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Innovativ und ortsverbunden

Die Fassade des neuen Bürogebäudes von Homann Architekten in Brilon ist von unterschiedlichen Schwarz-Grau-Abstufungen gekennzeichnet: Über einem Sichtbetonsockel befindet sich der Mitteltrakt in Anthrazit, darauf steht ein etwas hellerer Baukörper, in dem eine Penthouse-Wohnung untergebracht ist. Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Andreas Wiese

Bürogebäude im Sauerland mit dunkler Accento-Fassade

Brilon ist ein Städtchen im Sauerland, in dem optisch Schiefer und Fachwerk dominieren. Das dort ansässige Architekturbüro Homann ist auf Wachstumskurs – unter anderem die digitale Planung von Objekten mit der sogenannten BIM-Methode sorgt für eine gute Auftragslage und ein stetig größer werdendes Team. Bei der Planung eines neuen, geräumigeren Firmensitzes wollte sich Inhaber Emanuel Homann an den ortsüblichen Farbtönen und Materialien orientieren. „Wir hatten zunächst tatsächlich an eine Schieferfassade gedacht“, berichtet Emanuel Homann, „das hätte zum Sauerland gepasst, erschien uns dann aber zu naheliegend.“ Etwas innovativer durfte es schon sein für die drei Bauherren – der Architekt holte für das Bauprojekt auch seinen Bruder Cornelius mit dessen Anwaltskanzlei und einen Freund ins Boot, der ein privates Penthouse im obersten Stockwerk nutzt.

 Dunkler Farbton erwünscht

Ein dunkler Farbton war von Anfang an erwünscht – auch deshalb, weil direkt gegenüber des neuen Bürostandorts zur gleichen Zeit ein Neubau der Stadtwerke Brilon mit dunkler Klinkerfassade entstand. Schnell erwuchs die städtebauliche Vision, mit einem ähnlichen Gebäude eine Art Eingang zur Stadt zu markieren, ein Tor an der Haupteinfallstraße nach Brilon.

Gleichzeitig sollte das neue Architektendomizil einen eigenen Akzent setzen, sich abheben von der Umgebung – ein Wunsch, der durchaus zum Zeitgeist passt. „Der Trend zur Individualisierung ist auch bei den Fassaden angekommen“, sagt Caparol Marketing Managerin Nina Hastert. Caparol trägt dieser Entwicklung beispielsweise mit einer neuen Kategorie Design bei den Capatect Fassadensystemen Rechnung – für Bauherren wie Homann Architekten, die gleichermaßen Wert auf geringen Energieverbrauch durch Gebäudedämmung und ansprechende Gestaltung legen.

Oberflächengestaltung mit Kreativtechnik Accento-Spachtel

Die verschiedenen Anforderungen an das Erscheinungsbild des mischgenutzten Gebäudes umzusetzen, gelang schließlich mit dem Capatect Accento Spachtel von Caparol (Schwestergesellschaft  von Synthesa). Mit dem organischen Feinputz lassen sich hochwertige kreative Oberflächen mit feinsten Strukturen auf einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) erzeugen. Über die Optik entscheiden Größe und Anzahl der Spachtelschläge – und der Farbton. Caparol-Verkaufsberater Kurt Walter Pöll, der Homann Architekten schon häufig in technischen Fragen beraten hat, ließ am Caparol-Stammsitz in Ober-Ramstadt diverse Musterplatten anfertigen, um Haptik und Farbeffekt einer mit Accento gestalteten Oberfläche in Anthrazit zu veranschaulichen. „Es ging vor allem darum zu sehen, wie die Farbe mit dem Kellenschlag aussieht“, erklärt Emanuel Homann. „Ohne die Musterplatten hätte ich das nicht sehen können.“

 Anwendung auf großer Fassadenfläche möglich

 Das Spezialprodukt Accento-Spachtel war bis dato eher kleinflächig als Akzentuierung einzelner Wände zur Anwendung gekommen. „Es war ein Wagnis, das erstmals auf einer 1.000 Quadratmeter großen Fassadenfläche aufzubringen“, so Emanuel Homann. Der Architekt ging es ein – und mit ihm der Malerbetrieb Rüther aus Brilon, der zweitweise mit sechs Mitarbeitern vor Ort war. „Die schwarze Optik ist ja recht empfindlich“, so Malermeister Stefan Rüther, „da mussten wir mit mehreren Leuten gleichzeitig arbeiten, damit es keine Ansätze gibt.“ Zudem wurde ein Anwendungstechniker von Caparol hinzugezogen, der den Malern bei der Verarbeitung des Spezialprodukts zur Seite stand.

Der Aufwand hat sich gelohnt: „Auf der Musterplatte war das Ergebnis gut, aber auf der Fassade wirkt es noch besser“, so Emanuel Homann. „Man sieht die Handschrift jedes einzelnen Handwerkers, das macht die Spannung des Gebäudes aus. Die Spachteloptik hat viel mehr Eigenleben als eine normale Putzfassade und schimmert unterschiedlich je nach Sonneneinstrahlung. Das Gebäude polarisiert nicht, ist aber innovativ genug, dass jeder uns darauf anspricht.“

Nina Voigt

 

Bautafel

Objekt: Neubau HomannArchitekten, Brilon, homann-architekten.de/

Ausführender Betrieb: Rüther Home Design. Brilon.

Caparol-Außendienst: Kurt Walter Pöll 

Verwendete Produkte: Capatect Accento Spachtel