Pressemitteilungen 2015

« Zurück

"Südböhmisches Lourdes" zu neuem Leben erweckt

14.04.2015

Nach Jahren im Dornröschenschlaf feiert das barocke Kleinod Maria Trost nach denkmalgerechter Revitalisierung jetzt Wiederauferstehung und sein 300-Jahr-Jubiläum.

 

Wenige Kilometer von der niederösterreichischen Grenze bei Weitra entfernt liegt das tschechische Barockjuwel Maria Trost. 2014 wurde seine Fassade einer denkmalgerechten Renovierung unterzogen – mit Denkmalschutz-Produkten von Synthesa. Jetzt ist die Pilgerstätte bestens gerüstet für ihre 300-Jahr-Feier und die Wiederbelebung der Traditions-Wallfahrt.

 

Die idyllisch gelegene Wallfahrtskirche im Dörfchen Dobrá Voda (Brünnl) am Hang des Kuhberges war in den vergangenen Jahrzehnten beinahe in Vergessenheit geraten. Dabei war sie aufgrund einer radonhaltigen Quelle unterhalb der Kirche, die schon in vorchristlicher Zeit als Quellheiligtum verehrt wurde, weit über die Grenzen Tschechiens als das „südböhmische Lourdes" bekannt.

 

Die Basilika im Stil des Hochbarocks hat in den drei Jahrhunderten ihres Bestehens eine wechselhafte Geschichte erlebt. Nach der Hochperiode Anfang des 20. Jahrhunderts mit jährlich 50.000 Pilgern folgte nach dem 2. Weltkrieg der Niedergang des katholischen Gnadenortes. Durch die Vertreibung vieler Bewohner und die Nähe zum Eisernen Vorhang war die Kirche mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben.

 

Trostlose Fast-Ruine

Zeitzeugen beschreiben den Zustand als katastrophal: morsche Schindeln und Dachbalken, („man konnte im Kircheninnere ins Blau des Himmels sehen"), Feuchtigkeitsschäden sowohl Innen als auch Außen, bröckelnder Putz und Stockflecken, abblätternde Holzanstriche und verrostete Schmiedeeisen.

 

Nach der Ost-Wende setzten sich die Mönche aus dem benachbarten Servitenkloster für die Wiederbelebung der Wallfahrt ein und organisierten die Renovierungsarbeiten der Kirche. Neben der Schindeldach- und Dachstuhlsanierung und der folgenden Restaurierung der gesamten Raumschale samt dem prächtigen Altar von 2012 bis 2013 folgte 2014 die Renovierung der Außenfassade.

 

Diese war in den Jahren 1994 /1995 das letzte Mal saniert worden. Bei einer durchgeführten Expertise des Untergrundes stellten Synthesa-Fachleute fest, dass die Fassade des Objektes aus verschiedenen, schlecht aufeinander abgestimmten Putzschichten und –arten bestand. Über die gesamte Fassaden-Fläche war eine dünne, zementhaltige Schicht auf einem schadhaften Kalkputz aufgebracht worden.

 

Aufwändige Fassaden-Erneuerung

„Neben den feuchtigkeitsbedingten Abplatzungen durch aufsteigende oder eindringende Feuchtigkeit war die gesamte Fassadenfläche stark mit Algen befallen. Bei der Begutachtung des Objekts wurden außerdem sehr viele Hohlstellen in der Fassade sichtbar", erklärt Synthesa-Produkt-Manager Markus Pachner, der das Projekt mitbetreute.  Auch Kirchentür und Fenster aus Holz waren stark in Mitleidenschaft gezogen.

 

Erster Fassaden-Sanierungsschritt war die Entfernung des nicht tragfähigen Putzuntergrunds. Mit Trass Kalkputz und Glättputz aus der Histolith-Denkmalschutz-Produktreihe von Synthesa wurde der Putz fachgerecht wieder aufgebaut. An den Stellen mit Feuchtigkeitsschäden und Salzausblühungen im Putzuntergrund sowie im gesamten Sockelbereich kam das hoch leistungsfähige Capatect Sanierputzsystem zum Einsatz.

 

Die versinterten Neuputzstellen wurden mit Histolith Fluat vorbehandelt. Zum Saugausgleich wurden die Fassadenflächen mit Silitol-Konzentrat auf Basis Kaliwasserglas eingelassen. Die Silitol Fassadenfarbe, eine den Richtlinien des Denkmalschutzes entsprechende Silikatfarbe, sorgte für den ästhetischen Abschluss der Fassadenarbeiten.

 

Die Holzflächen erhielten durch das Danske Imprägniergel – ein Produkt aus der Synthesa-Holzschutzreihe -  ihre Frische zurück. Bei den Metallteilen an Fenster und Türen kam Capalac Dickschichtlack zum Einsatz.

 

Am 1. Mai 2015 feiert die Kirche nicht nur ihren 300jährigen Bestand, sondern durch die gelungene Wiederinstandsetzung ihr Erwachen aus dem Dornröschenschlaf. Schon jetzt rüstet man vor Ort für den Ansturm tausender Pilger aus Nah und Fern.