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Disbon 385 PU-PremiumSchicht

PGS 50 54 31

Pigmentiertes, vergilbungsstabiles, weichelastisches und trittschalldämmendes PU-Bindemittel für mineralische Bodenflächen sowie Gussasphaltflächen im Innenbereich.

 

  • Neues Produkt
  • Avenarius_Agro_CE
  • Avenarius_Agro_Loesemittelfrei
Lösemittelfreie 2K-Polyurethanharzbeschichtung, emissionsminimiert
ca. 1,4 kg/m²/mm. Anzahl der Arbeitsgänge: 1 Mischungsverhältnis: 2,6 Gew.T. Teil A, 1 Gew.T. Teil B

Bindemittelbasis / Wirkstoffe

2K-Polyurethan, lösemittelfrei nach Deutscher Bauchemie.

Verwendungszweck

Für mineralische Bodenflächen mit mittlerer bis hoher, mechanischer Belastung wie zB. Aufenthaltsräume, Krankenhäuser, Kindergärten und -tagesstätten, Schulen usw.
Befahrbar mit luftbereiften Rädern.

Eigenschaften

  • emissionsminimiert
  • UV-beständig und vergilbungsstabil
  • gut chemikalienbeständig
  • elastisch
  • tritt- und gehschalldämmend
  • statisch rissüberbrückend

Farbtöne

ca. RAL 7032 Kieselgrau, ca. RAL 7035 Lichtgrau.
Sonderfarbtöne auf Anfrage.

Organische Farbstoffe (zB. in Kaffee, Rotwein oder Blättern) sowie verschiedene Chemikalien (zB. Desinfektionsmittel, Säure, u.a.) können zu Farbtonveränderungen führen. Schleifende Beanspruchungen können zum Verkratzen der Oberfläche führen. Die Funktionstauglichkeit wird dadurch nicht beeinflusst.

Gutachten

  • Rutschhemmung R 9
  • Rutschhemmung R 10
  • Geräuschabstrahlung
  • Emissionsverhalten
  • Brandverhalten Bfl-s1 

Verpackung / Gebindegrößen

30 kg Gebinde (Masse: 21,6 kg Blechhobbock, Härter: 8,4 kg Blecheimer)

Lagerung

Kühl, trocken, frostfrei.
Originalverschlossenes Gebinde mindestens 9 Monate lagerstabil. Bei tieferen Temperaturen den Werkstoff vor der Verarbeitung bei 20°C lagern.

Qualitätssicherung

Hochwertige Produkte bedürfen einer strengen Kontrolle von Rohstoffen und deren Verarbeitung. Hauseigene Chemiker stellen diese Qualität von Eingang bis Ausgang der Ware sicher. AvenariusAgro produziert nach dem TÜV-geprüften und zertifizierten Qualitätsmanagementsystem ISO 9001-2015 und wurde mit dem Responsible Care Zertifikat ausgezeichnet.

Verbrauch

Grundbeschichtung
Disboxid 420 E.MI Primer od. Disboxid 462 EP Grundier-und Mörtelharz
ca. 0,3 - 0,4 kg/m²
Kratzspachtelung ab Rautiefe 1,0 mm  
Disboxid 420 E.MI Primer od. Disboxid 462 EP-Grundier- und Mörtelharz
Disboxid 942 Mischquarz (FS 0,1 - 0,3 mm)
Disboxid 943 Einstreuquarz (FS 0,3 - 0,8 mm)
ca. 0,66 kg/mm/m²
ca. 0,5 kg/mm/m²
ca. 0,5 kg/mm/m²
Egalisierschicht  
Disboxid 420 E.MI Primer
Disboxid 942 Mischquarz (FS 0,1 - 0,3 mm)
ca. 0,8 kg/m²
ca. 0,8 kg/m²
Verlaufbeschichtung mit glatter Oberfläche  
ca. 2 - 3mm Schichtdicke (6 - 8 mm Dreieckszahnung)*  
Disbon 385 PU-PremiumSchicht ca. 2,4 - 3,6 kg/m²
Oberflächengestaltungen
 
