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Capadecor ArteTwin

PGS 50 33 71

Acrylat-Dispersionsbasierende Spachtelmasse mit weißen Partikeln zur dekorativen Innenwandgestaltung mit zwei Werkstoffen auf einer Kelle. Abtönbar und verarbeitungsfertig eingestellt.
Dichte: ca. 1,00 g/cm³

Verbrauch:
Je nach Ausführung und Arbeitsgang 200-500 ml/m² ArteTwin Basic.

Achtung:
Grundsätzlich sollte der exakte Verbrauch durch eine Probebeschichtung vor Ort ermittelt werden.

  • Color Express
  • E.L.F.
3D Palazzo 140 Silber & Gold
3D Granit 35 + Silber
3D Ginster 95 + Silber
Art.-Nr.: Farbton / Preisgruppe: Packung:
75190005 Weiß 5 l
75190010 10 l
75200005 Preisgruppe S, HBW 50 - 100 5 l
75200010 10 l
75210005 Preisgruppe A, HBW 26 - 49 5 l
75210010 10 l
75220005 Preisgruppe B, HBW 0 - 25 5 l
75220010 10 l
Abtönbar nach ausgewählten Farbtönen des 3D-Systems.

Verwendungszweck / Eigenschaften

ArteTwin ist eine attraktive, mehrfarbige Spachteltechnik für natürlich-elegante Innenwand-Oberflächen. ArteTwin-Technik besteht aus speziell entwickelten Komponenten, die individuell kombiniert werden können. Durch variablen Einsatz der Werkstoffe und der verschiedenen Arbeitstechniken entstehen optisch zurückhaltende bis effektvolle Oberflächen.

Besonderheit:
Mittels einer speziell entwickelten Kelle werden mindestens zwei Farbtöne aufgetragen (Twin-Technik). Bestandteil von ArteTwin Basic sind hellpigmentierte Teilchen, die sich nicht mit anderen Farbpigmenten vermischen und eine einzigartige Optik erzeugen. Bei der Verarbeitung werden die Partikel frei gelegt und es entstehen natürliche Verarbeitungsstrukturen, die zu dieser Technik gehören. Capadecor ArteTwin ist patentrechtlich geschützt.

Eigenschaften

  • Wasserverdünnbar
  • Verarbeitungsfertig
  • Umweltschonend, geruchsarm
  • Tönbar über ColorExpress
  • Reinigungsfähig

Bindemittelbasis / Wirkstoffe

Acrylat-Dispersion

Farbtöne

Weiß deckend mit weißen Partikeln, über Color Express in ca. 300 Farbtönen (in Anlehnung an das Caparol 3D-System) nach ColorExpress-Kollektion "CD-ArteTwin" abtönbar.

Gestaltungshinweis:
Die Anteile der Werkstoffe und die Werkstoffe selbst können nach gewünschter Optik und gestalterischem Ziel beliebig variiert werden.

Um unruhig wirkende Oberflächen zu vermeiden, sollten die Basisfarbtöne Ton-in-Ton ausgewählt werden oder in ihrer Helligkeit übereinstimmen.

Glanzgrad

Stumpfmatt

Lagerung

Kühl, aber frostfrei.
Angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.

Verpackung / Gebindegrößen

 5 l, 10 l

Beschichtungsaufbau

Erste Arbeitsphase:
Nach Untergrundvorbereitung erfolgt ein Grundanstrich mit Primador oder Indeko-Plus. Um Rollstrukturen zu vermeiden,
muss die Fläche nachgebürstet werden.

Zweite Arbeitsphase:
Werkstoffe nebeneinander auf der ArteTwin Spezialkelle anordnen.

Vollflächige Grundspachtelung mit ArteTwin Basic im
gewünschten Farbton.

Anschließend werden die Flecken zu einer homogenen Oberfläche ineinander verzogen. Beim Spachteln ist darauf zu achten, dass keine Kratzgeräusche zu hören sind und die Kelle sanft über die Oberfläche gleiten kann!


