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Capaver® AkkordVlies G130/190VB

PGS 50 33 02

Weiß vorbeschichtetes (VB) Sanier-Glasvlies für den Innenbereich aus natürlichen Rohstoffen zur Überbrückung von Schwund- und Trocknungsrissen.

  • Neues Produkt
Art.-Nr.: Typ: Rolle:
020630001 G130 VB 50 lfm
020650001 G190 VB 25 lfm

Verwendungszweck / Eigenschaften

Durch die Variation von Design, Type, Farbton, Glanzgrad und Technik der Beschichtung können mit Capaver Vliesen hochattraktive, wertvolle und individuelle Wandoberflächen erzielt werden. Bei Änderungswunsch von optischem Erscheinungsbild oder neuen Nutzungsanforderungen an Oberflächen, können diese einfach, schnell und wirtschaftlich durch bedarfsgerechte Beschichtung realisiert werden.

Eigenschaften

  • Bei Renovierung direkt überarbeitbar
  • Nicht quellbar, verrottungsfest, dimensionsstabil
  • Rissüberbrückend
  • Umweltfreundliche Appretur
  • Hohe Nassbeständigkeit
  • Brandverhalten nach DIN 4102 je nach Beschichtung A2 oder B1

Vorbeschichtete Glasvliese (VB) sind beidseitig weiß vorbeschichtet und benötigen bei der Verwendung von matten/seidenmatten Anstrichen sowie weißen oder hellen Farbtönen in der Regel nur eine Schlussbeschichtung.

Bindemittelbasis / Wirkstoffe

Capaver Glasvliese sind aus speziell entwickelten rein mineralischen Glasfasern hergestellt.
 

Lieferbare Typen

Bezeichnung Vliesstruktur Gewicht pro m² Rollenmaß
AkkordVlies G130 VB fein-mittel ca. 130 g 50 x ca. 1 m
AkkordVlies G190 VB fein-mittel ca. 190 g 25 x ca. 1 m

Technische Daten

  • Flächengewicht: Siehe Tabelle "Lieferbare Typen"

Lagerung

Capaver Wandbeläge trocken lagern.

Hinweis

Capaver Glasvliese sind aus Glasfasern mit einem Durchmesser > 5 μm hergestellt und dadurch nicht lungengängig. Trotz höchster Einbindung der Glasfasern können diese durch Zuschneiden der Vliese in sehr begrenztem Umfang freigesetzt werden und bei hautsensiblen Personen Juckreiz hervorrufen, der nach Beendigung der Klebearbeiten abklingt. Grundsätzlich werden nach der Beschichtung keine Glasfasern mehr freigesetzt.

Baudynamische Risse können mit Capaver AkkordVlies G130 VB und G190 VB nicht beseitigt werden.

Verpackung / Gebindegrößen

Siehe Tabelle "Lieferbare Typen" - Liefereinheit: Einzelkarton

Beschichtungsaufbau

Zwischenbeschichtung:
Die Zwischenbeschichtung bildet die Basis für eine einwandfreie Schlussbeschichtung.

Nach Trocknung des Wandbelages wird die Zwischenbeschichtung passend zur Schlussbeschichtung ausgeführt. Bei hellen getönten, stumpfmatten Anstrichen kann bei AkkordVlies G 130/190 VB die Zwischenbeschichtung in den meisten Fällen entfallen. Dies ist anhand einer Musterfläche zu prüfen.

Schlussbeschichtung:
Die Auswahl der geeigneten Schlussbeschichtung richtet sich nach dem geforderten Beanspruchungs- und Glanzgrad. Beschichtungen grundsätzlich nass in nass ausführen. Dies gilt auch für Beschneidebereiche.

Prüfzeugnisse und Gutachten

  • Schwerentflammbarkeit nach DIN 4102, B1
  • Nichtbrennbarkeit nach DIN 4102, A2
  • Dekontaminierbarkeit im Verbund mit Disbopox 447 E.MI Wasserepoxid
Übersicht der Brennbarkeitsklassen in Verbindung mit Capaver Akkordvlies G 130/190 VB
Beschichtung
Brennbarkeitsklasse
Indeko-plus A2
Amphibolin E.L.F. A2
Premium Clean B1
Disbopox 447 E.MI Wasserepoxid B1

Auftragsverfahren

Kleber:

Rollenauftrag:

  • CapaColl VK bzw. GK gleichmäßig mit einer 18 mm Flor-Rolle auftragen und je nach örtlichen Temperaturverhältnissen 1 - 2 Bahnen vorlegen.
  • Achtung! Achten Sie besonders darauf, dass der Kleber möglichst gleichmäßig verteilt ist, da Anhäufungen von Kleber unter dem Gewebe das abschließende Oberflächenbild negativ beeinflussen können.

