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Histolith® Kristallin

PGS 50 01 17

Zweikomponentiges Silikatfarbsystem ohne organische Anteile mit hoher Wetterbeständigkeit und Farbbrillianz. Ideal für die Renovierung von historischen Gebäuden.

Dichte: ca. 1,75 g/cm³

 

Verbrauch: ca. 130 - 150 ml/m²/A
Art.-Nr.: Farbton: Packung:
32650010 Weiß 10 l
32660010 Preisgruppe S - Hellbezugswert 50-100 10 l

Beschreibung / Werkstoff

Zweikomponentiges Silikatfarbsystem ohne organische Anteile, mit hoher Wetterbeständigkeit und Farbbrillanz. Histolith® Kristallin bietet sich insbesondere für
die Renovierung historischer Gebäude an. Denn mit Histolith® Kristallin lassen sich kalkähnliche, bauphysikalisch vorteilhafte und besonders dauerhafte Farbanstriche herstellen.

Verwendungszweck / Eigenschaften

  • lichtechte mineralische Pigmentierung
  • höchste Wasserdampfdurchlässigkeit sd-Wert < 0,01 m
  • hoch durchlässig für Kohlendioxid
  • verkieselt dauerhaft mit dem Untergrund
  • nicht quellbar
  • nicht brennbar
  • wasch- und scheuerbeständig
  • lösemittelfrei
  • w-Wert abhängig vom Untergrund

Bindemittelbasis / Wirkstoffe

Kaliwasserglas, lichtechte mineralische Pigmente und mineralische Füllstoffe (ohne organische Bestandteile)

Farbtöne

Weiß

Werksabtönung in vielen Farbtönen auf Anfrage. Bei der Schlussbeschichtung auf zusammenhängenden Flächen nur Material gleicher Produktionsnummer verarbeiten oder Material unterschiedlicher Produktionsnummern miteinander vermischen.

Glanzgrad

Tuchmatt

Lagerung

Kühl, aber frostfrei. Material nur in Kunststoffgebinden lagern.

Lagerstabilität:
Histolith® Kristallin-Farbkomponente: 6 Monate
Histolith® Kristallin-Fixativ: 12 Monate

Dichte

Ca. 1,75 g/cm³

Hinweis

Systembestandteile:

Histolith® Kristallin-Farbkomponente
Lichtbeständige, mineralische Pigmente und mineralsiche Füllstoffe angeteigt in Wasser. Enthält kein Bindemittel, daher nur nach Anmischen mit Histolith® Kristallin-Fixativ verarbeiten.

Histolith® Kristallin-Fixativ
Kaliwasserglas ohne organische Bestandteile als: Bindemittel für Histolith® Kristallin-Farbkomponente, Verdünnungsmittel zur weiteren Konsistenzeinstellung der angerührten Basisfarbe, Grundiermittel zur Festigung und Egalisierung stark oder unterschiedlich saugender Untergründe.

Die Mischung aus Histolith® Kristallin-Farbkomponente und Histolith® Kristallin-Fixativ im angegebenen Verhältnis wird als Basisfarbe bezeichnet.

Verpackung / Gebindegrößen

  • Histolith® Kristallin-Farbkomponente: 10 l
  • Histolith® Kristallin-Fixativ: 10 l

Beschichtungsaufbau

Zwischen den einzelnen Beschichtungen mindestens 12 Std. Trockenzeit einhalten.

Grundbeschichtung:
Stark saugende und/oder an der Oberfläche absandende Untergründe: Grundanstrich mit Histolith® Kristallin-Fixativ, 1 : 2 in Wasser verdünnt.

Schwach saugende Untergründe:
Grundanstrich mit Basisfarbe, max. 30 % verdünnt je nach Saugfähigkeit des Untergrundes. Zum Verdünnen der Basisfarbe immer Histolith® Kristallin-Fixativ und Wasser, gemischt im Verhältnis 1 : 1, verwenden.

Zwischenbeschichtung aus Basisfarbe:
Max. 30 % verdünnt mit einer Mischung von Histolith Kristallin-Fixativ und Wasser im Verhältnis 1 : 1.  Auf Putzen mit feinen Schwindrissen eine schlämmende Zwischenbeschichtung aus Basisfarbe unter Zusatz von max. 20 % Histolith® Schlämm-
quarz ausführen.

Schlußbeschichtung aus Basisfarbe:
Max. 30 % verdünnt mit einer Mischung von Histolith Kristallin-Fixaktiv und Wasser im Verhältnis 1 : 1.

Auftragsverfahren

Bei denkmalgeschützten Objekten bevorzugt mit Bürstenwerkzeugen verarbeiten.

Mindestverarbeitungstemperatur

Verarbeitungs- und Trocknungstemperatur für Umluft, Material und Untergrund:
Nicht unter + 7 °C verarbeiten. Vorsicht bei Gefahr von Nachtfrost.

Mischungsverhältnis

10 l Histolith® Kristallin-Farbkomponente (1 Gebindeinhalt) mit 5 l Histolith® Kristallin-Fixativ zügig vermischen und mit geeignetem Rührwerk zu einer homogenen, klumpenfreien Basisfarbe verrühren. Nur saubere Mischwerkzeuge verwenden.

