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DisboFLOOR® 374 AS 2K-PU-Verlaufsbeschichtung

Emissionsminimierte, ableitfähige, zähharte und pigmentierte 2K-Polyurethan-Verlaufsbeschichtung. Nahezu geruchsfrei während der Verarbeitung.

  • AgBB - Konform
2K-Polyurethan-Verlaufsbeschichtung, pigmentiert
Verlaufsbeschichtung: 1,8 bis max. 2,0 kg/m² Mischungsverhältnis: 82 Gew.-T. Teil A, 18 Gew.-T. Teil B
Art.-Nr.: Farbton: Packung:
989882 RAL 7032 (kieselgrau) 30 kg
1000354 Sonderton **) 30 kg

Bindemittelbasis / Wirkstoffe

Leitfähiges 2K-Polyurethan

Verwendungszweck

Für mineralische Boden- und Hartasphaltflächen - innen -, auf denen Erdableitwiderstände RE kleiner 106 Ohm gem. DIN EN 61 340-4-1 bzw. DIN EN 1081 vorgeschrieben sind.

Eigenschaften

  • Emissionsminimiert, schadstoffgeprüft
  • Zähhart
  • Mechanisch hoch belastbar
  • Lackverträglich
  • Rissüberbrückend

Geprüft nach den AgBB-Prüfkriterien für VOC-Emissionen aus innenraumrelevanten Bauprodukten. Das Bewertungsschema des AgBB (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten) wurde von den Umwelt- und Gesundheitsbehörden für die Verwendung von Baumaterialien in sensiblen Bereichen, wie z.B. Aufenthaltsräumen, abgeleitet.

Farbtöne

Kieselgrau (ca. RAL 7032)

Sonderfarbtöne auf Anfrage.

Die auftretende Vergilbung in UV-belasteten Bereichen beeinträchtigt nicht die technischen Eigenschaften des Materials.

Farbtonveränderungen und Kreidungserscheinungen sind bei UV- und Witterungseinflüssen möglich. Organische Farbstoffe (z.B. in Kaffee, Rotwein oder Blättern) sowie verschiedene Chemikalien (z.B. Desinfektionsmittel, Säuren u.a.) können zu Farbtonveränderungen führen. Durch schleifende Beanspruchung kann die Oberfläche verkratzen. Die Funktionsfähigkeit wird dadurch nicht beeinflusst.

Hinweis: Die in der Beschichtung enthaltenen schwarzen Kohlenstofffasern beeinflussen den Farbton des Materials. Besonders bei hellen und intensiven Farbtönen sind sie optisch wahrnehmbar.

Technische Daten

  • Erdableitwiderstand: < 106 Ohm gemäß DIN EN 61340-4-1 bzw. DIN EN 1081
  • Rissüberbrückung in Anlehnung an DIN EN 1062-7: ca. 750 µm (bei 1500 g/m²)
  • Dichte:ca. 1,55 g/cm³
  • Trockenschichtdicke:ca. 64 µm/100 g/m²
  • Abrieb nach Taber (CS 10/1000 U/1000 g):65 mg/30 cm²
  • Shore-Härte (A/D):ca. D 63
  • Reißdehnung: ca. 40 % (bei 1 mm Schichtdicke)

Verpackung / Gebindegrößen

30 kg Gebinde (Komp. A: 24,6 kg Blechhobbock, Komp. B: 5,4 kg Blecheimer)

Lagerung

Kühl, trocken, frostfrei.
Originalverschlossenes Gebinde mindestens 9 Monate lagerstabil. Bei tieferen Temperaturen den Werkstoff vor der Verarbeitung bei ca. 20 °C lagern.

Mischungsverhältnis

Komp. A : Komp. B = 82 : 18 Gew.-Teile

Glanzgrad

Glänzend

VOC

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt dieses Produktes (Kat. A/j): 500 g/l (2010).
Dieses Produkt enthält max. <10 g/l VOC.

Chemisch

Chemikalienbeständigkeitstabelle in Anlehnung an DIN EN ISO 2812-3:2007 bei 20 °C
  7 Tage
Essigsäure, 5 %ig + (V)
Salzsäure 10 %ig +
Schwefelsäure ≤ 20 %ig + (V)
Zitronensäure 10 %ig + (V)
Ammoniak 25 %ig (Salmiakg.) +
Calciumhydroxid +
Kalilauge 50 %ig + (V)
Natronlauge 50 %ig + (V)
Milchsäure, 10 %ig + (V)
Biodiesel +
Schwefelsäure, 35 %ig + (V)
Essigsäure, 20 %ig + (V)
Dest. Wasser +
Kochsalzlösung, gesättigt +
Heiz- und Dieselkraftstoff +
Motorenöl +
Trafo-Kühlflüssigkeiten +
Zeichenerklärung: + = beständig, (V) = Verfärbung

Oberflächenvorbereitung

Der Untergrund ist durch geeignete mechanische Verfahren, wie z.B. Kugelstrahlen oder Diamantschleiftechnik, vorzubereiten. Nicht ausreichend tragfähige Schichten und Verschmutzungen müssen entfernt werden. Poren und Lunker sind zu öffnen, der Untergrund muss eine feinraue Struktur aufweisen.
Bei Hartasphaltestrich muss der Zuschlagstoff nach der Vorbereitung mind. zu 75 % sichtbar sein.

Materialzubereitung

Komp. A aufrühren, Komp. B der Grundmasse zugeben, mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbon entsteht. Material in ein anderes Gefäß umfüllen (umtopfen) und nochmals gründlich mischen (nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten).

