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Synthesa-Mitarbeiter spendeten für schwer kranke Kinder

Synthesa Geschäftsführer Dipl.-HTL-Ing. Gerhard Enzenberger (links), Synthesa Mitarbeiter Josef Gassner aus Waldhausen (2.v.r) und Anton Grafeneder aus Bad Kreuzen (rechts) spendeten ihre Honorare für in ihrer Freizeit getätigten Vorträge an das Kumplgut. Die Spendenchecks nahm Kumplgut-Geschäftsführer Florian Aichhorn (2.v.l) entgegen. Foto: Synthesa

Das Kumplgut in Wels ist ein ganz besonderer Erlebnishof. Krebs- bzw. schwerkranke Kinder haben dort die Möglichkeit, mit ihren Familien bis zu 14 Tage kostenlos Urlaub zu machen, um sich von den Behandlungen zu erholen. Das Angebot wird ausschließlich durch Spenden und ehrenamtliche Mithilfe ermöglicht. Einen Beitrag dazu leistete Synthesa gemeinsam mit Schüler und Schülerinnen der Berufsschule 9 in Linz.

2013 wurde das Kumplgut eröffnet. „Seit 2017 haben wir eine Mehrauslastung von 47 Prozent,“ erzählt Geschäftsführer Florian Aichhorn. Und damit auch mehr Abnützungsspuren in den Räumlichkeiten. Deshalb war der engagierte Manager hoch erfreut, als im Dezember 2018 die Berufsschüler der BS 9 Linz (Maler) gemeinsam mit ihren Lehrern als Projektarbeit sämtliche Wände neu gestalteten.

Für die Versorgung von Farben und Maler-Material sorgte der Baufarben-Spezialist Synthesa aus Perg. Einen Spenden-Scheck und die Zusicherung weiterer Unterstützung gab es obenauf.

Betritt man das Kumplgut in Wels, spürt man sofort den guten Geist, der hier vorherrscht: lichtdurchflutete Räume, ein Atrium, das ein luftiges Ambiente schafft. An den Wänden  entspannende Naturfarbtöne einerseits und lebhafte Comic-Zeichnungen andererseits - das Ergebnis der Projekt-Arbeit der Berufsschüler. Gemütliche Sitzecken mit viel Aussicht ins Grüne und auf eine Schafkoppel. Holzmöbel, Kachelofen, viele Spielsachen und andere liebenswerte Details runden diesen heimeligen, familiären Eindruck ab.

Aber diese Harmonie darf nicht darüber hinweg täuschen, dass das Anliegen der Einrichtung ein sehr ernstes ist. Geschäftsführer Florian Aichhorn führt umsichtig durch die Räumlichkeiten, erzählt emotional über das Leben am Hof: über die Kinder, die Herausforderungen, die Freude, aber auch über Trauer, wenn ein Kind, das einmal hier zu Gast war, stirbt.

„Ich mache das, weil mir das Kumplgut eine Herzensangelegenheit ist, es ist eine einzigartige Sache in ganz Österreich“, sagt er, „Eltern und Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihnen unvergessliche Augenblicke zu ermöglichen, ist das Schönste, was es gibt.“

Große Hochachtung für soziales Engagement

Bis zu 60 Stunden pro Woche arbeitet er für den Erlebnishof  – und das nebenberuflich und ehrenamtlich! Teil seiner Arbeit ist es, immer wieder neue Ideen zu finden, wie er Unterstützer auf das Kumplgut aufmerksam machen kann. Und das gelingt dem gut vernetzten Event- und Tour-Manager ausgesprochen gut. Etwa wenn er Ö3-Weckermann Robert Kratky mit der Sozialaktion „72 Stunden ohne Kompromisse“ nach Wels holt, um mit Schülerinnen für den guten Zweck tonnenweise Kekserl zu backen. Oder wenn im Rahmen einer Stammzellen-Typisierung fast 2.200 neue Spender den Hof stürmen. Geschehen im Mai 2017! Da muss auch der Geschäftsführer mal als Parkplatz-Einweiser herhalten.

All das verlangt Unterstützern großen Respekt ab. Auch Synthesa Marketing-Geschäftsführer Dipl.-HTL-Ing. Gerhard Enzenberger ist angesichts der Leistungen des Kumplguts beeindruckt. Deshalb kam es zur Idee, die Honorare für in der Freizeit getätigten Fach-Vorträge zu spenden. Synthesa Mitarbeiter Josef Gassner aus Waldhausen und Anton Grafeneder aus Bad Kreuzen beteiligten sich mit ihren Honoraren aus WIFI-Schulungen, Gerhard Enzenberger mit seiner Vergütung aus einem Wirtschaftskammer-Vortrag.

Bei der Überreichung von zwei Spendenschecks sagte Enzenberger weitere Unterstützung zu.  „Bei meinem ersten Besuch des Hauses ist mir die Idee gekommen, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier miteinzubeziehen. Wir bieten an, auf das obligate Firmen-Weihnachtsgeschenk zu verzichten, um den dafür vorgesehenen Betrag dem Kumplgut zu spenden. Ich denke, dass macht für alle Sinn!“

Susanna Witte