Chipseinstreuung
Farbchips od. Disbon HS 8255 FastChips

ca. 30 g/m²
Versiegelung matt
Disbopur 458 PU-AquaSiegel od. Disbothan 893 PU-Mattsiegel

ca. 130 g/m²
Versiegelung matt, rutschhemmend
Disbopur 458 PU-AquaSiegel od. Disbothan 893 PU-Mattsiegel
Disbon 947 SlideStop Fine

ca. 130 g/m²
ca. 4 g/m²

*Hierbei handelt es sich um Empfehlungen. Die Zahngröße ist abhängig von der Verschleißfestigkeit der Rakel, Temperatur, Füllgrad und Untergrundgegebenheiten.
Der Verbrauch der Deckversiegelung auf abgestreuten Beschichtungen variiert bedingt durch Temperatureinflüsse, Applikationsart, Werkzeug, sowie verschiedener Abstreumaterialien. Exakte Verbrauchswerte sind daher durch Musterlegung am Objekt zu ermitteln.
 

Regelschichtdicke

Trocken: ca. 70 µm / 100 g/m²

Mischungsverhältnis

Grundmasse : Härter = 72 : 28 Gewichtsteile

Dichte

ca. 1,4 g/cm³

Glanzgrad

Glänzend.

VOC

Grenzwert dieses Produktes (Kat. A/j): 140 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 35 g/l VOC.

Abrieb nach Taber

(CS 10/1000 U/1000 g): 46 mg/30 cm²

Rissüberbrückung

gemäß DIN EN 1062, Teil 7: ca. 1 mm (bei 2,5 kg/m² Verbrauch).

Shore Härte D

ca. D 35

Chemisch

Chemikalienbeständigkeitstabelle in Anlehnung an DIN EN ISO 2812-3:2007 bei 20°C
  7 Tage
Prüfgruppe 5b: ein- und mehrwertige Alkohole (außer Methanol), Glykolether + / -
Prüfgruppe 9: wässrige Lösungen anorganischer Säuren (Carbonsäuren) bis 10 % sowie deren Salze (in wässriger Lösung) + (V)
Prüfgruppe 10: Mineralsäuren bis 20 % sowie deren Salze in wässriger Lösung (pH < 6), außer Flusssäure und oxidierend wirkende Säuren und deren Salze + (V)
Prüfgruppe 11: anorganische Laugen sowie alkalisch hydrolysierende, anorganische Salze in wässriger Lösung (pH <8), ausgenommen Ammoniaklösungen und oxidierend wirkende Lösungen von Salzen (zB. Hyochlorit) +
Ethanol 50 % + / -
Ammonik 25 % + (V)
Natronlauge 50 % +
Zitronensäure  10 % +
VE Wasser +
Kaffee + (V)
Cola + (V)
Rotwein + (V)
   
Zeichenerklärung: + = beständig, +/- = bedingt beständig, V = Verfärbung

Oberflächenvorbereitung

Der vorhandene, zementöse Untergrund wird durch staubarmes Strahlen mit festem Strahlgut (Kugelstrahlen) bei gleichzeitigem Absaugen vorbereitet. Der Grad des Abtrages minderfester Schichten ist abhängig vom Druck und von der Art und Menge des Strahlmittels. Schleifen ist nur bei örtlichen kleinen Flächen (Randbearbeitung) zulässig, ausgenommen ist die Vorbereitung durch Diamantschleiftechnik zur Entfernung minderfester Schichten.
Alte, starre 2K-Beschichtungen sind gründlich zu reinigen, anschließend anzuschleifen, bzw. matt zu strahlen (bis zum Weißbruch) so, dass keine Reststoffe, Pflegemittel oder Ähnliches mehr auf der zu beschichtenden Fläche vorhanden ist.
Ausbruch- und Fehlststellen im Untergrund mit den Disbocret Mörteln oder den Disboxid EP-Mörteln oberflächenbündig verfüllen.
Silikonhaltige Materialien dürfen vor und während der Beschichtungsmaßnahme in der Umgebung nicht verwendet werden, da diese zu Oberflächenstörungen führen kann.

Materialzubereitung

Grundmasse aufrühren und Härter zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich mischen.