Beschichtungsvorschlag

Grundierung
Mineralische Untergründe:
Porenfüllend mit DisboXID 2K-EP-Grundierung grundieren. Raue Untergründe zusätzlich mit einer Kratzspachtelung egalisieren. Detaillierte Informationen siehe jeweilige TI (DisboXID 460, 461, 462, 420)

Hartasphaltestriche:
Mit DisboPUR 374 porenfrei grundieren.
Raue, porige Asphaltuntergründe egalisieren mit einer zusätzlichen Kratzspachtelung aus DisboPUR 374: 1 Gew.-Teil, DisboADD 942 Quarzsandmischung (0,1-0,4 mm): 0,5 Gew.-Teile.

Hinweis: Die Grundierung/Kratzspachtelung wird nicht abgesandet, sondern muss innerhalb 24 Stunden bei 20 °C mit der Leitschicht beschichtet werden, bei längeren Wartezeiten ist ein Zwischenschliff erforderlich.

Verlegen der Erdungsanschlüsse
Auf die erhärtete Grundierung bzw. Kratzspachtelung DisboADD 973 Kupferband (Länge ca. 50 cm) an den Wandbereichen (siehe Abb.) - mit max. 20 m Abstand aufkleben. Es sind mindestens 2 Erdanschlüsse anzubringen. Hierfür die Leitkontaktpunkte aus dem DisboADD 975 Leitset verwenden. Flächen, die durch Fugen getrennt sind, müssen separat geerdet werden. Bei sehr großen zusammenhängenden Flächen ist der Abstand zwischen den Kupferbändern von maximal 20 m einzuhalten. Die Oberfläche des Kupferbandes muss mit einem mit DisboADD 419 Verdünner/ Reiniger befeuchteten Lappen gereinigt werden. Das Kupferband nach Abschluss der Beschichtungsarbeiten durch eine Elektrofachkraft an die Erdung anschließen lassen.

Grundriss Erdungsanschluss:

 

1. DisboADD 973 Kupferband
2. Kupferlitze, 4 mm², zum Anschluss an die Erdung (Ringleitung)

Leitfähige Zwischenbeschichtung
Auf die Grundierung die Leitschicht DisboPOX W 471 AS bzw. DisboPOX W 5022 WHG mit einer Walze auftragen. Nach Aushärtung, jedoch vor dem Auftrag der Schlussbeschichtung, muss eine Überprüfung der Ableitfähigkeit erfolgen. Der Erdableitwiderstand der Leitschicht darf nicht über 5 x 104 Ohm liegen.

Beschichtung
Leitfähige Verlaufsbeschichtung:
DisboFLOOR 374 AS auf die Bodenflächen gießen und mit einer Zahnrakel (ca. 4 mm Dreieckzahnung*) gleichmäßig verteilen. Nach ca. 10 Minuten zwingend mit der Stachelwalze entlüften, um die Kohlefasern auszurichten.

*Hierbei handelt es sich um eine Empfehlung. Die Zahngröße ist abhängig von der Verschleißfestigkeit der Rakel, Temperatur und Untergrundgegebenheiten.

Verarbeitungsbedingungen

Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 12 °C, max. 30 °C.
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 65 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur muss immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.

Verarbeitung

Geeignete Rakel (z.B. Hartgummi-Zahnrakel oder Metall-Dreieckzahnung), Stachelwalze

Wartezeiten

Die Wartezeit zwischen der Grundbeschichtung DisboXID 462 und der leitfähigen Zwischenschicht muss mindestens 12 Stunden, darf max. 24 Stunden betragen, bei einer Grundbeschichtung mit DisboPUR 374 mindestens 10 Stunden und max. 24 Stunden. Die gleichen Wartezeiten gelten für die Überarbeitung einer Kratzspachtelung. Zwischen der leitfähigen Zwischenschicht und der Deckbeschichtung soll die Wartezeit mindestens 16 Stunden betragen, maximal 48 Stunden. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Wartezeiten.

Schlusstrockenzeit

Das fertige Beschichtungssystem ist bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchte nach ca. 10 Stunden begehbar, nach 7 Tagen mechanisch belastbar. Niedrigere Temperaturen verlängern den Aushärtungsprozess. Während des Aushärtungsprozesses (ca. 16 Stunden bei 20 °C) aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderungen auftreten können.

Geeignete Untergründe

Beton und Zementestrich sowie starre EP-Beschichtungen.
Der Untergrund muss eben, trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein. Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muss im Mittel 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unterschreiten. Die Untergründe müssen ihre Ausgleichsfeuchte erreicht haben (Beton und Zementestrich: max. 4 CM-%)

Hartasphaltestrich, innen:
Hartasphaltestriche müssen der Härteklasse IC 10 oder IC 15 entsprechen und dürfen sich unter den gegebenen Temperaturbedingungen und mechanischen Belastungen nicht verformen.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit DisboADD 499 Verdünner/ Reiniger.

Topfzeit

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ca. 25 Minuten.
Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.

Gefahrenhinweise und Sicherheitsratschläge

Nur für gewerbliche Anwender.

Komponente A:
Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.

Komponente B:
Verursacht Hautreizungen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Verursacht schwere Augenreizung. Gesundheitsschädlich bei Einatmen. Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen. Kann die Atemwege reizen. Kann vermutlich Krebs erzeugen. Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition. Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen. Dampf/Aerosol nicht einatmen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. Enthält: 4,4’-Diphenylmethandiisocyanat, Isomere, Homologe und Mischungen; 4,4’Methylendiphenyldiisocyanat; o-(p-Isocyanatobenzyl)phenylisocyanat; 2,2’Methylendiphenyldiisocyanat.

Hinweise

Entsorgung:
Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen. Nicht ausgehärtete Produktrest und ungereinigte Verpackungen sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen. Abfall sollte nicht über Abwässer entsorgt werden.

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