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CarboSol Fassadenfarbe CoolProtect

PGS 50 01 05

Hochwertige Nanohybrid-Fassadenfarbe zur optimalen Solarreflektion bei dunklen Farbtönen auf hochgedämmten Untergründen.
Dichte: ca. 1,48 g/cm³

Verbrauch: ca. 200 - 350 g/m²/A
Art.-Nr.: Farbton / Preisgruppe: Packung:
015050005 Farbtongruppe 3 5 kg
015050020 20 kg
014370005 Farbtongruppe 4 5 kg
014370020 20 kg

Beschreibung / Werkstoff

Spezialbeschichtung zur Verminderung thermischer Aufheizung bei hochgedämmten Untergründen, wie z.B. WDVS auf Basis EPS-Dalmatiner-Fassadendämmplatten, Porenbeton, Wärmedämmputze usw. mit festhaftenden Silikat-, Silikonharz-, und Dispersionsbeschichtungen. Die besondere Zusammensetzung der Pigmentierung erlaubt eine geringere Aufheizung bei Sonneneinstrahlung, da neben einem Teil des sichtbaren Sonnenlichtes auch ein Großteil des nahen Infrarotbereiches (NIR) reflektiert wird. Bei Farbtönen auf intaktem WDVS mit einem Hellbezugswert (HBW) < 25 ist ein TSR-Wert von ≥ 25 % notwendig (dieses ist bei CarboSol Fassadenfarbe CoolProtect-Farbtonausmischungen mit einem Hellbezugswert von ≥ 10 gegeben). Der TSR-Wert des gewünschten Farbtons kann angefragt werden. Bei einem HBW < 10 bzw. TSR-Werten < 25 % auf WDVS nur auf thermisch unbelasteten Flächen einsetzten bzw. eine technische Beratung durch den Synthesa/Capatect-Außendienst einholen. Bei der Überarbeitung von Porenbeton-Wandelementen (Wandplatten) mit intakter Porenbetonbeschichtung ist ein TSR-Wert von ≥ 30 % einzuhalten. Bitte beachten Sie die besonderen Hinweise auf Seite 3.

Eigenschaften

  • Wetterbeständig
  • Wasserverdünnbar, umweltschonend und geruchsarm
  • Wasserdurchlässigkeit (w-Wert): < 0,06 [kg/(m² . h0,5 )], entspricht der Klasse "niedrige Wasserdurchlässigkeit" nach DIN EN 1062
  • Wasserdampfdurchlässigkeit (sd-H2O-Wert): < 0,03 m , entspricht der Klasse "hohe Wasserdampfdiffusion" nach DIN EN 1062-2
  • Sehr gute Deckkraft
  • Extrem wasserabweisend
  • Hydroperleffekt, minimiert eine Verschmutzung der Fassade
  • Beständig gegen aggressive Luftschadstoffe
  • Nicht filmbildend, mikroporös
  • Beschichtung vor Algen- und Pilzbefall geschützt (verkapselter Filmschutz)
  • Verstärkt durch kurze, feine Carbonfasern

Bindemittelbasis / Wirkstoffe

Silikonharz-Emulsion

Farbtöne

Werkseitig im dunklen Farbtonbereich tönbar

Glanzgrad

Mineralmatt

Lagerung

Kühl und frostfrei. Original verschlossen 12 Monate lagerfähig.

Dichte

Ca. 1,48 g/cm³

Deklaration der Inhaltsstoffe

Silikonharz, Carbonfasern, Acryldispersion, Titandioxid, Calciumcarbonat, Silikate, Filmbildehilfsmittel, Additive, Konservierungsmittel, Wasser

Verpackung / Gebindegrößen

5 kg, 20 kg

Beschichtungsaufbau

Grundanstrich: Carbosol Grund unverdünnt auftragen
Zwischen- und Schlussanstrich: Carbosol Fassadenfarbe CoolProtect, mit max. 10 % Wasser verdünnt zum Streichen bzw. unverdünnt für den Nespri-Spritzauftrag

