Pressemitteilungen 2017

« Zurück

Neues Denkmalpflege-Produkt mit Kreide aus dem Burgenland

11.04.2017

An den Hängen des Leitha-Gebirges wird die Kreide für die Histolith Leimfarbe abgebaut. Im Bild Histolith-Baudenkmalschutz-Konsulent Andreas Koch (li.) und Histolith Produktverantwortlicher Christian Ofner. Foto: Synthesa

 

Seit Jahresbeginn führt Synthesa unter der Marke Histolith auch eine hochwertige Leimfarbe im Programm. Der Perger Baufarben-Produzent reagiert damit auf die Anforderungen des Denkmalschutzes nach authentischen Innenfarben für Restaurierungen und Sanierungen im historischen Bestand. Dazu trägt auch der in Österreich abgebaute Rohstoff Kreide bei.

 

Der Füllstoff für die in Perg erzeugte Farbe – „Calciumcarbonat" oder besser bekannt als Kreide – stammt aus einem traditionsreichen Abbaugebiet im Burgenland. Synthesa bezieht die Kreide aus der Kreidefabrik Mühlendorf. Dort wird der Rohstoff unter „Trition Kreide" vermarktet. Diese zeichnet sich durch ihre besondere Feinkörnigkeit und außergewöhnliche Farbigkeit aus. „Der natürliche Champagner-Ton dieser Kreide hebt sich von den handelsüblichen Mehlen ab und erschafft auf den Wandflächen eine besonders ansprechenden Textur. Durch die spezielle Formulierung der Farbe ist uns ein gut deckendes Produkt gelungen, das sich perfekt applizieren lässt",  erzählt Christian Ofner, Denkmalschutz-Experte und Histolith-Produktverantwortlicher bei Synthesa.

 

93 Prozent aller Rohstoffe aus der Umgebung

Übrigens: Ein Großteil aller Rohstoffe (rd. 93 Prozent) für die Erzeugung von Synthesa-Produkten kommt aus Österreich bzw. der unmittelbaren Umgebung. „Die heimischen Rohstoffe sind zwar teurer als Produkte aus anderen Regionen. Wir sparen uns aber Transport-Kosten und verkleinern so unseren ökologischen Fußabdruck weiter", erklärt Synthesa Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dr. Paul Lassacher. „Außerdem können durch unser Engagement alt-eingesessene Bergbau-Betriebe erhalten und die Wertschöpfung bleibt in der jeweiligen Region". Weitere Rohstoffe für die Farbenproduktion kommen u.a. von der „Kamig" in Schwertberg (Kaolin) und aus Gummern in Kärnten (Calciumcarbonat und Dolomit).

 

„Es entspricht einem Grundsatz der Baudenkmalpflege, dass die Erzeugnisse und deren Rohstoffe für eine originäre Restaurierung/Renovierung aus der jeweiligen Region stammen sollen. Gemeinsam mit einer ursprünglichen Rezeptur, der historisch-handwerklichen und künstlerisch-authentischen Umsetzung schafft man so ein ganzheitliches Bild", bekräftigt Histolith- Baudenkmalschutz-Konsulent Andreas Koch.

Die Denkmalschutzmarke Histolith umfasst Silikat- und Kalk-Farben genauso wie Kalkputze, Leinölfarben als auch Ergänzungsprodukte.

 

Info: Triton Kreide

Kreiden sind die Überreste der Kalkschalen von Weichtieren, die vor rund 17 Millionen Jahren („Kreidezeit") im Pannonischen Meer gelebt hatten. An den Hängen des Leitha-Gebirges hatten sich nach der Austrocknung des urzeitlichen Ozeans die Kalk-Überreste vor allem von Korallen abgelagert, die heute als Calciumcarbonat-Mehle abgebaut werden.

 

Info: Leimfarben

Leimfarben zählen zu den ältesten Innenanstrichmitteln und waren bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts für die Innenwände gängig und beliebt. Heute erlebt sie speziell im Denkmalschutz-Bereich eine wahre Renaissance. Maler verwenden sie aufgrund ihrer ausgezeichneten Renovierbarkeit und Reversibilität besonders gern im historischen Bestand: Leimfarbanstriche können beinahe unbegrenzt wieder mit Leimfarbe überstrichen werden, ohne dass das Raumklima leidet. Für die authentische Restaurierung einer Innenausstattung des 19. Jahrhunderts (Biedermeier, Gründerzeit) ist Leimfarbe die erste Wahl, mit eigenen ästhetischen Reizen: Die Farbe hat ein sehr gutes Deckvermögen, und zugleich – durch die Einbindung der Farbpigmente in den Leim – einen sehr dezenten, temperierten und gemilderten Charakter.