Dritte Arbeitsphase:

ArteTwin Basic + ArteTwin Basic oder ArteTwin Basic + ArteTwin Effect wie in der zweiten Arbeitsphase in kleinen Mengen auf die ArteTwin Kelle nebeneinander legen, "satt" aufflecken und anschließend zu einer homogenen Fläche ineinander ziehen. Der Richtungswechsel bei der Kellenführung beeinflusst hierbei das Gesamtbild der Oberflächenoptik.

Nach Trocknung der Spachtelschicht kann ArteTwin Effect Gold oder Silber ganzflächig aufgespachtelt werden.

Auftragsverfahren

Mono Technik:

Die ArteTwin Mono Technik ist hervorragend für Einsteiger in die ArteTwin Welt geeignet. Die Technik besteht aus zwei wesentlichen Arbeitsgängen, die jedoch einfach ausgeführt werden können. Die Oberflächen sind leicht reproduzierbar und der Verarbeiter kann steuern, wie die fertige Fläche aussieht.

Erste Arbeitsphase
In der ersten Arbeitsphase wird der vorbereitete Untergrund deckend mit Primador oder Indeko-plus gestrichen. Um Rollstrukturen zu vermeiden, muss die Fläche zwingend mit der Bürste nachgearbeitet werden. Andere Beschichtungsstoffe sind ungeeignet.

Zweite Arbeitsphase
Die zweite Arbeitsphase besteht darin, dass ArteTwin Basic im gewünschten Farbton der Endbeschichtung vollflächig aufgezogen wird. Für schwer zugängliche Bereiche wie z. B. Innenecken sollten geeignete Werkzeuge (weiche Pinsel) benutzt werden. Für optische Highlights kann in die noch nasse Fläche mit einem zweiten Farbton oder mit CapaGold bzw. CapaSilber eingefleckt werden. Einfach ein paar kleine Kleckse auf der Fläche verteilen und anschließend mit der ArteTwin Kelle etwas in die noch nasse Fläche einarbeiten. 

Nach einer Ablüftzeit von 15 - 30 Minuten (je nach Temperatur und Luftfeuchte) kann mit der ArteTwin Kelle die Oberfläche nochmals leicht nachgezogen werden, um die effekttypischen weißen Pigmentteilchen zum Vorschein zu bringen. So entsteht die einzigartige Optik der ArteTwin Technik. Für schwer zugängliche Bereiche, wie z. B. Innenecken sollten geeignete Werkzeuge (weiche Pinsel) benutzt werden.

Twin Technik:

Die ArteTwin Spachteltechnik basiert in ihrer Idee grundsätzlich auf der Verwendung zweier Farbtöne in einem Spachtelgang (Twintechnik). Arte Twin Basic ist verarbeitungsfertig eingestellt und wird mit der ArteTwin Spezialkelle aufgespachtelt. Je nach gewünschter Optik können die Farbtöne gleichzeitig oder durch Überarbeitung nach der Trocknung der ersten Spachtelschicht beliebig kombiniert und eingearbeitet werden. Die Verarbeitung von ArteTwin erfolgt in mindestens 3 Arbeitsphasen.

Erste Arbeitsphase
In der ersten Arbeitsphase wird der vorbereitete Untergrund deckend mit Primador oder Indeko-plus gestrichen. Um Rollstrukturen zu vermeiden, muss die Fläche zwingend mit der Bürste nachgearbeitet werden. Dieser Arbeitsgang ist für das Gelingen der ArteTwin Technik entscheidend, andere Beschichtungsstoffe sind ungeeignet.

Zweite Arbeitsphase
Die zweite Arbeitsphase besteht darin, dass der komplette Untergrund vollflächig mit ArteTwin Basic im gewünschten Farbton der Endbeschichtung überzogen wird. Eine Zweifarbigkeit ist in diesem Arbeitsgang noch nicht zwingend erforderlich. Für schwer zugängliche Bereiche wie z. B. Innenecken sollten geeignete Werkzeuge (weiche Pinsel) benutzt werden.

