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Kinder, wie die Zeit vergeht

Der Bildungscampus Bütze in Wolfurt fügt sich durch seine naturnahe Fassadengestaltung harmonisch in das ländliche Umfeld ein. Fotos: Matthias Weissengruber

Schulcampus Bütze in Wolfurt: Zeitlos schöne Oberflächen durch vorvergraute Holzfassade

Ein modernes Schulprojekt, das sich sehen lassen kann: der neu gebaute Bildungscampus Bütze in Wolfurt in Vorarlberg ist ein wegweisendes Vorzeigemodell – in Ästhetik, Funktionalität und Nachhaltigkeit. Der architektonisch ansprechende und moderne Holzbau besticht durch seine exklusive vorvergraute Außenhaut, erzeugt mit einer High-End-Lasur aus der DANSKE-Linie „Natürlich inspiriert“.

Einen modernen, offenen Unterricht verspricht der neue Campus Bütze in Wolfurt. Er fasst Schule und Kindergarten zusammen, die beide bereits in die Jahre gekommen waren und nicht mehr den heutigen Anforderungen an zeitgemäße Bildungs-Aktivitäten entsprachen.
Die Gemeinde Wolfurt als Bauherr entschied sich, den alten Bau aus den sechziger Jahren zu erhalten und jenen aus den Neunziger Jahren aus bauphysikalischen Gründen ganz abzutragen. Die Turnhalle im Untergeschoß wurde saniert und überbaut. Ein 60 Meter langer und 27 Meter tiefer Neubau mit einem Holztragwerk mit jeweils einer Pergola an seinen Enden ergänzt nun harmonisch die Anlage.

Der Holzbau, ausgeführt mit sägerauer Nordischer Fichte, ist ein Skelettbau mit hinterlüfteter vorgehängter Holzfassade. Die im Schindel-Prinzip nach unten überlappenden Fassaden-Teile verhindern den Wassereintritt in die Fassade.
Für die Planung und Gestaltung zuständig zeichnete das schweiz-österreichische Architekten-Büro Andres Schenker, Michael Salvi und Thomas Weber. Gemeinsam mit dem ausführenden Holzbauer Dobler mit Sitz in Röthis entschied man sich, die außenliegenden Holzteile mit einer Holzlasur aus der Danske-Reihe zu beschichten. Das Produkt mit dem Namen Greywood sorgt für eine gleichmäßige Vorvergrauung des Holzes. Als Farbton wurde „Forrest 01“ gewählt, ein warmer Grauton mit natürlicher Anmutung, der speziell für die Verwendung auf Fichtenholz abgestimmt ist.

Holz-Charakter bestens getroffen

Projektleiter Gerd Deschler von Doblerholzbau sagt zur Produkt-Entscheidung: „Die Holzlasur hat den Charakter des Holzbaues am besten getroffen. Das Ergebnis ist sensationell und die Begeisterung bei den am Bau beteiligten Gewerken ist groß.“
Die Holzteile erhielten die Beschichtung im Werk der Fa. Tischler Rohstoff Hohenems, einer Genossenschaft mit rund 300 Mitglieder, überwiegend Tischler und Zimmerer aus ganz Vorarlberg.

Danske Greywood bietet nicht nur gestalterisch viele Möglichkeiten. Die transparent pigmentierte, diffusionsoffene Mittelschichtlasur schützt gegen Licht- und Witterungseinflüssen und nimmt die natürliche Vergrauung des Holzes vorweg. Mit dem High-End-Produkt von aus dem Hause Synthesa erfährt das Gebäude seine delikat-unaufdringliche Erscheinung, die sich wie selbstverständlich in die ländliche Umgebung des Rheintales einfügt. Der natürlich wirkende Farbton erweckt den Eindruck, als wäre die Fassade seit Jahren Bestand des Ortsbildes.

“Die dezent graue Holzfassade harmoniert gut mit unserem gestalterischen Ausdruck und unterstreicht das Konzept der fließenden Übergänge zwischen Gebäude und dem Grün der Umgebung“, erklärt GF DI Reinhard Weber vom Architektenbüro Salvi, Schenker, Weber.

Verantwortlich für die natürliche Vergrauung ist der Abbau von Lignin an der Holzoberfläche durch den UV-Anteil im Sonnenlicht, Regenwasser wäscht die Ligninspuren aus. Was die Natur mit Licht und Wasser zustande bringt, das erreicht Danske mit speziellen Effektpigmenten, die Struktur und Maserung des Holzes lebendig erhalten.
Insgesamt wurden 3000 m² Holz mit der Lasur aus Perg beschichtet.

Die neue Broschüre zur Danske-Serie „Natürlich inspiriert“ gibt es hier zum Download.

Bautafel

Auftraggeber:
Gemeinde Wolfurt

Architekten:
Architektenbüro Salvi, Schenker, Weber
Bern/Wien

Holzbau:
Dobler Holzbau, Röthis
BGF:
7204 m²

Energieeffizienz:
Passivhausstandard

Beschichtung:
Tischler Rohstoff, Hohenems

Bauphysik:
IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie

Text: Susanna Witte