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Jugendstil-Juwel zu neuem Leben erweckt

06.07.2016

Otto Wagners berühmte Station an der Wiener Alser Straße erhielt ein professionelles Facelifting. Fotos: Synthesa

 

Eine schlafende Jugendstil-Prinzessin erhebt sich aus ihrem Dornröschen-Schlaf: Das Wiener Architekturjuwel, die U-6 Station Alser Straße, erlebt nach einer Rundum-Erneuerung ihre bauliche Renaissance. Für das denkmalgerechte Fassaden-Facelifting kamen Produkte aus der Histolith-Reihe vom Perger Experten für Baudenkmalschutz, Synthesa, zum Einsatz.

 

Die ehemalige Stadtbahn-Station ist Teil des kulturellen Erbes, das der berühmte Architekt Otto Wagner Wien hinterlassen hat. Wagners Architektur am Scheitelpunkt zwischen Historismus und Moderne ist weit über Österreich hinaus bekannt. Seine Bauwerke rund um die Stadtbahnlinie mit Viadukten, Brücken und den Stations- und Bahnhofsgebäuden sind bis heute prägende Elemente im Stadtbild der Donaumetropole. Hier trifft geradlinige Ästhetik auf städtebauliche Funktionalität.

 

Die Station an der Alser Straße wurde 1898 zum ersten Mal eröffnet, 1918 geschlossen und 1925 als Teil der elektrifizierten Gürtellinie der Wiener Stadtbahn wieder eröffnet.

 

Die Restaurierung der 118 Jahre alten ehemaligen Stadtbahn- und jetzigen U6-Station wurde mit Juni 2014 gestartet. Die Komplettsanierung der Station sah eine Erneuerung der Bahnsteige, Bahnsteigdach, Stiegen der Steinstufen sowie der Fassaden vor. Alle Arbeitsschritte erfolgten in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Ziel war es, das Erscheinungsbild der Station möglichst originalgetreu zu erhalten und den Bau als Verkehrsdenkmal zu konservieren. Gleichzeitig wurden moderne U-Bahn-Standards integriert.

 

Der hohe Anspruch an den Denkmalschutz bedeutete für die ausführenden Firmen und die Materialien eine spezielle Herausforderung. Das galt besonders für die Fassadensanierung. Sowohl die floralen Kranzornamente an den inneren und äußeren Eckpfeilern, die Trennleiste zwischen Erd- und Obergeschoß als auch die säulenartigen Hervorhebungen zwischen den unterteilten Fensterflächen verlangten handwerkliches Fingerspitzengefühl und technische Raffinesse. Darüber hinaus galt es, vor dem Fassadenanstrich den bestehenden Untergrund zu restaurieren. Das bedeutete, dass nichttragfähige Alt-Anstriche vorsichtig entfernt und anschließend gereinigt sowie Risse und Ausbrüche verfüllt werden mussten.

 

Detailliertes Sanierungs-Konzept

Christian Ofner, Baudenkmal-Experte von Histolith (Synthesa Gruppe), legte der ausführenden Firma, dem Instandsetzungs-Spezialisten Festema aus Gratkorn, ein detailliertes Sanierungs-Konzept vor und riet zu einem Grundanstrich mit einem Sol-Silikat-Produkt unter Zugabe eines Schlämmquarzes. Diese Mischung sorgt für eine ausgezeichnete Anhaftung und Harmonisierung des Untergrundes. Als Schlussanstrich sollte wieder Sol-Silikat, ein hoch wetter- und lichtbeständiger Fassadenanstrich, zum Einsatz kommen. Histolith Sol-Silikat ist eine Fassadenfarbe mit einer neuartigen, mineralischen Bindemittelkombination, die auch auf alten, matten Dispersionsfarben bestens anhaftet. Der Zusatz von Lithiumwasserglas verhindert Pottasche-Ausblühungen und ermöglicht besonders brillante Farbtöne. Das offene Stiegenhaus zu den Bahnsteigen wurde aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit mit demselben System, wie die Fassade gestrichen.

 

Insgesamt wurde eine Fassaden-Fläche von 1200 m² saniert. Wo vor einigen Jahren noch ruß-graue Tristesse herrschte, durchbricht das Gebäude heute wie ein leuchtend weißer Monolith die bauliche Wiener Gürtel-Einöde.

 

 

 

Produkte:

Die Jugendstil-Ornamentik stellte eine handwerkliche Herausforderung für die ausführenden Maler dar.
Ein Bauwerk am Übergang zwischen Historismus und Moderne. Die denkmalgerechte Fassaden-Sanierung erfolgte mit Produkten aus der Histolith-Reihe von Synthesa.
Mehr als 1200 m² Fassadenfläche erhielten eine Auffrischung.