Pressemitteilungen 2017

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Ökologie und Denkmalschutz in Einklang gebracht

02.03.2017

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen: bei der Sanierung und Erweiterung der Volksschule in Marbach kamen eine Hanfdämmung und eine mit dem Umweltzeichen ausgezeichnete Innenfarbe zum Einsatz. Fotos: Andreas Buchberger

 

Tradition und Moderne aufs Feinste vereint – diesen Spagat schaffte die Gemeinde Marbach an der Donau bei der Sanierung und Erweiterung der Volkschule. Dazu beigetragen haben auch zwei Produkte aus Perg: Hanf für die Fassade und eine Silikat-Innenfarbe mit Umweltzeichen.

 

Wie man traditionelle Baukunst mit einem modernen Anbau architektonisch, funktionell und baubiologisch aufwertet, beweist die Sanierung und die Erweiterung der Volksschule des Donau-Marktes. Ausgangspunkt war das 1914 errichtete Bestandsgebäude, dem Erstlingswerk von Clemens Hochmeister (1886 – 1983). Er war Österreichs bedeutendster Architekt seiner Epoche und Schöpfer des großen Festspielhauses in Salzburg, des Linzer Landestheaters und des Funkhauses in der Wiener Argentinierstraße.

 

Die wechselvollen Zeiten gingen auch am Schulgebäude nicht spurlos vorüber. Der Tiefpunkt seiner Geschichte war das Jahrhunderthochwasser des Jahres 2002. In der Schule stand das Wasser etwa zwei Meter hoch. Eine gründliche Renovierung war unumgänglich.

 

Ökologie und Denkmalschutz unter einem Hut

2013 startete das Bauunternehmen Brachinger (Persenbeug) mit der zeitgemäßen Adaptierung und Sanierung des alten Gebäudes und mit dem Bau des angeschlossenen Erweiterungstraktes. Planung und Bauaufsicht erfolgte durch Bauer-Brandhofer Architekten/Purgstall

Die Erweiterung auf dem benachbarten Grundstückes stellte sich als die sinnvollste Lösung dar, um auch den Vorgaben des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Auf dem knapp 10 m breiten und 20 m langen Streifen wurde ein dreigeschossiger Neubau errichtet, der auf jeder Etage barrierefrei an das Hauptgebäude angeschlossen ist. Der Übergang zwischen alten und neuen Gebäudeteilen war eine architektonisch anspruchsvolle Aufgabe und wurde durch einen bauwerkshohen verglasten Luftraum gelöst.

Für die Innenwand-Gestaltung kam das Synthesa Produkt Silitol Objekt zur Anwendung.

 

Allergiegeprüfte Wandfarbe mit Umweltzeichen

Die Renovierung des bestehenden Gebäudes fand in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt statt. Hier kam das Synthesa Produkt Silitol Objekt für die Innenwand-Gestaltung zur Anwendung. Das mit dem Umweltzeichen prämierte Einkomponenten-Silikat-Produkt für Innen ist eine mineralische Farbe, die sich für historische Objekte besonders gut eignet. Silikate sind alkalisch und diffusionsoffen. Sie bewirken einen natürlichen Schimmelschutz und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Diese emissionsarmen Farben sind Allergie geprüft, Schadstoff geprüft, physiologisch unbedenklich und deshalb für öffentliche Bereiche wie Amtsgebäude, Schulen und Kindergärten besonders gut geeignet.

 

Baubiologie und Energieeffizienz

Besonders beim Erweiterungsbau wurde hohes Augenmerk auf die Verwendung ökologischer Baustoffe gelegt. Das Obergeschoß ist zur Gänze in Holzbauweise ausgeführt. Die massiven Außenwände (Beton, Ziegel) in den unteren Geschoßen wurden mit Hanfdämmplatten (WDVS) verkleidet. „Der Naturstoff Hanf als Dämm-Material hat uns interessiert. Unter Berücksichtigung der Ökobilanz, der Dämmwerte und des Schallschutzes war Hanf das optimale Produkt für diese Bauaufgabe. Die Fakten haben uns überzeugt," erklärt Architekt DI Georg Bauer.

 

Tatsächlich liegt die Capatect Hanfdämmplatte nach einer Berechnung des Instituts für Baubiologie bei der Bewertung des ökologischen Fußabdrucks im Vergleich zu anderen Öko-Dämmstoffen klar auf dem Spitzenplatz. Die Dämmung weist eine deutlich bessere Dämmwirkung auf als andere vergleichbare Naturstoffe. Zusätzlich bringt die Dämmung je nach Aufbau eine Verbesserung des Schalldämmmaßes von 8dB bis zu 13dB. Das ist besonders in Schulgebäuden von großer Bedeutung. Damit bietet Hanf auch hier die besten Werte im Vergleichstest.

Die Untergeschosse des Erweiterungsbaus wurden mit Hanf gedämmt.
Die Innenfarbe trägt das Umweltzeichen und eignet sich besonders für öffentliche Gebäude.