Neues Berufsbild: WDVS-Facharbeiter

- Die ersten 77 haben die Prüfung zum „zertifizierten WDVS-Facharbeiter“ bestanden. Am Bild mit Kursleiter Benno Auböck von Synthesa (li.) und Prüfer Thomas Trauner vom Linzer IBS (re.)

- Die Prüfung muss alle drei Jahre erneuert werden. So bleibt der „zertifizierte WDVS-Facharbeiter“ ständig am letzten Stand der Technik.
Die ersten 77 Vollwärmeschützer haben die Prüfung zum „zertifizierten WDVS-Facharbeiter“ bestanden. Die Ausbildung soll den hohen Qualitätsstandard der WDVS-Fachbetriebe bescheinigen und mittelfristig zu einem Lehrberuf ausgebaut werden
Die Ausbildung zum „zertifizierten WDVS-Facharbeiter“ wurde von der österreichischen Wirtschaftskammer in Kooperation mit der „Qualitätsgruppe Wärmedämm-Verbundsysteme“ ins Leben gerufen. Sie soll fortbildungswilligen Firmenchefs, Bauleitern und Vorarbeitern das spezifische Fachwissen rund um das Wärmedämm-Verbundsystem vermitteln. Dazu gehören Grundlagen, wie die bauphysikalischen und bauchemischen Vorgänge ebenso, wie Aufbau und Funktion des Systems, Untergrundprüfung und -vorbereitung, Ausbildung der An- und Abschlüsse, die normgerechte Ausführung des Systems oder die Kenntnis der rechtlichen Aspekte.
Der erste österreichische Ausbildungskurs wurde unter der Leitung von Synthesa OÖ-Verkaufsleiter Benno Auböck, Internorm-Kundendienstleiter Roland Jakober und Hilti-Branchenmanager Reinhard Schild durchgeführt. Insgesamt 250 Personen aus verschiedenen österreichischen Maler- oder Baumeisterbetrieben nahmen an der Ausbildung teil, 93 davon traten zur Prüfung an und 77 unter ihnen schafften die Prüfung auf Anhieb. Sieben Teilnehmer absolvierten sie sogar mit Auszeichnung. Abgenommen wurde die Prüfung von Thomas Trauner und Peter Frank-Donauer vom Linzer IBS (Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung) im Technikzentrum Perg.
Der Grund für das Aktivwerden der Qualitätsgruppe Wärmedämm-Verbundsysteme liegt u.a. in der mangelnden Förderung dieses der Baumeisterinnung zugeordneten Gewerks, weder durch die Baumeisterinnung noch durch die Malerinnung. Eine Situation, die geändert werden soll. Der zertifizierte WDVS-Facharbeiter soll die Qualifkation des Handwerkers heben, die Qualität des Gewerks WDVS steigern und damit letztlich zu noch mehr Sicherheit und Kostenwahrheit führen. Mittelfristig soll die derzeit alle drei Jahre zu erneuernde Befähigung im Lehrberuf „WDVS-Facharbeiter“ münden und damit in einem neuen, eigenständigen Berufsbild des WDVS-Gewerbes.
