Pressemitteilungen 2014

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Neues Leben für Schloss Wasserberg

23.07.2014

Schloss Wasserberg, Gaal: Die lebendige Optik der Histolith Fassadenkalkfarbe kommt dem historischen Vorbilde besonders nahe

 

Restaurierung des Innenhofes mit Histolith Baudenkmalpflege

 

In einem Seitental der Mur, nahe bei Seckau, liegt Schloss Wasserberg. Es wurde vor kurzem umfangreich restauriert und zählt heute zu den Kleinodien unter den Baudenkmälern Österreichs. Schloss Wasserberg steht im Besitz des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz und wird von der Forstverwaltung Wasserberg sowie von Privatpersonen genutzt.

Einige romanische und gotische Elemente des vierflügeligen Gebäudes weisen auf die mittelalterliche Bausubstanz hin. Die frühesten datieren aus der Zeit um das Jahr 1143, als das neu gegründete Stift Seckau die Ländereien vom Salzburger Erzbistum übertragen bekam. Der Seckauer Bischof ließ hier die "Seckauburg" errichten, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu einem Schloss ausgebaut wurde.

 

Feuchtigkeit fachgerecht  behandelt

 

Die bodennahen Bereiche waren stark durchfeuchtet und bedurften einer Behandlung mit Sanierputz. Mauerwerksanalysen, die vom Putzhersteller genommen und im hauseigenen Labor untersucht wurden, wiesen große Feuchtigkeitsschäden und einhergehende hohe Salzbelastungen auf. Die bauausführende Firma Kaltenegger aus Aichdorf verwendete den WTA-zertifizierten Sanierputz von Capatect. Ziel eines solchen Putzes ist das „Unschädlichmachen" der bauschädlichen Salze. Seine Funktionsweise beschreibt Christian Ofner, Histolith-Produktverantwortlicher und -Objektberater, so: "Capatect Sanierputz WTA hat eine extrem hohe Dampfdurchlässigkeit wobei Feuchtigkeit ungehindert entweichen kann. In den Luftporen haben die Kristalle genügend Raum um sich auszubreiten, wodurch ein Abplatzen von Putzteilen verhindert wird.

 

Trassputz für noch höhere Lebensdauer

 

Am Turm lautete die Vorgabe des Bundesdenkmalamts Graz, historische Putzsysteme zu verwenden. Deswegen kam Trassputz zum Einsatz. Trass ist durch hohe Hitzeeinwirkung entstanden (Mineralien wurden durch Meteorideneinschlag geschmolzen – ähnlich wie Vulkangestein). Dieser hydraulische Zusatz geht mit Kalk eine wasser- und säurebeständige Verbindung ein und erhöht die Festigkeit von Kalkputzen]. Die Baufirma verwendete "Histolith Trass-Kalkputz" aus der Histolith-Denkmalschutzpalette. Die Anwendung unterscheidet sich nicht viel von der anderer Putze - es musste zunächst der schadhafte Putz abgeschlagen, mürbe Fugen ausgekratzt und lose anhaftende Mörtelreste vom Mauerwerk entfernt werden. Mit dem anschließend aufgebrachten Vorspritz war das Mauerwerk fertig für den ersten Putzauftrag, der für die bessere Anhaftung des nachfolgenden Putzes grob aufgekämmt wurde. Abschließend folgte fein zugerieben die Deckputzschicht.

 

Historisch authentische Fassaden mit Histolith Fassadenkalk

 

Für die Malerarbeiten wurden die beiden Firmen Rupprechter aus Knittelfeld und Malermeister Leopold Walter aus Fohnsdorf, verpflichtet, die in Form einer ARGE sowohl die Fassaden- als auch die Anstricharbeiten durchführten. Auch sie bedienten sich bei ihrer Arbeit der Histolith-Produktpalette.

Bei der Fassade kam zunächst Histolith Kalkschlämme zum Einsatz. Sie diente zur Egalisierung der verschiedenen Putzuntergründe und zur Kaschierung der Übergänge für die nun folgende Kalkfärbelung. Diese erfolgte in mehreren dünnschichtigen Lagen bestehend aus Histolith Fassadenkalk. Die lebendige Optik dieser speziell optimierten Fassadenkalkfarbe kommt den historischen Vorbildern besonders nahe. Sie ist jedoch witterungsbeständiger und dauerhafter als ihr historisches Pendant, wobei das optische Alterungsverhalten der Fassade mit seiner ehrwürdigen Ausstrahlung erhalten bleibt.   

 

Getreu historischem Vorbild: Türen und Fenster erhielten Anstrich mit Leinölfarbe

 

Um denkmalpflegerische Authentizität ging es auch bei den Anstricharbeiten. Die Fenster und Türen wurden sorgfältig geschliffen und in einer traditionellen Maseriertechnik mit Histolith Leinölfarbe in Braun gestrichen. Die Fensterläden wurden im klassischen Grün an die Fassade angepasst und dem historischen Befund entsprechend ebenfalls mit Leinölfarbe gestrichen.

Die Denkmalschutzmarke Histolith vereint ein Komplettprogramm von Putzen, Beschichtungen und Zusatzstoffen für die originalgetreue Restaurierung historischer Objekte. Die Marke ist in Deutschland bereits langjährig etabliert und wurde von Baufarbenhersteller Synthesa im Vorjahr auch in Österreich eingeführt. Ansprechpartner für die Produktreihe Histolith ist Christian Ofner. Produkt-Datenblätter und weitere Informationen über das Histolith Denkmalschutzprogramm finden sich unter www.synthesa.at.

 

Bautafel Innenhof-Restaurierung Schloss Wasserberg

Örtliche Bauaufsicht: Planungsbüro Weikl, Ing. Kurt Weikl, 8753 Fohnsdorf

Restauratorische Begleitung: Dipl.-Conservator Christian Binder, 8010 Graz. 

Putzarbeiten: Kaltenegger Bau GmbH, A-8753  Aichdorf. Internet: www.kaltenegger-bau.at

Malerarbeiten: Rupprechter Malerei-Anstrich-Farbe, 8720 Knittelfeld (www.maler-ruprechter.at) und Leopold Walter Inh. Markus Lindbichler, 8753 Fohnsdorf

Tischlerarbeiten: Tischlerei Leitold Georg, 8731 Gaal

 

Materialliste:   Capatect Sanierputz WTA

                        Histolith Trass-KalkputzTrassputz

                        Histolith Kalkschlämme

                        Histolith Fassadenkalkfarbe

                        Histolith Leinölfarbe

 

 

Historische Fassade aus dem Bilderbuch mit Trassputz, Kalkschlämme und Fassadenkalk.
Einige romanische und gotische Elemente des vierflügeligen Gebäudes weisen auf die mittelalterliche Bausubstanz hin.