Airlessauftrag

Spritzwinkel: 50°
Düse: 0,021 - 0,023“
Druck: 150 - 180 bar
NESPRI:
Spritzwinkel: 20° - 30°
Düse: 0,017 - 0,019“
Druck: 150 - 180 bar

Auftragsverfahren

Streichen, rollen oder spritzen

Mindestverarbeitungstemperatur

Verarbeitungs- und Trocknungstemperatur für Umluft, Material und Untergrund:
Nicht unter + 5 °C, direkter Sonnenbestrahlung, Regen oder starkem Wind verarbeiten. Vorsicht bei Gefahr von Nachtfrost.

Abtönung

Im Werk abtönbar. Brillante, intensive Farbtöne, z.B. Gelb, Orange, Rot usw. weisen ein geringeres Deckvermögen auf. Es empfiehlt sich deshalb bei diesen Farbtönen einen vergleichbaren, deckenden, auf Weiß basierenden, pastelligen Farbton mit CarboSol Fassadenfarbe Nespri vorzustreichen. Evtl. kann ein zweiter Deckanstrich erforderlich sein.

Verdünnung

Mit reinem Wasser (max. 10 %) Im Nespri-TEC-Verfahren unverdünnt!

Verbrauch

Ca. 200 - 350 g/m² pro Anstrich, je nach Saugfähigkeit des Untergrundes.
Richtwerte ohne Gewähr, exakten Verbrauch durch Probefläche ermitteln.

Trocknung / Trockenzeit

Bei + 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit nach 4 Stunden oberflächentrocken und regenfest, nach 12 Stunden überstreichbar. Niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit verzögern die Trocknung.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser

Hinweise

Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten. Nicht geeignet für waagrechte Flächen mit Wasserbelastung. Für Anstriche auf Lack, PVC und Holz nicht geeignet. Carbosol Fassadenfarbe CoolProtect ist mit einem algiziden und fungiziden Filmschutz ausgerüstet. Dieser Filmschutz schützt das Material langanhaltend, zeitlich begrenzt vor einem Befall, dessen Wirksamkeitsdauer von Objektbedingungen, wie z. B. der Stärke des Befalls und der Feuchtebelastung abhängt. Deshalb ist ein dauerhaftes Verhindern von Algen- und Pilzbefall nicht möglich.

Um die speziellen Eigenschaften zu erhalten, darf das Produkt nicht mit anderen Produkten vermischt werden.

Abdeckmaßnahmen:
Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen insbesonders Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine und Metalle sind abzudecken. Farbspritzer sofort mit klarem Wasser abwaschen.

Farbtonunterschiede:
Durch stark unterschiedliche Alkalität, ungleiches Saugverhalten oder Verschiedenartigkeit des Untergrundes und dergleichen, kann es zu einer Fleckenbildung bzw. Farbtonunterschieden in der Beschichtung kommen.

Farbtonstabilität:
Durch Umwelteinflüsse, Zeit, Nutzung, UV- und Feuchteeinwirkungen, usw. können in der Beschichtungsoberfläche im Laufe der Zeit Farbtonveränderungen auftreten.

Schreibeffekt:
Bei dunklen Farbtönen kann eine mechanische Beanspruchung zu hellen Streifen (Füllstoffbruch) führen. Dies ist eine produktspezifische Eigenschaft aller matten Fassadenfarben, die Qualität der Beschichtung wird dadurch nicht beeinflusst.

Ausbesserungen:
Abzeichnungen von Ausbesserungen in der Fläche hängen von vielen Faktoren ab und sind daher selbst bei Verwendung der Originalbeschichtung unvermeidbar. Nur intakte WDVS können mit anstrichtechnischen Mitteln überarbeitet werden. Nicht intakte Flächen sind nach ÖNORM B 6410 (Anhang C) zu sanieren. Auf WDVS mit EPS-Dämmung dürfen keine lösemittelhaltigen Grundbeschichtungsstoffe eingesetzt werden.

