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CarboSol Fassadenfarbe Nespri

PGS 50 01 05

Faserverstärkte Fassadenfarbe auf Nanohybrid-Bindemittelbasis für außen. Sehr gut deckend, hoch wasserdampfdurchlässig, matt. Mit Hydroperleffekt, NESPRI-gängig.
Dichte: ca. 1,48 g/cm³

  • Color Express
Verbrauch: ca. 200 - 350 g/m²/A
Art.-Nr.: Farbton: Packung:
22950007 Weiß 7 kg
024190022 22 kg
Farbtongruppen I - IV

Beschreibung / Werkstoff

Strukturerhaltende, carbonfaserverstärkte Fassadenfarbe auf Silacryl-Silikonharz-Basis.
Besonders geeignet für brillante, farbintensive Beschichtungen. Die speziellen Komponenten stellen die gewünschte Optik über Jahre hinweg sicher. Für extrem regenabweisende, sehr gut deckende, hoch wasserdampfdurchlässige Fassadenanstriche auf festhaftenden Silikatfarben, matten Dispersionsfarben-Anstrichen, Kunstharzputzen und intakten Wärmedämm- Verbundsystemen. CarboSol Fassadenfarbe Nespri vereinigt in sich die Vorteile der bewährten Dispersionsfarben und klassischen Silikatfarben.

Eigenschaften

  • Wetterbeständig
  • Wasserverdünnbar, umweltschonend und geruchsarm
  • Wasserdurchlässigkeit (w-Wert): < 0,06 [kg/(m² · h0,5)], entspricht der Klasse "niedrige Wasserdurchlässigkeit" nach DIN EN 1062
  • Wasserdampfdurchlässigkeit (sd-H2O-Wert): < 0,03 m , entspricht der Klasse "hohe Wasserdampfdiffusion" nach DIN EN 1062-2
  • Sehr gute Deckkraft
  • Extrem wasserabweisend
  • Hydroperleffekt, minimiert eine Verschmutzung der Fassade
  • Selbstreinigungseffekt durch spezielle photokatalytisch wirkende Pigmente
  • Beständig gegen aggressive Luftschadstoffe
  • Nicht filmbildend, mikroporös
  • Verstärkt durch kurze, feine Carbonfasern
  • Beschichtung vor Algen- und Pilzbefall geschützt (verkapselter Filmschutz)

Bindemittelbasis / Wirkstoffe

Silikonharz-Emulsion

Farbtöne

Weiß mit Hellbezugswert (Reflexionswert) 91, als Lagerware

Glanzgrad

Mineralmatt

Lagerung

Kühl und frostfrei. Original verschlossen 12 Monate lagerfähig.

Dichte

Ca. 1,48 g/cm³

Deklaration der Inhaltsstoffe

Silikonharz, Carbonfasern, Acrylharzdispersion, Titandioxid, Calciumcarbonat, Silikate, Filmbildehilfsmittel, Additive, Konservierungsmittel, Wasser

Verpackung / Gebindegrößen

7 kg, 25 kg
 

Beschichtungsaufbau

Grundanstrich: Carbosol Grund unverdünnt auftragen
Zwischen- und Schlussanstrich: Carbosol Fassadenfarbe Nespri, mit max. 10 % Wasser verdünnt zum Streichen bzw. unverdünnt für den Nespri-Spritzauftrag

Airlessauftrag

Spritzwinkel: 50°
Düse: 0,021 - 0,023“
Druck: 150 - 180 bar

NESPRI:
Spritzwinkel: 20° - 30°
Düse: 0,017 - 0,019“
Druck: 150 - 180 bar

Auftragsverfahren

Streichen, rollen oder spritzen.

Mindestverarbeitungstemperatur

Verarbeitungs- und Trocknungstemperatur für Umluft, Material und Untergrund:
Nicht unter + 5 °C, direkter  Sonnenbestrahlung, Regen oder starkem Wind verarbeiten.
Vorsicht bei Gefahr von Nachtfrost.

Abtönung

Mit ausgewählten AmphiColor-Volltonfarben oder über Color Express abtönbar. Dunkle Töne im Werk ausmischen lassen.

Brillante, intensive Farbtöne, z.B. Gelb, Orange, Rot usw. weisen ein geringeres Deckvermögen auf. Es empfielt sich deshalb bei diesen Farbtönen einen vergleichbaren, deckenden, auf Weiß basierenden, pastelligen Farbton vorzustreichen. Evtl. kann ein zweiter Deckanstrich erforderlich sein.

