Pressemitteilungen 2015

« Zurück

Hanf-Innovation aus Perg bringt Jobs ins Weinviertel

16.06.2015

Inbetriebnahme der Verarbeitungsanlage: Synthesa-Techniker Alexander Käferböck, Produktionsleiter Herbert Mükisch (Mitte) und Manuel Kerschbaumsteiner im neuen Werk in Haugsdorf.

 

Produktionsstart von Hanffaser-Dämmplatten in strukturschwacher Grenzregion

 

PERG/HAUGSDORF. Der Perger Dämmspezialist Capatect hat die Produktion seiner vielfach ausgezeichneten Hanf-Dämmplatten in Haugsdorf (NÖ) aufgenommen. Das neue Werk in einem ehemaligen Betriebsgebäude der 1570-Seelen-Gemeinde stellt für die strukturschwache Region nahe der Grenze zu Tschechien einen bedeutenden wirtschaftlichen Impuls dar. Rund 30 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.

 

„Seit Mitte Mai laufen unsere Hanf-Verarbeitungsmaschinen auf Hochtouren, um der großen Nachfrage Herr zu werden. Ich bin sehr froh über die hochmotivierten Mitarbeiter aus der Region, die mit Herz und Verstand unser Projekt tatkräftig unterstützen", freut sich Geschäftsführer DI Robert Schwemmer von Naporo, einem Unternehmen der Perger Synthesa-Gruppe, zu der auch Capatect gehört. „Für die Gemeinde ist diese Betriebsansiedlung mit den neuen Arbeitsplätzen ein echter Glücksfall", ergänzt Bürgermeister Andreas Sedlmayer. Im Vorfeld waren in Haugsdorf 1000 unterstützende Arbeitsstunden der Mitarbeiter aus Perg notwendig.

 

Pionierleistung aus OÖ

Capatect hat gemeinsam mit dem Start-up-Unternehmen Naporo die weltweit erste zertifizierte und technisch ausgereifte Hanfdämmung für Fassaden entwickelt. Dazu mussten unter anderem Ernte- und Verarbeitungs-Maschinen adaptiert bzw. neu entwickelt werden. „Da wurde großartige Pionierarbeit geleistet", erklärt Synthesa-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dr. Paul Lassacher.

 

Capatect ist mit dem neuen Produktionsstandort inmitten seiner Rohstofflieferanten, den Hanfbauern, angesiedelt, die in der Hanfstrohverwertungs GmbH im Ort Hanfthal organisiert sind. Damit fallen kaum Transportwege an. Das macht die Öko-Bilanz des nachwachsenden Rohstoffes noch positiver.

 

Hanf ist ein Musterbeispiel an Nachhaltigkeit und Energie-Effizienz. Er braucht keinen Dünger, keinen Pflanzenschutz und bindet schon beim Wachstum große Mengen C02. Durch die Doppelnutzung von Hanfkörnern im Food-Bereich und Hanfstroh als Dämmmaterial gehen keine Anbauflächen für Lebensmittel verloren.

 

Die Hanffaser-Dämmplatte bietet dem Kunden neben der Energieeinsparung weitere technische Vorteile gegenüber anderen, bewährten Produkten. Besonders zu erwähnen sind der herausragende Schallschutz und die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Belastungen wie Hagel.

 

Die Hanfdämmung wurde 2013 bereits mit dem österreichischen „Umweltzeichen" und  dem „Klimaschutzpreis" prämiert. 2015 erhielt die bemerkenswerte Capatect Hanffaser-Putzträgerplatte die Auszeichnung „Energie Genie".

Mit Hanfbier wurde auf die ersten Hanf-Dämmpatten angestoßen.
Die fertiggestellte Hanf-Verarbeitungsanlage.
Der in Ballen gepresste Rohstoff.