Netzmittelläufer:
Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung in Form von gelblich/transparenten, leicht glänzenden und klebrigen Ablaufspuren, entstehen. Diese Hilfsstoffe sind wasserlöslich und werden mit ausreichend Wasser z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regenfällen selbstständig entfernt.

Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachhaltig beeinflusst. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung ist auszuführen. Bei Ausführung der Beschichtung unter geeigneten klimatischen Bedingungen treten diese Ablaufspuren nicht auf.

TSR-Wert:
Bei WDVS ist ein TSR-Wert von ≥ 25 %, bei Porenbeton-Wandelementen mit intakter Porenbetonbeschichtung ≥ 30 % und bei allen anderen hochdämmenden Materialien die Angabe (HBW/TSR) des jeweiligen Herstellers einzuhalten.

Besondere Hinweise

Bei Flächen, an welchen höhere Temperaturen zu erwarten sind, z. B. Staulagen, Spiegelflächen, Emissionsflächen, empfehlen wir den Einsatz des WDV-Systems Dark-Side. Nähere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem zuständigen Synthesa/Capatect Außendienst oder unter www.synthesa.at. An dieser Stelle soll grundsätzlich auf den Umstand hingewiesen werden, dass aus technischer Sicht bei Farbtönen mit einem HBW < 25 die Lösung Dark-Side vorzuziehen ist.

Untergrundvorbereitung

Die Untergründe müssen fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. ÖNORM B 3430, Teil 1 beachten.

Konstruktive Maßnahmen:
Vorspringende Bauteile, wie Gesimse, Fensterbänke, Mauerkronen, etc. müssen fachgerecht abgedeckt werden, um eine Schmutzfahnenbildung oder stärkere Wanddurchfeuchtung zu vermeiden.

Aufsteigende Feuchtigkeit:
Durch aufsteigende Feuchtigkeit werden Anstriche frühzeitig zerstört. Ein dauerhafter Erfolg wird nur durch das Aufbringen einer Horizontal-Isolierung erreicht. Eine gute und lange andauernde Lösung bietet der Einsatz des Capatect Sanierputz- Systems. Besonders bei älteren Bauwerken wirkt sich das Anlegen von Trocken- bzw. Ausdunstungszonen durch das Einfüllen einer Filterkiesschicht zwischen Sockel und Erdreich vorteilhaft aus.

Algen und Pilzbefall:
Bei Vorliegen von Algen- oder Pilzbefall sind die Flächen zunächst durch Nassstrahlen oder Hochdruckreinigen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften zu reinigen. Die Flächen danach mit Capatox satt tränkend einstreichen und trocknen lassen. WICHTIG! Nicht abwaschen.

Putzausbesserungen:
Beim Ausbessern geöffneter Risse und beschädigter Putzflächen ist darauf zu achten, dass der Ausbesserungsmörtel der Festigkeit und der Struktur des vorliegenden Putzes entspricht. Die Putzausbesserungen müssen vor dem Anstrich weitgehendst abgebunden und ausgetrocknet sein. Zum Neutralisieren - Ausbesserungen mit Histolith Fluat fluatieren. Kleinere Fehlstellen können mit Synthesa- oder Silitol-Fassadenspachtel ausgeglichen werden.

Flächen mit Salzausblühungen:
Beim Beschichten von Flächen mit Salzausblühungen kann für die dauerhafte Haltbarkeit der Beschichtung bzw. die Unterbindung von Salzausblühungen keine Gewähr übernommen werden.

Geeignete Untergründe

Neue Wärmedämm-Verbundsysteme auf Basis EPS-Dämmstoff:
Zum Verkleben der Dalmatiner Premium Dämmplatte eignet sich sowohl der Capatect Top-Fix-Kleber als auch die Capatect Klebe- und Spachtelmasse 190. Der armierte Unterputz ist in einer Schichtdicke von 5 mm mit Capatect Minera Carbon auszuführen. Nach der entsprechenden Grundierung mittels Capatect Putzgrund ist als Oberputz CarboPor Reibputz im Farbton weiß auszuführen. Dann erfolgt die zweimalige Beschichtung mit CarboSol Fassadenfarbe CoolProtect im gewünschten Farbton.

