Pressemitteilungen 2015

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Wasser im Holzbau: der Teufel steckt im Detail

20.04.2015

Rund 100 Teilnehmer – Planer, Architekten, Holzbauer, Zimmerer – interessierten sich an den Themen des Synthesa Holzbauforums.
 

1. Synthesa Holzbauforum wartete mit brisanten Themen auf

 

Trends, Chancen und Risiken des Holzbaus standen im Fokus des „Synthesa Holzbauforums", das am 16. April erstmals stattfand. Rund 100 Teilnehmer – Planer, Architekten, Holzbauer und Zimmerer – lauschten den Experten zu aktuellen und heiklen Holz-Bauthemen.

 

Die Veranstaltung war der Auftakt für weitere regelmäßig stattfindende Fachmeetings für den Holzbau-Sektor. Damit will das Unternehmen mit Sitz in Perg (OÖ) seine Holzkompetenz unter Beweis stellen und sich als fachübergreifende Plattform für Entwicklungen im Holzbaubereich etablieren.

 

Problemzonen im Holzbau

Das Prinzip des baulichen Holzschutzes ist grundsätzlich einfach: Man baut mit trockenem Holz und sorgt dafür, dass es trocken bleibt. Doch dass der Teufel im Detail von Planung und Ausführung steckt, zeigten die Vorträge beim Holzbauforum in der Synthesa Arena.  

 

Speziell der Bauteilknoten Fenster kann im modernen Holzbau zur Problemzone werden. Dass die Ursachen für den Wassereintritt in diesem Bereich sehr komplex sind, es aber Lösungen zur Vermeidung gibt, darüber informierte Dipl.-HTL-Ing. Gerhard Enzenberger. Das Unternehmen leistet in diesem Bereich pionierhaft Forschungs-Arbeit. In langwierigen Versuchsreihen war man dem Wasser-Eintritt in kriminalistischer Kleinarbeit auf die Spur gekommen.

 

Ähnliches gilt für den Sockelanschluss und einem widersprüchlichen Ö-Norm-Dschungel, wie DI Sylvia Polleres von der Holzforschung Austria ausführte. Veränderte Bauweisen, falsche Abdichtungen und „Pfusch am Bau" sorgen bei geplagten Holzbauherrn immer wieder für Wutfalten, wenn die Feuchtigkeit das Holz langsam aber kontinuierlich zerstört.

 

Feuchtigkeit kann aber nicht nur von außen in die Wand gelangen, Luftfeuchtigkeit im Inneren eines Holzbaues und Fehler in der Luftdichtheitseben können zu Nässeschäden in der Wand führen. Darüber berichtete DI Dr. Christian Hansmann vom Holzkompetenzzentrum „wood K plus", das in einer sehr zielorientierten Forschungsarbeit detektiert hat, wie Feuchtigkeit durch Kondensation in die Bauteile gelangt.

 

Zeitgemäßer Holzschutz

Von Leonardo da Vincis ersten Entwurf für ein Holzfertighaus bis zum flexiblen architektonisch anspruchsvollen Holzmodul-Objekt spannte Synthesa-Fassadenexperte Walter Stadlmayr seinen historischen Bogen und zeigte zeitgemäße Holzschutz-Maßnahmen auf.

 

Über den sensiblen Bereich „Wartungsintervalle von Außenholz" und ein von Synthesa speziell dafür entwickeltes Tool – den Danske-Chronographen – berichtete Synthesa-Holzfachmann Christian Schaffrath.  

 

Den Einstieg ins Thema leistete Marktforschungs-Guru Dr. Werner Beutelmeyer vom Linzer market-Institut. „Die Welt wird immer schneller und unübersichtlicher. Die eigenen vier Wände geben in dieser oft feindlich empfundenen Außenwelt Sicherheit und sind Energietankstelle Nr. 1." Wohnglück definiere Lebensglück. Das Material Holz trage durch seine Natürlichkeit dazu bei.

 

Abschließend plädierte Joachim Binder (JBBeratung) für die Rationalisierung und Optimierung des Einkaufs. Nachhaltigkeit und Ökologie sollen seiner Meinung nach keine Schlagworte bleiben.

 

Mehr Infos:

www.holzforschung.at

www.wood-kplus.at

http://wwwdev.synthesa-chronograph.data-room.de

 
Die Vortragenden v. l.: Joachim Binder (IBBeratung), Ing. Walter Stadlmayr (Synthesa), DI Sylvia Polleres (Holzforschung Austria) Dr. Christian Hansmann (Kompetenzzentrum Holz), Dipl.-HTL-Ing. Gerhard Enzenberger.
Marktforscher Dr. Werner Beutelmeyer vom Market-Institut informierte über Trends im Wohnbau.
Das neue Schulungs- und Kompetenzzentrum, die Synthesa Arena.