Verdünnung

Mit reinem Wasser (max. 10 %). Bei Aufbringung mit Nespri-Tec unverdünnt anwenden.

Verbrauch

Ca. 200 - 350 g/m² pro Anstrich, je nach Saugfähigkeit des Untergrundes (Richtwerte ohne Gewähr, exakten Verbrauch durch Probefläche ermitteln).

Trocknung / Trockenzeit

Bei + 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 4 Stunden oberflächentrocken und regenfest, nach 12 Stunden überstreichbar. Niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit verzögern die Trocknung.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser

Hinweise

Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten. Nicht geeignet für waagrechte Flächen mit Wasserbelastung. Für Anstriche auf Lack, PVC und Holz nicht geeignet.

Carbosol Fassadenfarbe Nespri ist mit einem algiziden und fungiziden Filmschutz ausgerüstet. Dieser Filmschutz schützt das Material langanhaltend, zeitlich begrenzt vor einem Befall, dessen Wirksamkeitsdauer von Objektbedingungen, wie z. B. der Stärke des Befalls und der Feuchtebelastung abhängt. Deshalb ist ein dauerhaftes Verhindern von Algen- und Pilzbefall nicht möglich.

Um die speziellen Eigenschaften zu erhalten, darf das Produkt nicht mit anderen Produkten vermischt werden.

Abdeckmaßnahmen:
Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen insbesonders Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine und Metalle sind abzudecken. Farbspritzer sofort mit klarem Wasser abwaschen.

Farbtonunterschiede:
Durch stark unterschiedliche Alkalität, ungleiches Saugverhalten oder Verschiedenartigkeit des Untergrundes und dergleichen, kann es zu einer Fleckenbildung bzw. Farbtonunterschieden in der Beschichtung kommen.

Farbtonstabilität:
Durch Umwelteinflüsse, Zeit, Nutzung, UV- und Feuchteeinwirkungen, usw. können in der Beschichtungsoberfläche im Laufe der Zeit Farbtonveränderungen auftreten.

Schreibeffekt:
Bei dunklen Farbtönen kann eine mechanische Beanspruchung zu hellen Streifen (Füllstoffbruch) führen. Dies ist eine produktspezifische Eigenschaft aller matten Fassadenfarben, die Qualität der Beschichtung wird dadurch nicht beeinflusst.

Ausbesserungen:
Abzeichnungen von Ausbesserungen in der Fläche hängen von vielen Faktoren ab und sind daher selbst bei Verwendung der Originalbeschichtung unvermeidbar.
Nur intakte WDVS können mit anstrichtechnischen Mitteln überarbeitet werden. Nicht intakte Flächen sind nach ÖNORM B 6410 (Anhang C) zu sanieren. Auf WDVS mit EPS-Dämmung dürfen keine lösemittelhaltigen Grundbeschichtungsstoffe eingesetzt werden. Bei Ausführung von farbigen Anstrichen muss der Hellbezugswert > 25 sein.

Netzmittelläufer:
Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelblich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren entstehen. Diese Hilfsstoffe sind wasserlöslich und werden mit ausreichend Wasser z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regenfällen selbstständig entfernt.

Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachhaltig beeinflusst. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung ist auszuführen. Bei Ausführung der Beschichtung unter geeigneten klimatischen Bedingungen treten diese Ablaufspuren nicht auf.

Besondere Hinweise

Durch den Einsatz spezieller feiner Carbonfasern entstehen beim Airlessauftrag oder im Nespri-Verfahren keinerlei Probleme.

Untergrundvorbereitung

Die Untergründe müssen fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. ÖNORM B 3430, Teil 1 beachten.

Konstruktive Maßnahmen:
Vorspringende Bauteile, wie Gesimse, Fensterbänke, Mauerkronen, etc. müssen fachgerecht abgedeckt werden, um eine Schmutzfahnenbildung oder stärkere Wanddurchfeuchtung zu vermeiden.

Aufsteigende Feuchtigkeit:
Durch aufsteigende Feuchtigkeit werden Anstriche frühzeitig zerstört. Ein dauerhafter Erfolg wird nur durch das Aufbringen einer Horizontal-Isolierung erreicht. Eine gute und lange andauernde Lösung bietet der Einsatz des Capatect Sanierputz- Systems. Besonders bei älteren Bauwerken wirkt sich das Anlegen von Trocken- bzw. Ausdunstungszonen durch das Einfüllen einer Filterkiesschicht zwischen Sockel und Erdreich vorteilhaft aus.

