Pressemitteilungen 2014

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Kreuzgewölbe meets "Murnockerl"

25.08.2014

Die antike Anmutung der Kreuzgewölbes wird durch das Lasuren-Konzept wiederbelebt.

 

Mit der Neugestaltung der Kanonenhalle im Grazer Landeszeughaus wird die steirische Landeshauptstadt ihrem Ruf als City of Design abermals gerecht. Das Kreuzgewölbe bekommt mit der Histolith Antik Lasur von Synthesa seine historische Authentizität zurück. Ein spannender Kontrapunkt zum modernen Raumkonzept.

 

Die Kanonenhalle wurde nach Plänen des Grazer Architekturbüros Innocad neu gestaltet und stellt heute eine Kombination von Informationszentrum der Graz Tourismus sowie Kassen- und Verkaufsbereich für die Ausstellungen der Rüstkammer dar. 

Das Konzept sah vor, die Kanonenhalle möglichst in ihren Urzustand rückzuführen, um das mächtige Kreuzgewölbe wieder erlebbar zu machen. An Wänden und Kreuzgewölbe wurden sämtliche Ein- und Anbauten entfernt und die historischen Oberflächen wieder hergestellt. Die mineralischen Farben von Synthesa im Histolith Baudenkmalpflege Programm, die Histolith Bio-Innensilikat als Grundanstrich und die Histolith Antik-Lasur als Endbeschichtung, haben Denkmalschutz und neues Raumkonzept einträchtig verquickt. 

„Eine Herausforderung waren die Arbeiten am Gewölbe. Mit viel Fingerspitzengefühl wurde die Antik-Lasur mittels Bürste im Kreuzschlag aufgebracht. So entstand eine leicht wolkige, transparente Erscheinung, die  je nach Intensität an natürlich gealterte historische Oberflächen erinnert," erzählt Histolith Baudenkmalpflege Objektberater Christian Ofner. Ausgeführt wurden die Malerarbeiten vom Grazer Malerbetrieb Haring & Marx.  

„Das Material ist auf rund 700m² Wand- und Deckenflächen mit der historischen Maltechnik - im Bürstenauftrag weitgehend in einem Guss (nass in nass) gestrichen worden", so Malermeister Hermann Haring.

Die antike Anmutung des Gewölbes korrespondiert harmonisch und zugleich spannungsreich mit den freistehenden Raummöbeln, die die Form der Steine in der Mur – die sogenannten Murnockerln – nachempfinden.

 

Histolith Baudenkmalpflege für das (Welt-)Kulturerbe

Das Landeszeughaus samt Kanonenhalle wurde in den Jahren 1642 bis 1647 nach den Plänen von Antonio Solar errichtet und war das zentrale Waffendepot der Steiermark. Mit seinen 32.000 Exponaten aller Art ist das Landeszeughaus die größte Rüstkammer der Welt, die weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Das Haus ist heute ein Teil des Universalmuseums Joanneum.

Für das Projekt „Neugestaltung der Kanonenhalle" kam für die Weltkulturerbe-Stadt Graz nur Profi-Material im Bereich Denkmalschutz in Frage. Mit Histolith sind Konservatoren auf der sicheren Seite.  Unter der Dachmarke Histolith hat Synthesa eine Produktgruppe zusammengefasst, die in Zusammenarbeit mit Denkmalpflegern für die fachgerechte Restaurierung, Rekonstruktion und Renovierung alter Bausubstanz entwickelt wurde.

Schwerpunkt dieses Werkstoffprogramms sind Silikat- und Kalkfarben, die mit anorganischen, lichtechten und alkalistabilen Pigmenten abgetönt werden, aber auch Leinölfarben für Holzanstriche sowie mineralische Putze, Metallbeschichtungen und vielerlei Ergänzungsprodukte.

Die mineralischen Farben für das Kreuzgewölbe sind von Synthesa aus dem Histolith Baudenkmalpflege Programm
Die Kanonenhalle des Landeszeughauses findet als Tourismus-Info und Eintrittsbereich der Rüstkammer Verwendung.
Die „Murnockerl" bilden einen spannenden Design-Kontrast zum historischen Raumaufbau.