Pressemitteilungen 2017

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Die Jungs aus Holzgassen (gar nicht) am Holzweg

08.08.2017

Besuch bei den jungen Longboard-Produzenten von easygoinc in Gunskirchen – Holzgassen: v.l. Gabriel Gruber (Projektmanager Möbel- und Holzbau-Cluster der Business Upper Austria - OÖ. Wirtschaftsagentur GmbH.), David Lugmayr (CCO easygoinc.) Martin Erbler (CTO easygoinc.), Ali Deliri (COO easygoinc.), Horst Knögler (Fachverkaufsleiter Tischler, Synthesa).

 

Das junge Start-up easygoinc mit Sitz in Gunskirchen will jetzt voll durchstarten. Mit kultigen Longboards 100 % „Made in Austria" ­– und einem nachhaltigen Lifestyle. Der verwendete Leim – ein lösemittel- und formaldehydfreier Weißleim – kommt vom Perger Erzeuger Synthesa.

 

Regionalität, Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung. Bei diesen Schlagwörtern denkt man eher an einen Bio-Laden als an ein junges Unternehmen, das Longboards erzeugt und vertreibt. Bei den drei Jungs von easygoinc. in Gunskirchen – Holzgassen 2 – stellt sich das rasch als Vorurteil heraus. Das Start-up beweist, dass sich ethisches Handeln einwandfrei mit Spaß und Abenteuer in Einklang bringen lässt. Das beginnt beim Werkstoff Holz für das Sportgerät und geht bis zu den fair erzeugten Textilien der eigenen Modelinie, die in geschützten Werkstätten in Salzburg hergestellt wird.

 

Auch Bill Gates startete in einer Garage

Angefangen hatte alles vor fünf Jahren in der väterlichen Tischlerei von David Lugmayr, einem der drei Geschäftsführer von easygoinc. Freund Martin Erbler – neben Ali Deliri der Dritte im Bunde – werkelte an einem Board für sich selbst. Da machte es bei David, einem gelernten Fotografen, „klick": Warum das Board nicht auch für andere herstellen? Die Vorgänger der heutigen Skateboards waren für einige Zeit zwar aus der Mode gekommen, jetzt waren sie wieder voll da! David spürte, dass sich das Blatt gewendet hatte.

 

Statt billig produzierte Ware zu kaufen, begannen die drei Durchstarter nun ihre eigenen Boards zu fertigen. Rasch stand ein Business-Plan. Partner wurden gesucht und gefunden. Unter anderem bei Gabriel  Gruber vom Möbel- und Holzbau-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, der das Projekt nach wie vor begleitet und unterstützt. Durch eine lange Test- und Entwicklungsphase entstand ein hochwertiges Produkt, das sich durch einen sehr individuellen Stil, Qualität und einen fairen Preis auszeichnet. Die  Burschen hatten sich in dieser Phase viel technisches Know-how angeeignet und entwickelten zum Beispiel eine eigene Press-Maschine für die Boards. Inzwischen gibt es etliche Teamrider, die die coolen Boards auch auf Events bewerben und präsentieren.

 

2016 wurde eine GmbH ins Leben gerufen, die drei Gründer konzentrierten sich nun ganz auf ihre Firma. Noch vor gut einem Jahr stand das Jungunternehmen vor der Herausforderung, ihre Prototypen, die bis dahin aufwändig in Handarbeit und kleiner Stückzahl gefertigt wurden, in eine Serienproduktion unter Kriterien der Industrie 4.0 überzuleiten.

 

Handgefertigte Longboards aus Oberösterreich

Das Thema Regionalität wird heute fast lückenlos durchgezogen. „Nach mehr als vier Jahren Produktentwicklung ist es uns nun möglich unsere Longboards zu 100% in Österreich zu erzeugen", sagt Geschäftsführer Ali Deliri, der gelernte Tischler. Doch nicht nur das, auch die verwendeten Materialien wie Holz, Harz und Faser stammen zu 100% aus Österreich und besitzen den kleinstmöglichen ökologischen Fußabdruck. Als stützendes Gewebe kommt etwa eine Basalt-Faser zum Einsatz, die im Mühlviertel produziert wird.

 

Umweltfreundlicher Leim im Einsatz

Der verwendete Leim – ein lösemittel- und formaldehydfreier Weißleim – kommt vom Perger Erzeuger Synthesa. Er ist dazu da, die einzelnen Holz-, Faser- und Furnierschichten zu einem perfekt austarierten Board mit ausgewogenem Schwingungsverhalten zu verkleben. „Der Leim mit dem Markennamen Synturit hat den Vorteil des geringeren Wassergehalts gegenüber anderen Dispersions-Leimen. Er bindet bei Warm- und Heißverleimungen sehr rasch ab und härtet in weniger als 90 Minuten aus.  Der harte jedoch nicht versprödende Leimfilm sorgt für dauerhafte Verbindungen und verhindert Fugenöffnungen", erklärt Horst Knögler, Synthesa Fachverkaufsleiter Tischler, der das junge Team gerne mit Rat und Tat unterstützt.


Als Kernholz kommt Eschenholz zum Einsatz. Esche ist ein schweres und auch hartes Holz mit günstigen Festigkeitseigenschaften. Seine Zugfestigkeit und Biegefestigkeit übertrifft die der Eiche. Es ist elastisch, abriebfest und zäher als die meisten anderen heimischen Holzarten. Als Deckfurniere verwendet easygoinc. u.a. Holzarten wie Nuss, Esche oder Eiche und lässt diese in Kombination mit deren Finish für sich sprechen. Durch die 3-fach-Versieglung sind die Boards bestens vor Nässe geschützt.

 

Mit den Boards in die Welt hinaus

In der Regel ist ein Longboard zwischen 90 und 150 Zentimeter lang. Das Skaten mit Longboards hat besonders in den USA, Kanada und der Schweiz hohe Zuwachsraten, ähnlich dem Boom der Snowboards vor einigen Jahren.

 

Vor kurzem haben die Burschen einen Coup gelandet und sind seitdem auch bei einem großen Sportartikelhersteller im Sortiment. Das große Ziel von Ali, David und Martin ist es, DIE österreichische Lifestylemarke zu werden. Langfristig wollen die Gründer auch den internationalen Markt erobern.

 

Mehr Information zu den diversen Longboard-Modellen von easygoinc. unter:
www.easygoinc.com