farbton: Packung:
61740912 Weiß 12,5 l
Farbtongruppe I

Beschreibung / Werkstoff

Strukturerhaltende Fassaden- und Innenfarbe auf Polymerisatharzbasis.
Besonders als Problemlöser für kritische Untergründe geeignet. Duparol W ist mit einer Konservierung der Beschichtung gegen Befall und Schädigung durch Pilze und Algen ausgestattet. Kann bei Temperaturen unter 0 °C verarbeitet werden.

Dieses Produkt ist eine "behandelte Ware" nach EU-Verordnung 528/2012 und enthält folgende bioziden Wirkstoffe: Carbendazim (CAS-Nr. 10605-21-7), Diuron (CAS-Nr. 330-54-1), Octylisothiazolinon (CAS-Nr. 26530-20-1)

Eigenschaften

  • Wetterbeständig
  • Wasserfrei
  • Wasserduchlässigkeit (w-Wert): <0,1 [kg/(m² · h0,5)], entspricht der Klasse "niedrige Wasserdurchlässigkeit" nach DIN EN 1062
  • Wasserdampfdurchlässigkeit (sd-H2O-Wert): 0,14 - 1,4 m , entspricht der Klasse "mittlere Wasserdampfdiffusion" nach DIN EN 1062-2
  • Spannungsfrei
  • Alkaliresistent, daher unverseifbar
  • Filmkonservierung gegen Algen und Pilze
  • Frostunempfindlich beim Lagern und Verarbeiten
  • Hoch deckend

Kenndaten n. ÖNORM EN 13 300

  • Nassabrieb: Klasse 1 
  • Glanzgrad: Matt
  • Maximale Korngröße: Fein (< 100 µm)

    Bindemittelbasis / Wirkstoffe

    Polymerisatharz

    Farbtöne

    Weiß, als Lagerware

    Glanzgrad

    Matt

    Lagerung

    Kühl und frostfrei. Original verschlossen 12 Monate lagerfähig. Nicht in der Nähe von Heizkörpern lagern.

    Dichte

    Ca. 1,20 g/m³

    Deklaration der Inhaltsstoffe

    Polymerisatharz, Titandioxid, Silikate, Calciumcarbonat, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Additive, Filmkonservierer

    Verpackung / Gebindegrößen

    12,5 Liter

Beschichtungsaufbau

Grund- bzw. Schlussbeschichtung: mit Duparol-W,
mit max. 5 % Capalac Streichverdünnung 200 verdünnt

Mindestverarbeitungstemperatur

Verarbeitungs- und Trocknungstemperatur für Umluft, Material und Untergrund:
Auch bei Temperaturen unter 0 °C verarbeitbar, sofern der Untergrund trocken und eisfrei ist. Nicht bei direkter Sonnenbestrahlung, Regen oder starkem Wind verarbeiten.

Für eine einwandfreie Verarbeitung ist auch bei niedrigen Temperaturen eine
Materialtemperatur von mind. + 10 °C sicherzustellen.

Abtönung

Nur mit geeigneten lösemittelhältigen Abtönpasten (max. 2 %). Bei Selbstabtönung benötigte Gesamtmenge untereinander vermischen, um Farbtonunterschiede zu vermeiden. Werkseitig abtönbar (Farbtongruppe I).

Um evtl. Abtönfehler zu erkennen, bitte vor Verarbeitung auf Farbtonexaktheit überprüfen. Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden.

Verbrauch

Ca. 200 ml/m² pro Anstrich, je nach Saugfähigkeit des Untergrundes (Richtwerte ohne Gewähr, exakten Verbrauch durch Probefläche ermitteln).

Trocknung / Trockenzeit

Bei + 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit nach 12 Stunden oberflächentrocken, überstreichbar und regenfest. Niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit verzögern die Trocknung.

Werkzeuge

Lösemittelbeständige Streichwerkzeuge oder Rollen

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Dupa-inn Verflüssiger oder Capalac Streichverdünnung 200 (Terpentinersatz)

Hinweise

Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten. Nicht geeignet für waagrechte Flächen mit Wasserbelastung. Um die speziellen Eigenschaften zu erhalten, darf das Produkt nicht mit anderen Produkten vermischt werden.

Abdeckmaßnahmen:
Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen insbesonders Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine und Metalle sind abzudecken. Farbspritzer sofort mit klarem Wasser abwaschen.

