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Capatect Porengrundputz

Mineralischer Werktrockenmörtel, hydrophobiert und mit Luftporenbildnern auf ein Porenvolumen von > 40 % eingestellt. Zur Herstellung von Pufferputzschichten zur Salzspeicherung. Auch maschinell verarbeitbar.

Verbrauch: ca. 10 kg/cm Auftragsstärke/m²
Art.-Nr.: Packung:
892492 Sack 20 kg
1 Palette = 1.000 kg

Beschreibung / Werkstoff

Fertiggemischter, hydrophobierter, mineralischer Grundputzmörtel als Pufferschicht für Salze. Speziell abgestimmt auf das Capatect Sanierputzsystem. Grundputz mit großem Porenvolumen zur Ablagerung im Wandbaustoff gelagerter Salze. Ausgleichsputz zum Egalisieren von Unebenheiten im Mauerwerk.

Einsatzgebiet: Ab Oberkante Gelände im Außenbereich und an Wandinnenflächen.

Eigenschaften

  • Bindemittelbasis: Kalkzement
  • Hohes Porenvolumen
  • Frost- / tausalzbeständig
  • Hoch wasserdampfdurchlässig

Farbtöne

Zementgrau
 

Technische Daten

Wasserdampfdiffusionswert EN ISO 7783: ≤ 15
Festmörtelrohdichte ÖN EN 1015-10: ca. 1,00 g/cm³
Mörtelklasse ÖN EN 998-1: CS II
Haftzugfestigkeit ÖN EN 1015-12: ≥ 0,10 N/mm² / Bruchbild B
Wasseraufnahme ÖN EN 998-1: ≥ 0,3 kg/m² nach 24 h
Wärmeleitfähigkeit λ10,dry EN 1745: ca. 0,23 W/(m.K) Tabellierter Mittelwert (P=50%)
Brandverhalten ÖN EN 13501-1: Euroklasse A1

Bei der Angabe der Kennwerte handelt es sich um Durchschnittswerte bzw. ca.-Werte. Aufgrund der Verwendung natürlicher Rohstoffe in unseren Produkten können die angegebenen Werte einer einzelnen Lieferung ohne Beeinträchtigung der Produkteignung geringfügig abweichen.

Lagerung

Trocken, vor Feuchtigkeit geschützt.
12 Monate lagerfähig.

Verpackung / Gebindegrößen

20 kg Sack (50 Sack = 1.000 kg / Palette)
 

Auftragsverfahren

Das Material vor der Verarbeitung gut aufrühren!

Trockenen Untergrund ausreichend anfeuchten. Capatect Porengrundputz kann in Schichtdicken von 10 bis 40 mm in einem Arbeitsgang von Hand oder mit der Capatect Maschinentechnik OPUS I aufgebracht werden. Die Mindestschichtdicke von 10 mm darf

nicht unterschritten werden. Ausgekratzte Mauerwerksfugen können in einem Zug verfüllend überarbeitet werden. Die Verarbeitungszeit beträgt in Abhängigkeit von der Witterung
ca. 1 Stunde.

Untergrundvorbehandlung und Austrocknungszeit wie bei händischer Verarbeitung. Die Oberfläche mit einer Latte grob abziehen und während des Ansteifens, wenn sie mattfeucht geworden ist, gleichmäßig mit dem Capatect Putzkamm waagrecht aufkämmen.

Damit wird für den nachfolgenden Capatect Sanierputz Rapid eine gute Verkrallung, als zusätzliche mechanische Verankerung, erreicht. Wird zu früh aufgerauht, entsteht eine Sinterschicht an der Putzoberfläche, die haftungsmindernd auf den Capatect Sanierputz Rapid wirkt.

Mindestverarbeitungstemperatur

Die Aufbringung bei Temperaturen unter + 5 °C (Bauwerks-, Material- und Lufttemperatur) sowie bei praller Sonne, Regen ohne Schmutzmaßnahmen, Nebel bzw. Taupunktunterschreitung ist unzulässig. Capatect Sanierputz Rapid vor zu schnellem Wasserentzug ("verdursten") schützen! 

Materialzubereitung

Je 20 kg Sack die erforderliche Menge kaltes, sauberes Wasser (ca. 6 – 7 l) in einen Mörtelkübel geben und den Trockenmörtel langsam zugeben. Mit einem kräftigen Rührwerk ca. 3 Minuten zu einer klumpenfreien Masse anteigen. Bestens geeignet sind Zwangsmischer zum Anteigen von Capatect Porengrundputz. Zunächst etwa 3/4 des benötigten Wassers vorlegen, dann den Trockenmörtel einfüllen und während des Mischvorganges das restliche Wasser zugeben. Mischzeit: Ca. 3 Minuten. Falls erforderlich, ist die Konsistenz nach kurzer Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen.
Für die maschinelle Verarbeitung kann die Capatect Maschinentechnik eingesetzt werden. Beim Einsatz von Zwangsmischern ist darauf zu achten, dass der Mörtel nicht übermischt wird. Zur Kontrolle des richtigen Luftporengehaltes ist zu Beginn der Arbeiten die Frischmörtelrohdichte (Litergewicht) zu überprüfen. Diese darf 1,3 kg/dm³ nicht übersteigen. Routinemäßige Kontrollen während des Arbeitens sind empfehlenswert.