Bei Bedarf kann Disbon 385 PU-PremiumSchicht mit max. 2 Gew.% Stellmittel T thixotropiert werden. Bei einem Gefälle von 2 % ist eine Zugabemenge von ca. 0,5 Gew.-% ausreichend. Verlauf und Oberflächenoptik kann durch Stellmittelzugabe beeinträchtigt werden.

Hinweis: Disbon 385 PU-PremiumSchicht ausschließlich mit Stellmittel T thixotropieren, da andere Stellmittel zu Aushärtestörungen führen können.

Beschichtungsvorschlag

Grundbeschichtung:
Zementöse Untergründe porenfüllend mit Disboxid 420 E.MI Primer oder Diosboxid 462 EP Grundier- und Möertelharz grundieren.
Angemischtes Material auf die Fläche gießen und flutend mit einer Gummirakel langsam im Gegenzug (Porenschluss) gleichmäßig verteilen. Zu Vermeidung von Glanzstellen das verteilte Material mit ener mittelflorigen Walze im Kreuzgang nacharbeiten. Bei stark saugenden Untergründen (Grundierharz schlägt weg, kein geschlossender Grundierfilm vorhanden), ist eine zweite Grundbeschichtung zum Porenschluss erforderlich.

Kratzspachtelung
Zur Egalisierung von Rautiefen > 1 mm  (gemessen nach dem Sandflächenverfahren ist eine Kratzspachtelung erforderlich.

Spachtelmasse herstellen aus:
Disboxid 420 E.MI Primer oder Disboxid 462 EP Grundier- und Mörtelharz, 1,0 Gew.-Teile
Füllstoff 0,1 - 0,3, 0,75 Gew.-Teile
Füllstoff 0,3 - 0,8, 0,75 Gew.-Teile

Spachtelmasse auf die zuvor grundierte (Grundbeschichtung) Fläche gießen. Das Material ist mit der Glättkelle (stehende Verarbeitung mit Flächenrakel aus Metall, max. 60 cm breit), scharf über die Fläche zu ziehen, um Unebenheiten auszugleichen.

Egalisierschicht
Für eine gleichmäßige, optische Gestaltung ist die Egalisation zwingend erforderlich. Das angemischte Material auf die grundierte Fläche gießen und mit einer Hartgummi-Zahnrakel (Dreieckzahnung 4 mm) ** gleichmäßig verteilen. Nach einer Wartezeit von ca. 10 Minuten mit einer Stachelwalze im Kreuzgang entlüften.
Verbrauch*:
Disboxid 420 E-MI Primer oder Disboxid 462 EP Grundier- und Mörtelharz: ca. 800 g/m²
Disboxid 942 Mischquarz (FS 0,1 - 0,3 mm) ca. 800 g/m².

Hinweis: Die Egalisierschicht wird nicht abgesandet!

Deckbeschichtung
Verlaufbeschichtung mit glatter Oberfläche
Disbon 385 PU-PremiumSchicht auf die Egalisierschicht innerhalb der Überarbeitungszeiten gießen und mit einer Hartgummi-Zahnrakel gleichmäßig verteilen. Werden die Überarbeitungszeiten der Egalisierschicht überschritten, so muss diese angeschliffen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Untergrund nicht freigelegt wird. Nach einer Wartezeit von ca. 10 Minuten die frische Verlaufbeschichtung mit der Stachelwalze im Kreuzgang entlüften.

Oberflächengestaltung:
Farbchip in die frische Beschichtung einstreuen und nach der Trocknung mit Disbopur 458 PU-AquaSiegel od. Disbothan 893 PU-Mattsiegel glatt, bzw. unter Beimischung von 3 Gew.-% Disbon 947 SlideStop Fine rutschhemmend versiegeln.
Alternativ können Disbon HS 8255 FastChips ohne zusätzliche Versiegelung eingesetzt werden.

Disbopur 458 PU-AquaSiegel nicht in Bereichen mit intensiver Stuhlrollenbelastung einsetzen. In mechanisch stark belasteten Bereich ggf. Schutzmatten verwenden.
 

Verarbeitungsbedingungen

Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 10°C, max. 30°C.
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur sollte immer mind. 3°C über der Taupunkttemeratur liegen.

Verarbeitungstemperatur

Bei 20°C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ca. 40 Minuten.
Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere velrängern die Topfzeit.

Applikation

Mit geeigneter Rakel (zB. Hartgummi-Zahnrakel).

