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Histolith® Trass-Porengrundputz

PGS 50 49 01

Trass-Grundputz (mit Suevit-Trass) nach WTA für außen und innen. Zum Ausgleich von Unebenheiten und als Grundputz zur Salzspeicherung an stark versalzten Untergründen.

Verbrauch: ca. 1,1 kg/m²/mm
Art.-Nr.: Packung:
008920020 20 kg

Beschreibung / Werkstoff

Das Histolith® Trass-Sanierputzsystem ist geeignet zum Verputzen von feuchtem- und salzbelastetem Mauerwerk, für außen und innen. Aufgrund des großen Porenvolumens werden bauschädliche Salze eingelagert. Auf diese Weise lässt sich auf feuchtem Mauerwerk eine ausblühfreie und trockene Oberfläche erzielen, wenn das Klima der Umgebung eine Austrocknung zulässt.

Anwendungsgrenzen:
Das Histolith® Trass-Sanierputzsystem ist nicht geeignet zur Abdichtung erdberührter Bauteile gegen Druck-, Stauwasser und Bodenfeuchtigkeit. In diesen Fällen sind zuvor geeignete abdichtende Maßnahmen durchzuführen. Dies gilt auch bei sehr starker Mauerwerksdurchfeuchtung durch aufsteigende Feuchte. Im Sockelbereich darf kein direkter Kontakt mit Erdreich oder Belägen entstehen.

Das Histolith® Trass-Sanierputzsystem kann keine Schäden verhindern, die durch Tauwasser entstehen.

Eigenschaften

Das Histolith® Trass-Sanierputzsystem enthält mineralische Bindemittel nach DIN EN 197-1 (Zement, Suevit-Trass) und DIN EN 459-1 (Kalk) sowie mineralische Zuschläge nach DIN EN 13139. Die Anforderungen des WTA-Merkblattes 2-9-04/D werden erfüllt.
 

Technische Daten

Luftporengehalt des Frischemörtels: >20 Vol%
Wasserdampfdiffusionswert: µ <18
Porosität: 50 Vol%
Druckfestigkeit nach 28 Tagen: 3,0 N/mm²
Frischmörtelrohdichte: 1,1 kg/dm³

Bei der Angabe der Kennwerte handelt es sich um Durchschnittswerte bzw. ca.-Werte. Aufgrund der Verwendung natürlicher Rohstoffe in unseren Produkten können die angegebenen Werte einer einzelnen Lieferung ohne Beeinträchtigung  der Produkteignung geringfügig abweichen.

Lagerung

Trocken, vor Feuchtigkeit geschützt, mind. 6 Monate.

Verpackung / Gebindegrößen

20 kg Sack (50 Sack = 1.000 kg / Palette)

Beschichtungsaufbau

Für die Beschichtung sind nur hoch wasserdampfdurchlässige Beschichtungsstoffe geeignet. Empfohlen werden Histolith®/Silitol Dispersionssilikatfarben, CarboSol Siliconharzfarbe oder vorzugsweise im Innenbereich Histolith® Kalkfarbe. Ein vorheriges Fluatieren mit Histolith® Fluat ist bei farbigen Beschichtungen anzuwenden.

Auftragsverfahren

Das Material vor der Verarbeitung gut aufrühren!

Trockenen Untergrund ausreichend anfeuchten. Histolith Trass-Porengrundputz kann in Schichtdicken von 10 bis 40 mm in einem Arbeitsgang von Hand oder mit der Capatect Maschinentechnik OPUS I aufgebracht werden. Die Mindestschichtdicke von 10 mm darf nicht unterschritten werden. Ausgekratze Mauerwerksfugen können in einem Zug verfüllend überarbeitet werden. Die Verarbeitungszeit beträgt in Abhängigkeit von der Witterung
ca. 1 Stunde.

Untergrundvorbehandlung und Austrocknungszeit wie beihänischer Verarbeitung. Die Oberfläche mit einer Latte grob abziehen und während des Ansteifens, wenn sie mattfeucht geworden ist, gleichmäßig mit dem Capatect Putzkamm waagrecht aufkämmen.

Damit wird für den nachfolgenden Histolith-Trass-Sanierputz eine gute Verkrallung, als zusätzliche mechanische Verankerung, erreicht. Wird zu früh aufgerauht, entsteht eine Sinterschicht an der Putzoberfläche, die haftungsmindernd auf den Histolith-Trass-Sanierputz wirkt.