Algen und Pilzbefall:
Bei Vorliegen von Algen- oder Pilzbefall sind die Flächen zunächst durch Nassstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften zu reinigen. Die Flächen danach mit Capatox satt tränkend einstreichen und trocknen lassen. WICHTIG! Nicht abwaschen.

Putzausbesserungen:
Beim Ausbessern geöffneter Risse und beschädigter Putzflächen ist darauf zu achten, dass der Ausbesserungsmörtel der Festigkeit und der Struktur des vorliegenden Putzes entspricht. Die Putzausbesserunge müssen vor dem Anstrich weitgehendst abgebunden und ausgetrocknet sein. Zum Neutralisieren - Ausbesserungen mit Histolith Fluat fluatieren. Kleinere Fehlstellen können mit Synthesa- oder Silitol-Fassadenspachtel ausgeglichen werden.

Flächen mit Salzausblühungen:
Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen kann für die dauerhafte Haltbarkeit der Beschichtung bzw. die Unterbindung von Salzausblühungen keine Gewähr übernommen werden.

Geeignete Untergründe

Neue Kalk-, Kalkzement- und Zementputze der Mörtelgruppen P Ic, PII und P III:
Neuputze sollen an der Oberfläche trocken und weitgehendst abgebunden sein. Wischende bzw. mehlende Oberflächen und eventuelle Sinterhaut sind zu entfernen, grundieren mit CarboSol Grund unverdünnt.

Alte feste Kalk-, Kalkzement- und Zementputze der Mörtelgruppe P Ic, PII und PIII:
Stark verschmutzte Untergründe durch kräftiges Abbürsten oder Heißdampfstrahlen gründlich reinigen. Grundieren mit Carbosol Grund unverdünnt.

An der Oberfläche sandende Putze:
Trocken abbürsten und die gesamte Fläche mit CarboSol Grund unverdünnt grundieren.

Alte mineralische Anstriche:
Festhaftende, nicht verwitterte Altanstriche trocken oder nass reinigen. Verwitterte mineralische Anstriche entfernen, mit CarboSol Grund unverdünnt grundieren.

Alte Dispersionsfarben und -putze:
Bei festhaftenden bzw. nicht kreidenden Dispersionsfarben und -putzen ist zu beachten, dass die Haftung von CarboSol Fassadenfarbe Nespri gut ist, jedoch die gewünschte Wasserdampfdurchlässigkeit wegen der vorhandenen Altbeschichtung nicht in dem Maße gegeben ist. Schlecht haftende Dispersionsfarben und -putze müssen durch Abbeizen und Dampfstrahlen entfernt werden.

Faserzementplatten:
Bei Anstrichen auf nicht beschichteten Faserzementplatten kann es bei noch nicht ausreichend auskarbonisierten Platten, speziell bei der Ausführung von mittleren bis dunklen Farbtönen, zu Ausblühungen kommen. Hier empfehlen wir einen isolierenden bzw. absperrenden Anstrich mit Capalac 2K Uniprimer 481. Bei neuen, noch nicht montierten
Faserzementplatten empfehlen wir einen allseitigen Anstrich mit Capalac 2K Uniprimer 481.

Waschbeton als Fassadenelement:
Stark saugende Flächen mit CarboSol Grund unverdünnt grundieren. Schwach saugende bzw. neue, unbewitterte Flächen mit Primalon Universal Haftgrund grundieren.
 

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält: < 5 g/l VOC

Hinweise lt. Chemikaliengesetz

Dieses Produkt und sein Behälter sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen

Dieses Produkt und sein Behälter sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen - Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. - Freisetzung in die Umwelt vermeiden. - Inhalt/Behälter entsprechend nationaler Bestimmungen einer geordneten Entsorgu

Enthält

Gemisch aus: 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1). Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Entsorgung

Sonderabfallverbrennung oder Problemstoffsammelstellen. Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Nicht in die Kanalisation, ins Erdreich oder in Gewässer gelangen lassen. Ungereinigte Verpackung wie Produkt entsorgen.

Abfallschlüsselnummer

57 303 (gemäß ÖNORM S 2100)

EWC/EAK

08 01 12

Wassergefährdungsklasse

WGK 2, deutlich wassergefährdend