Hinweis: Bei der Applikation mit einer Zahnrakel führt die gwählte Dreieckszahnung nicht automatisch zur Einhaltung der vorgegebenen Verbrauchswerte.

Wartezeiten

Die Wartezeiten zwischen den Arbeitsgängen (Grundbeschichtung bzw. Kratzspachtelung) zu Disbon 385 PU-PremiumSchicht sollten bei 20°C mind. 16 Stunden und max. 24 Stunden betragen. Bei längeren Wartezeiten muss die Oberfläche des vorangegangenen Arbeitsganges angeschliffen werden.
Die Überarbeitung von Disbon 385 PU-PremiumSchicht frühestens nach 20 Stunden, spätestens nach 48 Stunden. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt und durch niedrigere verlängert.

Zwischenwartezeiten

Bei 20°C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 20 Stunden begeh- und überarbeitbar, nach ca. 7 Tagen vollständig mechnaisch und chemisch belastbar.
Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger. Während des Aushärtungsprozesses ausgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderungen auftreten können. Je nach Luftwechselrate kann über einen lägeren Zeitraum ein materialtypischer Eigengeruch (modizifiertes Rizinusöl) wahrgenommen werden.

Geeignete Untergründe

Beton und Zementestrich

Der Untergrund muss trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Die Druckfestigkeiten des Untergrundes müssen > 25 N/mm² betragen.

Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muss im Mittel 1,5 N/mm² betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm² nicht unterschreiten. Die Untergründe müssen ihre Ausgleichsfeuchte erreicht haben.
Beton u. Zementestrich: max. 4 Gew.-% (CM-Methode).


Ist mit rückwärtiger Feuchtigkeit zu rechnen, muss zwingend eine porenfreie Grundierung mit Disboxid 420 E.MI Primer bzw. Disboxid 462 EP Grundier,- u. Mörtelharz erfolgen.
In diesem Fall muss die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes im Mittel 2,0 N/mm² betragen. der kleinste Einzelwert darf 1,5 N/mm² nicht unterschreiten.
Andere Untergrundarten bzw. Vorgehensweisen bedürfen einer gesonderten Beratung durch AvenariusAgro.

Der Untergrund muss eben sein, und darf ein Gefälle von max. 1 % aufweisen, da das Material sonst nicht in der erforderlichen Schichtdicke aufgetragen werden kann.
 

Reinigung & Pflege

Ohne zusätzliche Versiegelung weist Disbon 385 PU-PremiumSchicht eine hochglänzende, hydrophobe Oberfläche auf, die besondere Reinigungsmaßnahmen erfordert. Zur Unterhaltsreinigung sollte ein Reiniger verwendet werden, der speziell für schlecht zu benetzende Oberflächen konzipiert ist  (zB. Veriprop, Fa. Kiehl).  Nach mehrmaligen Wischen verbessert sich die Reinigungsleistung. Es empfiehlt sich, mit einem Microfaserbelag zu reinigen und nachzutrocknen, um eine streifenfreie Oberfläche zu erzielen.
Beim Einsatz einer Einpflege ist eine Grundreinigung (maximal mit einem roten Pad) erforderlich. Die Einpflege (zB. Tana Longlife diamond) muss für den Einsatz auf elastischen Belägen geeignet sein. Wir empfehlen das Anlegen von Probeflächen.

 

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Verdünnung 65. 

Gefahrenhinweise und Sicherheitsratschläge

Nur für gewerbliche Verarbeitung bestimmtes Produkt.

Grundmasse:
Dampf/Aerosol nicht einatemn. Nicht in die Augen, auf die  Haut oder auf die Kleidung gelagen lassen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden. Bei Kontakt mit der Haut: Mit viel Wasser und Seife waschen. Bei Kontakt mit den Augen: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.

Härter:
Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Gesundheitsschädlich beim Einatmen. Kann die Atemwege reizen. Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden. Bei Verschlucken: Bei Unweohlsein Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen. Bei Kontakt mit der Haut: Mit viel Seife und Wasser waschen.

Enthält Isocyanate. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
 

Hinweise

Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben. Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen. Nicht ausgehärtete Produktreste sind Sonderabfall.'

Giscode: PU 40