Dritte Arbeitsphase
In der dritten Arbeitsphase kann ArteTwin in unterschiedlichen Farbtönen in einem Arbeitsgang aufgebracht werden. Hierzu können zwei unterschiedliche ArteTwin Basic Farbtöne auf der ArteTwin Kelle nebeneinander gelegt und mit wenig Druck auf die Wandfläche aufgefleckt werden. Das Aufflecken des Materials hat "satt" zu erfolgen, um ein Ineinanderziehen der Flecken zu einer homogenen Oberfläche zu ermöglichen. Nach einer Ablüftzeit von 15 - 30 Minuten (je nach Temperatur und Luftfeuchte) kann mit der ArteTwin Kelle die Oberfläche nochmals leicht nachgezogen werden, um die effekttypischen weißen Pigmentteilchen zum Vorschein zu bringen. So entsteht die einzigartige Optik der ArteTwin Technik. Für schwer zugängliche Bereiche wie z. B. Innenecken sollten geeignete Werkzeuge (weiche Pinsel) benutzt werden.

Mindestverarbeitungstemperatur

Verarbeitungs- und Trocknungstemperatur für Umluft, Material und Untergrund:
Nicht unter + 5 °C verarbeiten.

Verbrauch

Einfarbige Ausführung:

ArteTwinBasic: ca. 500 ml/m²/pro Arbeitsgang

Hinweis: Bei einfarbiger Ausführung kann ein Arbeitsgang mit ca. 500 ml/m² ausreichen. Bei Bedarf kann ein zweiter Arbeitsgang ausgeführt werden.

Zweifarbige Ausführung:

1. Arbeitsgang (wird einfarbig ausgeführt): ca. 500 ml/m² ArteTwin Basic
2. Arbeitsgang: ca. 200 - 250 ml/m²/pro Farbton ArteTwinBasic

Exakten Verbrauch unbedingt durch Probebeschichtung vor Ort ermitteln.

Trocknung / Trockenzeit

Bei + 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte nach 6 Stunden oberflächentrocken. Bei mehrlagiger Arbeitstechnik Trockenzeiten bis zu 12 Stunden zwischen den einzelnen Beschichtungen einhalten.

Werkzeuge

ArteTwin Kelle:
Kunststoffkelle mit abgerundeten Ecken und austauschbarem Kellenblatt. Abgearbeitete Kellenblätter können einfach ausgetauscht werden. Bei der Verarbeitung der ArteTwin-Technik ausschließlich die ArteTwin Spezialkelle verwenden.

Werkzeugreinigung

Nach Gebrauch mit Wasser evtl. unter Zunahme von Spülmittel.

Hinweise

Je nach Auftragsmenge und Arbeitstechnik können stark bis weniger stark sichtbare Verarbeitungsstrukturen entstehen. Völlig glatte Oberflächen könnten mit ArteTwin nicht erzielt werden. Um Oberflächenglätte sowie höhere Reinigungsfähigkeit zu erreichen, kann ArteTwin zusätzlich mit Deco-Lasur überarbeitet werden. Hierzu wird Deco-Lasur mit der ArteTwin Spezialkelle unverdünnt aufgespachtelt.

Untergrundvorbereitung

Hinweis:
Raue und ungleichmäßig strukturierte Untergründe müssen mit Synthesa SynthoMur oder Synthesa Hand-
und Rollspachtel Easy geglättet werden. Alkalische Untergründe sind nicht zur Beschichtung mit ArteTwin geeignet. Hier sollten zuvor geeignete Maßnahmen getroffen werden.