Bestehende, intakte Wärmedämm-Verbundsysteme auf Basis EPS-Dämmstoff mit Oberflächen aus Kunstharz-, Siliconharz-, Silikat-, Kalk-Zementputz (PII)/Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 998-1 mit mind. 1,5 N/mm²:
WDV-Systeme müssen entsprechend den gültigen Verarbeitungsrichtlinien fachgerecht hergestellt sein und eine funktionsfähige Armierungsschichtdicke von ≥ 5 mm aufweisen. Das Armierungsgewebe muss im oberen Drittel der Armierungsschicht eingebettet liegen. Anschlüsse müssen schlagregensicher und die vorhandene Putzoberfläche intakt und tragfähig sein. Systeme, die diese Mindestanforderungen nicht erfüllen, sind vorab fachgerecht instandzusetzen. Altputze mit geeigneter Methode nass reinigen. Bei Reinigung mit Druckwasserstrahlen mit einer max. Temperatur von 60 °C und einem Druck von max. 60 bar. Nach der Reinigung ausreichende Trockenzeit einhalten.

Neue Kalk-, Kalkzement- und Zementputze der Mörtelgruppe PII:
Neuputze sollen an der Oberfläche trocken und weitgehendst abgebunden sein. Wischende bzw. mehlende Oberflächen und eventuelle Sinterhaut sind zu entfernen, grundieren mit CarboSol Grund unverdünnt.

Alte feste Kalk-, Kalkzement- und Zementputze der Mörtelgruppe PII:
Stark verschmutzte Untergründe durch kräftiges Abbürsten oder Heißdampfstrahlen gründlich reinigen. Grundieren mit Carbosol Grund unverdünnt.

An der Oberfläche sandende Putze:
Trocken abbürsten und die gesamte Fläche mit CarboSol Grund unverdünnt grundieren.

Alte mineralische Anstriche:
Festhaftende, nicht verwitterte Altanstriche trocken oder nass reinigen. Verwitterte mineralische Anstriche entfernen, mit CarboSol Grund unverdünnt grundieren.

Alte Dispersionsfarben und -putze:
Bei festhaftenden bzw. nicht kreidenden Dispersionsfarben und -putzen ist zu beachten, dass die Haftung von CarboSol Fassadenfarbe Nespri gut ist, jedoch die gewünschte Wasserdampfdurchlässigkeit wegen der vorhandenen Altbeschichtung nicht in dem Maße gegeben ist. Schlecht haftende Dispersionsfarben und -putze müssen durch Abbeizen und Dampfstrahlen entfernt werden.

Porenbeton mit tragfähiger Altbeschichtung:
Intakte Flächen reinigen. Ein Grundanstrich mit Primalon Universal Haftgrund. Bei nicht intakten Porenbetonbeschichtungen verweisen wir auf die Technische Information von Primalon Synthofein.
 

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/c) 40 g/l. Dieses Produkt enthält <1 g/l VOC.

Hinweise zum sicheren Umgang

Dieses Produkt ist keine gefährliche Zubereitung im Sinne des Chemikaliengesetzes und daher nicht kennzeichnungspflichtig. Bitte beachten Sie dennoch die beim Umgang mit chemischen Produkten üblichen Vorsichts- und Hygienemaßnahmen. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Enthält 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1). Kann allergische Reaktionenhervorrufen. Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.

Entsorgung

Sonderabfallverbrennung oder Problemstoffsammelstellen. Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Nicht in die Kanalisation, ins Erdreich oder in Gewässer gelangen lassen. Ungereinigte Verpackung wie Produkt entsorgen.

Abfallschlüsselnummer

57 303 (gemäß ÖNORM S 2100)

EWC/EAK

08 01 12

Wassergefährdungsklasse

WGK 2, deutlich wassergefährdend