Verbrauch

Ca. 10,0 kg/m²/cm Auftragsstärke. Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwindverlust. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen. Beim Einsatz einer Putzmaschine kann sich der Verbrauch geringfügig erhöhen. Ebenso ist ein Mehrverbrauch für Mauerwerksunebenheiten einzukalkulieren.

Trocknung / Trockenzeit

Zur Überarbeitung mit Capatect Sanierputz Rapid ist eine witterungsabhängige Wartezeit von 10 Tagen je cm Auftragsdicke (1 Tag/mm Capatect Porengrundputz) einzuhalten.
Sanierputze  sind mineralische Putze und erfordern besonders bei trockener Witterung, Wind- und Sonneneinfall eine Nachbehandlung. Die Putze sind vor zu schneller Austrocknung zu schützen. Wird dem Putz frühzeitig das Anmachwasser entzogen, so wird der Abbindeverlauf und somit die Festigkeitsentwicklung gestört. Es kommt zu Rissbildungen und Absandungen. Gegebenenfalls müssen die Flächen durch vorsichtiges Benetzen mit Wasser feucht gehalten und eventuell beschattet werden, damit sie nicht zu schnell austrocknen. Um Risse zu vermeiden dürfen Räume während der Aushärtung von Sanierputzen nicht kurzfristig aufgeheizt werden.
In Kellerräumen herrscht, insbesondere in den Sommermonaten, bei und kurz nach der Verarbeitung eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Der Sanierputz erhärtet zwar, wird jedoch nicht trocken. Dadurch kann sich die Hydrophobierung nicht ausbilden. Über den durchgehenden Feuchtigkeitsfilm können die Salze vom Untergrund an die Oberfläche gelangen. Es ist somit darauf zu achten, dass die hohe Raumfeuchtigkeit abgeführt wird und somit eine Austrocknung des Putzes erfolgen kann. Dies kann durch Lüften, Entfeuchten oder gegebenenfalls vorsichtiges Heizen geschehen. Die relative Luftfeuchtigkeit soll in der Phase < 65 % sein.

Werkzeugreinigung

Reinigung der Werkzeuge und Arbeitsgeräte sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Hinweise

Dieses Merkblatt berät unverbindlich ohne Gewährübernahme. Die angeführten Verarbeitungshinweise sind den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Der Verarbeiter ist verpflichtet die Eignung und Anwendungsmöglichkeiten durch Eigenversuche zu prüfen um Fehlschläge zu vermeiden, für die wir keine Haftung übernehmen.

Besondere Hinweise

Zur Vermeidung von Regeneinwirkung während der Trocknungsphase gegebenenfalls mit Planen abhängen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit (z.B. in Kellerräumen) kann die Trocknung mit Raumtrocknern unterstützt werden. Innenräume dürfen nach dem Verputzen nicht zu schnell aufgeheizt werden, um Spannungsrisse zu vermeiden. Es ist darauf zu achten, dass beim Verlegen von Elektroleitungen, in den Bereichen wo das Capatect Sanierputzsystem Rapid aufgebracht wird, keine gipshältigen Spachtelmassen zur Anwendung kommen, sondern z.B. ein Tonerdeschmelzzement-Quarzsandgemisch (ca. 1:2).

Untergrundvorbereitung

Vorhandenen alten oder schadhaften Putz komplett mind. 80 cm über die Feuchtigkeitsgrenze bzw. Ausblühungszone abschlagen. Mürbe Teile, Schmutz, Staub, alte Bitumenanstriche und andere trennend wirkende Substanzen entfernen. Mürber Fugenmörtel ist mind. 2 cm tief auszukratzen. Abgeschlagener, salzhaltiger Altputz ist sofort zu beseitigen. Anschließend wird das Mauerwerk gründlichst gereinigt. Capatect Vorspritz netzförmig als Haftbrücke aufbringen und erhärten lassen (mind. 24 Stunden).

Geeignete Untergründe

Feuchtes und salzbelastetes Mauerwerk, für Innen- und Außenflächen.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

VOC-Gehalt nach RL 2004/42/EG: Dieses Produkt enthält max. 1 g/l. 

Gefahrenhinweise/ Sicherheitshinweise

BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Kann die Atemwege reizen. Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. Schutzhandschuhe/ Augenschutz tragen. Staub oder Nebel nicht einatmen. Unter Verschluss aufbewahren. Verursacht Hautreizungen. Verursacht schwere Augenschäden.

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