Verarbeitungsbedingungen

Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, Regen oder starkem Wind verarbeiten oder die Flächen entsprechend schützen.

Mindestverarbeitungstemperatur

Die Aufbringung bei Temperaturen unter +5 °C (Bauwerks-, Material- und Lufttemperatur) sowie bei praller Sonne, Regen, ohne Schutzmaßnahmen, Nebel bzw. Taupunktunterschreitung ist unzulässig! Histolith-Trass-Sanierputz vor zu schnellem Wasserentzug ("verdunsten") schützen"

Materialzubereitung

Je 20 kg Sack die erforderliche Menge kaltes, sauberes Wasser (ca. 6-7 l) in einen Mörtelkübel geben und den Trockenmörtel langsam zugeben. Mit kräftigen Rührwerk ca.
3 Minuten zu einer klumpenfreien Masse anteigen.
 Bestens geeignet sind Zwangsmischer zum anteigen von Trass-Porengrundputz. Zunächst entwa 3/4 des benötigten Wassers vorlegen, dann den Trockenmörtel einfüllen und während des Mischvorganges das restliche Wasser zugeben. Mischzeit ca. 3 Minuten. Falls erforderlich, ist die Konsistenz nach kurzer Reifzeit mit etwas Wasser nachzustellen. Für die maschinelle Verarbeitung kann die Capatect Maschinentechnik eingesetzt werden. Beim Einsatz von Zwangsmischern ist darauf zu achten, dass der Mörtel nicht übermischt wird. Zur Kontrolle des richtigen Luftporengehaltes ist zu Beginn der Arbeiten die Frischmörtelrohdichte (Litergewicht) zu überprüfen. Diese darf 1,3 kg/dm³ nicht übersteigen. Routinemäßige Kontrollen während des Arbeitens sind empfehlenswert.

Verbrauch

Ca. 10,0 kg/m²/cm Auftragsstärke. Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwindverlust. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen. Beim Einsatz einer Putzmaschine kann sich der Verbrauch geringfügig erhöhen. Ebenso ist ein Mehrverbrauch für Mauerwerksunebenheiten einzukalkulieren.

Trocknung / Trockenzeit

Zur Überarbeitung mit Histolith-Trass-Sanierputz ist eine witterungsbeständige Wartezeit von 10 Tagen je cm Auftragsdicke (1 Tag/mm Trass-Porengrundputz) einzuhalten. Porengrundputze sind mineralische Putze und erfordern besonders bei trockener Witterung, Wind- und Sonneneinfall eine Nachbehandlung. Die Putze sind vor zu schneller Austrocknung zu schützen. Wird dem Putz frühzeitig das Anmachwasser entzogen, so wird der Abbindeverlauf und somit die Festigkeitsentwicklung gestört. Es kommt zu Rissbildungen und Absandungen. Gegebenenfalls müssen die Flächen durch vorsichtiges Benetzen mit Wasser feucht gehalten und eventuell beschattet werden, damit sie nicht zu schnell austrocknen. Um Risse zu vermeiden dürfen Räume während der Aushärtung von Porengrundputzen nicht kurzfristig aufgeheizt werden. In Kellerräumen herrscht, insbesondere in den Sommermonaten, bei und kurz nach der Verarbeitung eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Der Porengrundputz erhärtet zwar, wird jedoch nicht trocken. Dadurch kann sich die Hydrophierung nicht ausbilden. Über den durchgehenden Feuchtigkeitsfilm können die Salze vom Untergrund an die Oberfläche gelangen. Es ist somit darauf zu achten, dass die hohe Raumfeuchtigkeit abgeführt wird und somit eine Austrocknung des Putzes erfolgen kann. Dies kann durch Lüften, Entfeuchten oder gegebenenfalls vorsichtiges Heizen geschehen. Die relative Luftfeuchtigkeit soll in der Phase < 65 % sein. 

Werkzeugreinigung

Reinigung der Werkzeuge und Arbeitsgeräte sofort nach Gebrauch mit Wasser .