Farbtonunterschiede:
Durch stark unterschiedliche Alkalität, ungleiches Saugverhalten oder Verschiedenartigkeit des Untergrundes und dergleichen, kann es zu einer Fleckenbildung bzw. Farbtonunterschieden in der Beschichtung kommen.

Farbtonstabilität:
Durch Umwelteinflüsse, Zeit, Nutzung, UV- und Feuchteeinwirkungen, usw. können in der Beschichtungsoberfläche im Laufe der Zeit Farbtonveränderungen auftreten.

Ausbesserungen:
Abzeichnungen von Ausbesserungen in der Fläche hängen von vielen Faktoren ab und sind daher selbst bei Verwendung der Originalbeschichtung unvermeidbar.

Besondere Hinweise

In Räumen, in denen Lebens- oder Genussmittel hergestellt oder gelagert werden, dürfen lösemittelhaltige Farben nicht eingesetzt werden; es sei denn, die Lebens- oder Genussmittel werden während der Renovierungs- und Trocknungszeit von ca. 28 Tagen ausgelagert. In wasserdampfbelasteten Räumen ist ein Anstrich mit Synthesan Rapidomatt zu empfehlen. Bei der Verarbeitung ist für ausreichende Belüftung zu sorgen.

Algen und Pilze:
Bei Synthesan Duparol-W handelt es sich um ein Produkt, das mit speziellen Wirkstoffen gegen Pilz- und Algenbildung auf der Beschichtung ausgestattet ist. Dieses Depot an Wirkstoffen bietet einen langanhaltenden, jedoch zeitlich begrenzten Schutz, dessen Wirksamkeitsdauer von Objektbedingungen, wie z. B. der Stärke des Befalls und der Feuchtebelastung, abhängt. Deshalb ist ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algenbewuchs nicht möglich. Zur Untergrundvorbehandlung bei algen- und pilzbefallenen Flächen kann nach erfolgter Reinigung Capatox eingesetzt werden.

Untergrundvorbereitung

Die Untergründe müssen fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. ÖNORM B 3430, Teil 1 beachten.
Flächen mit starken Ablagerungen von Nikotin, Fett, Öl oder Ruß sind unter Zusatz fettlösender Reinigungsmittel zu reinigen und gut trocknen zu lassen.

Konstruktive Maßnahmen:
Vorspringende Bauteile, wie Gesimse, Fensterbänke, Mauerkronen, etc. müssen fachgerecht abgedeckt werden, um eine Schmutzfahnenbildung oder stärkere Wanddurchfeuchtung zu vermeiden.

Algen und Pilzbefall:
Bei Vorliegen von Algen- oder Pilzbefall sind die Flächen zunächst durch Nassstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften zu reinigen. Die Flächen danach mit Capatox satt tränkend einstreichen und trocknen lassen. WICHTIG! Nicht abwaschen.

Putzausbesserungen:
Beim Ausbessern geöffneter Risse und beschädigter Putzflächen ist darauf zu achten, dass der Ausbesserungsmörtel der Festigkeit und der Struktur des vorliegenden Putzes entspricht. Die Putzausbesserunge müssen vor dem Anstrich weitgehendst abgebunden und ausgetrocknet sein. Zum Neutralisieren- Ausbesserungen mit Histolith Fluat fluatieren. Kleinere Fehlstellen können mit Synthesa- oder Silitol- Fassadenspachtel ausgeglichen werden.

Flächen mit Salzausblühungen:
Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen kann für die dauerhafte Haltbarkeit der Beschichtung bzw. die Unterbindung von Salzausblühungen keine Gewähr übernommen werden

Geeignete Untergründe

Außenbereich:

Neue hochhydraulische Kalk- und Kalkzement- sowie Zementputze der Mörtelgruppe P II u. P III:
Neuputze sollen an der Oberfläche trocken und weitgehendst abgebunden sein (zwei bis vier Wochen ungestrichen stehen lassen). Wischende Oberflächen und eventuelle Sinterhaut sind zu entfernen. Sorgfältig abbürsten. Grundierung mit Primalon Tiefgrund TB, satt tränkend.

An der Oberfläche sandende Putze:
Sorgfältig abbürsten. Grundierung mit Primalon Tiefgrund TB satt tränkend.

Beton:
Verunreinigungen durch Schalöle, Fette und Wachse mittels Hochdruckreiniger unter Zusatz von fettlösenden Mitteln entfernen. Größere Fehlstellen mit geeignetem Flickmörtel bearbeiten. Auf abgewittertem Beton ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB.