Verbrauch

Histolith® Kristallin-Fixativ als Grundierung:
Ca. 70 - 100 ml/m² je nach Saugfähigkeit des Untergrundes.

Histolith® Kristallin-Farbkomponente:
Ca. 130 - 150 ml/m² je Arbeitsgang auf glattem Untergrund.

Histolith® Kristallin-Fixativ als Bindemittel:
Ca. 65 - 75 ml/m² je Arbeitsgang auf glattem Untergrund. Die angegebenen Verbrauchswerte erhöhen sich auf rauhen Untergründen. Exakte Werte sind durch Arbeitsproben am jeweiligen Objekt zu ermitteln.

Trocknung / Trockenzeit

Bei + 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit nach 12 Stunden oberflächentrocken und überstreichbar, nach 24 Stunden regenfest. Niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit verzögern die Trocknung.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Hinweise

Je nach Untergrundbeschaffenheit und witterungsbedingten Einflüssen können Farbtonabweichungen und Fleckenbildungen auftreten. Es empfiehlt sich, eine Probebeschichtung, auch zur Prüfung der Untergrundverträglichkeit, anzulegen. Zur Vermeidung von Ansätzen nass in nass in einem Zug beschichten.

Nicht geeignet für waagerechte oder geneigte Flächen mit Wasserbelastung. Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen, starkem Wind, extrem hoher Luftfeuchtigkeit, Nebelnässe, Regen verarbeiten. Gegebenenfalls Gerüstnetze oder -planen anbringen.

Abdeckmaßnahmen:
Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen sorgfältig abdecken, betrifft insbesondere Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine, Metall und Holz

Untergrundvorbereitung

Neue Putze der Mörtelgruppen PIc, PII und PIII:
Mindestschichtdicke der obersten Putzlage: 5 mm Leichtputze sind nicht geeignet. Standzeiten von Neuputzen vor der Beschichtung einhalten, bei der Mörtelgruppe PI mind.
4 Wochen, bei den Mörtelgruppen PII und PIII mind. 2 Wochen. Sinterhaut mit Histolith® Fluat, verdünnt 1:3 in Wasser, von unten nach oben einstreichen und die Oberfläche nach dem Abklingen der Reaktion mit viel Wasser nachwaschen.

Alte ungestrichene Putze und alte rein mineralische Anstriche:
Oberfläche gut reinigen. Minderfeste Schichten entfernen. Eine Grundbeschichtung mit Histolith® Kristallin-Fixativ, 1 : 1 bis 1 : 2 in Wasser verdünnt je nach Saugfähigkeit des Untergrundes.

Putzausbesserungen:
Der Ausbesserungsmörtel muss in seiner Art und seiner Struktur dem Altputz entsprechen. Putzausbesserungen müssen vor dem Anstrich gut abgebunden und ausgehärtet sein. Alle Putzausbesserungen mit Histolith® Fluat einstreichen und nachwaschen.

Natursteine:
Nur saugfähige Natursteine sind als Untergrund geeignet. Eine Probefläche anlegen und die Anstrichverträglichkeit prüfen. Oberfläche gut reinigen. Minderfeste Schichten entfernen. Absandende Natursteine vor dem Anstrich mit Histolith® Steinfestiger festigen.

Beachten:
Bei Natursteinen mit wasserlöslichen Inhaltsstoffen können diese auf der Anstrichoberfläche ausblühen und Flecken erzeugen.

Pilz- oder algenbefallene Flächen:
Flächen mit Pilz- bzw. Algenbefall nass reinigen. Nach Abtrocknung die Flächen mit Capatox einlassen und trocknen lassen.

Imprägnierung:
Bei hoher Schlagregenbelastung sowie im Spritzwasserbereich wird die Haltbarkeit der Beschichtung durch eine Imprägnierung mit Histolith® Aqua-Fassadenschutz erheblich verbessert. Die Imprägnierung frühestens nach 7 Tagen Wartezeit ausführen.

Geeignete Untergründe

Die Untergründe müssen frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. ÖNORM B 3430, Teil 1 beachten.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat.A/a): 30 g/l. Dieses Produkt enthält <1 g/l VOC.

Hinweise zum sicheren Umgang

Dieses Produkt ist keine gefährliche Zubereitung im Sinne des Chemikaliengesetzes und daher nicht kennzeichnungspflichtig. Bitte beachten Sie dennoch die beim Umgang mit chemischen Produkten üblichen Vorsichts- und Hygienemaßnahmen. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Längerer Hautkontakt und Spritzer in die Augen können zu Reizerscheinungen führen. Betroffene Stellen sofort ausgiebig mit Wasser spülen.

Entsorgung

Sonderabfallverbrennung oder Problemstoffsammelstellen. Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Nicht in die Kanalisation, ins Erdreich oder in Gewässer gelangen lassen. Ungereinigte Verpackung wie Produkt entsorgen.

Abfallschlüsselnummer

57 303 (gemäß ÖNORM S 2100)

EWC/EAK

08 01 12

Wassergefährdungsklasse

WGK 1, schwach wassergefährdend

Vollständig eingetrocknete Produktreste können als Bauschutt deponiert werden.