Hinweise

Zur Vermeidung von Regeneinwirkung während der Trocknungsphase gegebenenfalls mit Planen abhängen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit (z.B. in Kellerräumen) kann die Trocknung mit Raumtrocknern unterstützt werden. Innenräume dürfen nach dem Verputzen nicht zu schnell aufgeheizt werden, um Spannungsrisse zu vermeiden. Es ist darauf zu achten, dass beim Verlegen von Elektroleitungen, in den Bereichen wo das Histolith-Sanierputzsystem aufgebracht wird, keine gipshältigen Spachtelmassen zur Anwendung kommen, sonder z.B. Tonerdeschmelzzement-Quarzsandgemisch (ca. 1:2).

Dieses Merkblatt berät unverbindlich ohne Gewährübernahme. Die angeführten Verarbeitungshinweise sind den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Der Verarbeitet ist verpflichtet die Eignung und Anwendungsmöglichkeiten durch Eigenversuche zu prüfen um Fehlschläge zu vermeiden, für die wir keine Haftung übernehmen.

Untergrundvorbereitung

Vorhandene alte oder schadhaften Putz komplett mind. 80 cm über die Feuchtigkeitsgrenze bzw. Ausblühungszone abschlagen. Mürbe Teile, Schmutz, Staub, alte Bitumienanstriche und andere trennend wirkende Substanzen entfernen. Mürber Fugenmörtel ist mind. 2 cm tief auszukratzen. Abgeschlagener, salzhaltiger Altputz ist sofort zu beseitigen. Anschließend wird das Mauerwerk gründlichst gereinigt. Capatect Vorspritz netzförmig als Haftbrücke aufbringen und erhärten lassen. (mind. 24 Std.).

Geeignete Untergründe

Feuchtes und salzbelastendes Mauerwerk, für Innen- und Außenflächen.

Ergänzungsprodukte / Systemkomponenten

  • Capatect Vorspritz:
    Vorspritzputz als Haftbrücke auf Mauerwerk Histolith® Trass-Porengrundputz: Grund-/Salzspeicherputz, Ausgleichsputz bei stark unebenem Mauerwerk
  • Histolith® Trass-Sanierputz:
    Sanierputz zur Erzeugung trockener Oberflächen
  • Histolith® Feinputz:
    Glättspachtel zur Erzeugung filzbarer Oberflächen

Systemaufbau:
Aufbau und Schichtdicke des Histolith® Trass-Sanierputzsystems richten sich nach dem Versalzungsgrad des Mauerwerkes. 

  Systemaufbau Schichtdicke /mm
gering bis mittel 1. Capatect Vorspritz
2. Histolith® Trass-Sanierputz
3. Histolith® Trass-Sanierputz
2 - 4
> 10
> 10
hoch 1. Capatect Vorspritz
2. Histolith® Trass-Porengrundputz
3. Histolith® Trass-Sanierputz

2 - 4
> 10
> 10

Auf beide Systemaufbauten kann zusätzlich Histolith® Feinputz aufgetragen werden. Bei einer Gesamtputzdicke von mehr als 30 mm ist als Grundputz zum Ausgleich des Mauerwerks stets Histolith® Trass-Porengrundputz zu verwenden.

Versalzungsgrad:
Der Versalzungsgrad des Untergrundes ist im WTA-Merkblatt 2-9-04/D definiert.
 

  gering mittel hoch
Sulfatsalze < 0,5% 0,5 - 1,5% > 1,5%
Chloridsalze < 0,2% 0,2 - 0,5% > 0,5%
Nitratsalze < 0,1% 0,1 - 0,3% > 0,3%

Hinweise lt. Chemikaliengesetz

Reizt die Atmungsorgane und die Haut - Gefahr ernster Augenschäden - Staub nicht einatmen - Berührung mit den Augen vermeiden - Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren - Bei Berührung mit der Haut beschmutzte, getränkte Kleidung sofort ausziehen und Haut sofort abwaschen mit viel Wasser und Seife - Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen - Dieses Produkt und sein Behälter sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen

Enthält Portlandzement-Klinker Weisszement Kalkhydrat

Entsorgung

Sonderabfallverbrennung oder Problemstoffsammelstellen. Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Nicht in die Kanalisation, ins Erdreich oder in Gewässer gelangen lassen. Ungereinigte Verpackung wie Produkt entsorgen.

Abfallschlüsselnummer

31 409 (gemäß ÖNORM S 2100)

EWC/EAK

17 09 04

Wassergefährdungsklasse

WGK 1, schwach wassergefährdend