Spritzverarbeitung:

  • Das Spritzverfahren eignet sich nur beim Einsatz von mindestens 3 Personen.
  • CapaColl VK kann direkt mit Airlessgerät auf die Wand gebracht werden.
  • CapaColl GK sollte hierzu je nach örtlicher Gegebenheit mit 20 % Wasser verdünnt werden.
  • Wichtig! Beim Spritzverfahren ist besonders auf den empfohlenen Materialverbrauch und die gleichmäßige Verteilung zu achten, so dass nicht zu viel Kleber auf den Untergrund gebracht wird.

Einbettung/Verklebung von Glasgeweben und Vliesen:

  • Achten Sie darauf, dass die Rückseitenmarkierung soweit vorhanden beim Verkleben zur Wand hin zeigt. Zur Vermeidung von Strukturunterschieden niemals gestürzt oder seitenverkehrt verkleben.
  • Für die Vliese empfehlen wir eine Stoßverklebung, wobei alle Glasvliese auch im Doppelnahtschnitt verarbeitet werden können.
  • Achtung! Die Bahnen müssen im Nahtbereich dicht gestoßen sein. Dies darf aber nicht dazu führen, dass es im Stoßbereich zu einer Aufwölbung und damit einem schlechten Nahtbild kommt.
  • Die verklebten Bahnen werden dann mit einem Tapezierspachtel oder einer Andrückwalze unter ausreichendem Druck vollflächig und blasenfrei an den Untergrund angedrückt. Überstände werden unter Fixierung der Kanten mit dem Tapezierspachtel abgeschnitten.
  • Tipp! Bei der Verklebung um Außenecken ist darauf zu achten, dass die Bahn mindestens 10 cm um diese Ecke herumgeführt wird. Die Ausbildung von Außenecken kann durch den Einsatz von speziellen Kunststoff-Eckprofilen, die den Schlagschutz entscheidend verbessern, erheblich erleichtert werden (z.B. handelsübliche Profile von HoBus, DLW, Protector, etc.). Die Verklebung erfolgt mit Montageklebern, die die Korrigierbarkeit gewährleisten. Die entstandenen Höhenunterschiede sollten mit Dispersionsspachtelmasse (gipshaltige Spachtelmassen sind nicht geeignet) ausgeglichen werden. Kunststoffprofile und Spachtelstellen grundsätzlich mit Primalon Universal-Haftgrund nachgrundieren.

Mindestverarbeitungstemperatur

Verarbeitungstemperatur für Umluft, Material und Untergrund:
Nicht unter + 5 °C verarbeiten.

Trocknung / Trockenzeit

Verklebte Bahnen vor Beschichtung durchtrocknen lassen.

Hinweise

Capaver Wandbeläge werden stets vor Verlassen des Werks sorgfältig geprüft. Vereinzelte produktionsbedingte Fehler können vorkommen. Diese sind an den Schnittkanten gekennzeichnet und durch entsprechende Zugaben ausgeglichen. Solche Fehler berechtigen nicht zu einer Reklamation. Grundsätzlich ist während des Zuschneidens der Bahnen auf Fehlerfreiheit des Wandbelages zu achten.

Beanstandungen nach erfolgter Verklebung von mehr als 10 Bahnen können nicht anerkannt werden.

Grundsätzlich soll die gekennzeichnete Innenseite einer Rolle zur Wand hin geklebt werden. Die spätere Sichtseite ist auf der Rolle nach außen gewickelt. Zur Vermeidung von Strukturunterschieden niemals auf einer Fläche gestürzt oder seitenverkehrt verkleben. Im Falle von möglichen Reklamationen müssen die Chargen-/Kontrollnummer und Artikelnummer/-bezeichnung bereitgehalten werden.

Untergrundvorbereitung

Die Untergründe müssen fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. ÖNORM B 3430, Teil 1 beachten. Gipskartonplatten müssen vorher tiefengrundiert werden.

Geeignete Untergründe

Innenflächen aus mineralischen Putzen der Mörtelgruppe PI, PII und PIII, Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppe PIV, Gipskarton, Gipsbauplatten, Betonflächen.

Ergänzungsprodukte / Systemkomponenten

  • Capaver CapaColl VK
  • Capaver CapaColl GK