Alte Kalk-, Zement- und Mineralfarbenanstriche:
Mechanisch entfernen und entstauben. Ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB zweimal nass-in-nass, satt tränkend.

Alte intakte Dispersions-, Öl- und Lackfarbenanstriche sowie Kunstharzputz-Beschichtungen (ausgenommen Oberflächen von Wärmedämm-Verbundsystemen):
Gut reinigen, auf Tragfähigkeit prüfen, Öl- und Lackfarben mechanisch oder durch geeignete Anlöser anrauen. Altbeschichtungen auf Verträglichkeit mit Synthesan prüfen.

Festhaftende, kreidende Dispersions-, Öl- und Lackfarbenanstriche sowie Kunstputzbeschichtungen (ausgenommen Oberflächen von Wärmedämm-Verbundsystemen):
Trocken abbürsten, grundieren mit Primalon Tiefgrund TB, gut durchtrocknen lassen.

Blätternde und reißende Dispersions-, Öl- und Lackfarbenanstriche sowie Kunstharzputz-Beschichtungen (ausgenommen Oberflächen von Wärmedämm-Verbundsystemen):
Restlos entfernen durch geeignete Abbeizmittel, z. B. Primalon Grüner Abbeizer, nach Vorschrift. Abgebeizte Flächen nach 1 - 2 Tagen Trockenzeit mit Primalon Tiefgrund TB grundieren.

Faserzement:
Entstauben, grundieren mit Primalon Tiefgrund TB, satt tränkend. Frei verbaute Platten allseitig einschließlich Schnittkanten grundieren. Bei Beschichtungen auf Asbestplatten BFS-Merkblatt Nr. 14 beachten.

Holz-, Hartfaser-, Span- und Sperrholzplatten:
Synthesan Fassadenfarbe kann auf diese Untergründe nur im Innenbereich eingesetzt werden. Gewachste Platten müssen angeschliffen werden.

Innenbereich:

Kalkzement und Zementputze der Mörtelgruppe P II u. P III:
Feste, normal saugende Putze ohne Vorbehandlung beschichten. Auf grob porösen, sandenden, saugenden Putzen ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB.

Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppe P IV u. P V:
Ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB. Gipsputze mit Sinterhaut vorher schleifen und entstauben.

Gipsbauplatten:
Auf saugenden Platten ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB.

Gipskarton- und Gipsfaserplatten:
Spachtelgrate abschleifen. Ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB.

Beton:
Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen.

Holz- und Holzwerkstoffe:
Gewachste Platten gut anschleifen und entstauben.

Tragfähige Beschichtungen:
Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt überarbeiten. Glänzende Oberflächen, Lacke anrauen.

Nicht tragfähige Beschichtungen:
Nicht tragfähige Lack- und Dispersionsfarben- oder Kunstharzputz-Beschichtungen sowie mineralische Beschichtungen entfernen.

Tapeten:
Restlos entfernen. Kleister und Makulaturreste abwaschen.

Kleine Fehlstellen:
Nach entsprechender Vorarbeit mit Synthesa Füllspachtel, Synthesa Handspachtel Easy oder SynthoMur nach Verarbeitungsvorschrift ausbessern und gegebenenfalls nachgrundieren.
 

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/i): 50 0 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 430 g/l VOC.

Hinweise lt. Chemikaliengesetz

Entzündlich - Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben - Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen - Dämpfe können Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen - Gas/Rauch/Dampf/Aerosol nicht einatmen (geeignete Bezeichnung(en) vom Hersteller anzugeben) - Berührung mit der Haut vermeiden - Zum Löschen Sand, Trockenlöschpulver oder alkoholbeständigen Schaum verwenden. Kein Wasser verwenden - Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen) - Zur Vermeidung einer Kontamination der Umwelt geeigneten Behälter verwenden - Dieses Produkt und sein Behälter sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen

Entsorgung

Sonderabfallverbrennung oder Problemstoffsammelstellen. Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Nicht in die Kanalisation, ins Erdreich oder in Gewässer gelangen lassen. Ungereinigte Verpackung wie Produkt entsorgen.

Abfallschlüsselnummer

55 502 (gemäß ÖNORM S 2100)

EWC/EAK

08 01 11

Wassergefährdungsklasse

WGK 2, wassergefährdend

Gefahrenklasse gemäß VbF

entfällt.

ADR/RID

UN 1263 Farbe, Klasse 3, III

Verwendungszweck

Nur zur gewerblichen Verwendung bestimmt.