Putze der Mörtelgruppen PII und PIII:
Feste, normal saugende Putze mit Primalon Universal Haftgrund vorbehandeln. Auf leicht sandenden, saugenden Putzen ein Grundanstrich mit Security Primer Roll-On oder Primalon Tiefgrund LF. Auf stärker sandenden Putzen ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB.

Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppe PIV:
Gipsputze mit Sinterhaut schleifen, entstauben, Grundanstrich mit Primalon Universal Haftgrund.

Gipsbauplatten:
Spachtelgrate abschleifen. Weiche und geschliffene Gipsspachtelstellen mit Security Primer Roll-On oder Primalon Tiefgrund LF festigen. Bei stärkerem Saugverhalten ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB. Auf normal saugenden Flächen ein Grundanstrich mit Primalon Universal Haftgrund.

Gipskartonplatten:
Spachtelgrate abschleifen. Weiche und geschliffene Gipsspachtelstellen mit Security Primer Roll-On oder Primalon Tiefgrund LF festigen. Bei stärkerem Saugverhalten ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB. Auf normal saugenden Flächen ein Grundanstrich mit Primalon Universal Haftgrund. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen ein Grundanstrich mit Primalon Filtergrund fein. BFS-Merkblatt Nr. 12, Teil 2 beachten.

Beton:
Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen. Bei starkem Saugverhalten ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB. Auf normal saugenden Flächen ein Grundanstrich mit Primalon Universal Haftgrund.

Tragfähige Beschichtungen:
Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt mit Primador oder Indeko-plus zwischenbeschichten. Glänzende Oberflächen und Lackbeschichtungen anrauen, ein Grundanstrich mit Primalon Universal Haftgrund.

Nicht tragfähige Beschichtungen:
Nicht tragfähige Lack- und Dispersionsfarben oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf grob porösen, sandenden bzw. saugenden Flächen ein Grundanstrich mit Security Primer Roll-On oder Primalon Tiefgrund LF. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben. Ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB.

Leimfarbenanstriche:
Grundrein abwaschen. Ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB.

Raufaser-, Relief- oder Prägetapeten aus Papier, nicht festhaftende Tapeten:
Restlos entfernen. Kleister und Makulaturreste abwaschen. Ein Grundanstrich mit Primalon Tiefgrund TB.

Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Ruß- oder Fettflecken:
Nikotinverschmutzungen sowie Ruß- oder Fettflecken mit Wasser, unter Zusatz fettlösender Haushaltsreinigungsmittel abwaschen und gut trocknen lassen. Abgetrocknete Wasserflecken trocken durch Abbürsten reinigen. Ein isolierender Grundanstrich mit Primalon Filtergrund fein.

Fehlstellen:
Nach entsprechender Vorarbeit mit Synthesa SynthoMur nach Verarbeitungsvorschrift ausbessern und gegebenenfalls nachgrundieren.

Beachten:
Bei Anwendung von Primalon Tiefgrund TB im Innenbereich kann ein typischer Lösemittelgeruch auftreten. Deshalb für gute Belüftung sorgen.

Geeignete Untergründe

Untergründe der Mörtelgruppe PII, PIII, Fertigputze der Mörtelgruppe PIV sowie Gipsbauplatten, Gipskartonplatten und Beton.

Qualitätsanforderungen an den Untergrund: Gipsputz und Gipsbauplatten Qualitätsstufe Q3.

Andere Untergründe sollten poren- und lunkerfrei und in Anlehnung an die vorhin genannte Qualitätsstufe Q3 ausgeführt werden.

Die Untergründe müssen trocken, sauber, tragfähig und frei von Verschmutzungen sowie trennenden Substanzen sein. ÖNORM B 3430, Teil 1 beachten. 

Ergänzungsprodukte / Systemkomponenten

  • Primador oder Indeko-plus
     

Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on 4,5-Dichlor-2-octyl-2H-isothiazol-3-on Reaktionsmasse aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on (3:1)

EWC/EAK

08 01 12

Wassergefährdungsklasse

WGK 1, schwach wassergefährdend